Starfobar BMW E4-30: Fährt der E30 mit Ferrari-Motor?
Mit einer scharfen Synthese aus BMW E30 und Ferrari-V8 generiert Starfobar Schlagzeilen und Klickzahlen. Aber fährt das Ding überhaupt?
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Dieser BMW 3er hat V8-Power von Ferrari
Der BMW E30 ist ein dankbares Tuning-Objekt. Klare Linien, ein klassisches Layout mit Frontmotor und Heckantrieb und hohe Stückzahlen inspirieren Fans der zweiten 3er-Generation immer wieder zu mehr oder weniger wilden Umbauten. Im Motorraum, einst für sperrige Reihensechszylinder gedacht, lässt sich sogar ein V8 unterbringen. Zumindest das hat der französische Veredler Starfobar bereits bewiesen. Die nahe Lyon residierende Tuningschmiede hat einen E30 bis aufs Blech ausgeräumt. Mithilfe eines Trägerrahmens und viel Vaseline wurde der Original-Motor durch einen Ferrari-Antrieb ersetzt. Fertig war der „BMW E4-30“. Oder etwa nicht?
Erst mal der Reihe nach: Der V8 stammt aus dem Ferrari F430 und katapultiert das Datenblatt direkt in die Sphären eines aktuellen M3: 490 PS (360 kW) wären selbst heutzutage – über 40 Jahre nach dem Erscheinen des E30 – konkurrenzfähig. Da der Sauger erst bei 8500 Touren in den roten Bereich dreht und der BMW kaum mehr als eine Tonne wiegt, dürfte der Gänsehautfaktor sogar noch höher liegen.
Der 4,3-l-Motor galt in den 2000er-Jahren als wartungsintensiv, entschädigte aber durch dämonische Drehzahlgier und sägenden Sound, der beim Beschleunigen im Tunnel schon einmal den Putz von den Mauern bröseln ließ. Mit seinen roten Ventildeckeln und den Ansaugbrücken, die zwei Langlöcher in die Motorhaube stanzen, hätte der Antrieb sogar den Namen BMW Testarossa gerechtfertigt.
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Bislang rollt der "BMW E4-30" nicht aus eigener Kraft
Auch das Umfeld hat Starfobar appetitlich angerichtet: Die Räder wachsen beidseitig gut zehn Zentimeter aus den Radhäusern heraus, zwischen die Radlaufverbreiterungen und die Reifen dürfte kein Blatt Papier passen. Nostalgiefans dürften die damals in Frankreich verbreiteten gelben Doppelscheinwerfer lieben. Zum Einparken aber oder für Driftwettbewerbe, mit denen sich Starfobar einen Namen gemacht hat, sind die begrenzten Lenkwinkel nicht zu gebrauchen.
Im Cockpit dominieren Carbon und strikte Rennatmosphäre. Neben dem hölzernen Ferrari-Lenkrad buhlen die sequentielle Schaltung und eine Fly-Off-Handbremse um zackige, präzise Gesten, um das Sportgerät rauchend ums Eck zu treiben.
Bislang rauchen bei Starfobar aber vor allem die Köpfe. Denn selbst nach drei Jahren Bauzeit benötigt der E4-30 noch immer eine Winde, um sich bei Meetings vom Trailer abzuseilen. So geschehen im Juli 2026 beim Driftfestival in Torcy nahe Paris. Schon wegen der fehlenden Front- und Seitenscheiben konnte der gar nicht flotte 3er dort kein einziges Insekt erlegen, und der Ferrari-V8 blieb stumm wie ein winterstarrer Karpfen.
Starfobar schweigt sich über die Gründe aus, warum bei dem deutsch-italienischen Paar noch immer kein Funke überspringt. Aber es bleibt zu hoffen, dass uns der ansonsten sehr nette Build in Kürze das Trommelfell massiert. Denn Kultpotenzial hat die Kiste: Ein gusseiserner Fan hat den BMW E4-30 bereits mit Klemmbausteinen nachgebaut und den Konstruktionsplan veröffentlicht.


















