Scheibenwaschanlage funktioniert nicht: Ursachen Das ist bei defekter Scheibenwaschanlage zu tun

von Christina Finke 09.07.2019
Inhalt
  1. Scheibenwaschanlage funktioniert nicht: Verstopfte Düsen sind häufig die Ursache
  2. Ursachen für defekte Scheibenwaschanlage: Schläuche prüfen
  3. Scheibenwaschanlage funktioniert nicht, weil die Pumpe kein Wasser fördert
  4. Wenn die Scheibenwaschanlage im Winter nicht funktioniert
  5. Scheinbenwaschanalge funktioniert nicht: Seltene Ursachen für einen Defekt

Wenn die Scheibenwaschanlage nicht funktioniert, kann das verschiedene Ursachen haben – und während der Fahrt schnell gefährlich werden. Das können Autofahrer gegen mögliche Ursachen tun! 

Eine funktionierende Scheibenwaschanlage sorgt beim Autofahren stets für freie Sicht, wenn die Scheiben mal verschmutzt sein sollten. Während im Sommer vor allem tote Insekten die Windschutzscheibe verschmutzen, können im Winter vorwiegend Matsch, Schnee und Kalkrückstände die Sicht trüben. Damit die Scheibenwaschanlage funktioniert, sollten Autofahrer regelmäßig prüfen, ob sich im Vorratsbehälter ausreichend Scheibenwischwasser befindet. Funktioniert die Scheibenwaschanlage trotzdem nicht, kann es am Ausfall mechanischer, elektrischer oder elektronischer Einzelteile liegen – und während der Fahrt schnell gefährlich werden. In diesem Fall ist schnelles Handeln ist gefragt. Die AUTO ZEITUNG erklärt, welche Ursachen bei einem Defekt in Frage kommen und was Autofahrer tun können, um wieder freie Sicht auf die Straße zu haben. Mehr zum Thema: Scheibenwischer-Schneider im Test

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Scheibenwaschanlage funktioniert nicht: Verstopfte Düsen sind häufig die Ursache

Häufig sind verstopfte Düsen die Ursache dafür, dass die Scheibenwaschanlage nicht funktioniert. Sie befinden sich im oberen Bereich der Motorhaube, wo sich häufig tote Insekten, Staub, Pollen und Kalkreste ablagern. Die Verunreinigungen können dann von ablaufendem Regenwasser gesammelt werden, das sich dann in den Düsen verfängt und sie so allmählich zusetzt. Bei älteren Fahrzeugmodellen können Autofahrer die Düsen dann ganz einfach selbst reinigen. Um sie von Dreck zu befreien, wird eine feine Nadel vorsichtig und ohne Kraftausfwand in die Löcher gesteckt. Moderne Autos sind jedoch häufig mit sogenannten "Fächerdüsen" oder "Mikrostrahlern" ausgestattet, die einen breiteren und feineren Sprühstrahl erzeugen. So wird zwar mit jedem Pumpvorgang eine größere Fläche mit Wischwasser benetzt, gleichzeitig neigen die feineren Düsen jedoch zum schnelleren Zusetzen. Autobesitzer greifen dann am besten zu Druckluft, um verstopfte Düsen wieder freizubekommen. Zunächst müssen sie dafür ausgebaut werden, was in den meisten Fällen sogar ohne viel Werkzeug möglich ist: Meist lassen sich die Düsen einfach abziehen, andere Hersteller nutzen eine Kontermutter zur Montage. Auch der Anschlussschlauch muss gelöst werden, was in den meisten Fällen aber genauso leicht gelingen sollte. Anschließend können verstopfte Düsen mit einem Reifendruck-Gerät von der Tankstelle oder einer Luftpumpe frei geblasen werden. Schon drei bis vier Sekunden sollten dafür ausreichen. Zum Schluss bauen Autobesitzer Anschlussschlauch und Düsen wieder ein und die Scheibenwaschanlage sollte funktionieren. Mehr zum Thema: Fakten zum Zündkerzen-Wechsel

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Ursachen für defekte Scheibenwaschanlage: Schläuche prüfen

Wenn die Scheibenwaschanlage dann noch immer nicht funktioniert, sollten Autobesitzer die daran angeschlossenen Schläuche überprüfen. Sind sie rissig, lose oder undicht, sollten neue Exemplare eingesetzt werden, die im Baumarkt oder Fachhandel erhältlich sind. Ein Austausch ist auch dann empfehlenswert, wenn die Elastizität des Gummischlauchs an der Verbindungsstelle zur Düse nachlässt. Die Schläuche können aber auch durch Vibrationen im Motorraum ganz einfach abgefallen sein. Werden Bissspuren oder ähnliches entdeckt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich ein Marder im Motorraum ausgetobt hat. Dann gilt es, auch alle weiteren Kabel und Schläuche gründlich unter die Lupe zu nehmen. In seltenen Fällen kann es auch an einem verschmutzten Schlauch liegen, wenn die Scheibenwischanlage nicht funktioniert. Um ihn zu reinigen, müssen Autobesitzer zunächst die Motorhaube öffnen und das Ende des Schlauchs aus dem Behälter, in dem sich das Scheibenwischwasser befindet, herausziehen. Grobe Verschmutzungen lassen sich mit etwas Luftdruck lösen und werden so direkt in den Behälter gespült. Sollte mit dieser Maßnahme nicht der gewünschte Effekt erzielt werden, sollte der komplette Schlauch herausgezogen und gereinigt werden. Wasser ist dabei in der Regel völlig ausreichend, im Fachhandel finden sich aber auch spezielle Reinigungsmittel für Kunststoffschläuche. Zu herkömmlicher Seife oder Spülmittel sollten Autobesitzer besser nicht greifen – diese Mittel könnten dem Schlauch schaden. Wer die Lebensdauer seiner Scheibenwaschanlage verlängern will, sollte sie etwa vier Mal pro Jahr so reinigen. Mehr zum Thema: Scheibenwischer im Test

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Scheibenwaschanlage funktioniert nicht, weil die Pumpe kein Wasser fördert

Wenn die Scheibenwaschanlage nicht funktioniert, weil die Pumpe kein Wasser fördert, läuft auch der dazugehörige Motor nicht. Ob das der Fall ist, überprüfen Autobesitzer folgendermaßen: Das Auto wird abgestellt, der Motor ausgeschaltet und die Zündung betätigt. Bei geöffneter Motorhaube bittet man dann einen Helfer darum, die Scheibenwaschanlage zu betätigen. Bleibt es still, ist der Motor wohl defekt und es hilft nur ein Austausch in der Werkstatt.

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Wenn die Scheibenwaschanlage im Winter nicht funktioniert

Im Winter kann auch gefrorenes Wischwasser die Ursache dafür sein, dass die Scheibenwaschanlage nicht funktioniert. Meist haben Autofahrer dann vergessen, ein wintertaugliches Gemisch einzufüllen. Ist das der Fall, hilft nur noch eine warme Garage oder eine lange Autofahrt, um das Wasser wieder aufzutauen. Außerdem sollte der Behälter der Scheibenwaschanlage gründlich auf Risse und Löcher untersucht werden. Denn: Wasser dehnt sich beim Einfrieren um etwa zehn Prozent aus, was zum Platzen eines gut gefüllten Behälters führen kann. Eine weitere Ursache für den Ausfall der Scheibenwaschanlage im Winter können festgefrorene Wischerblätter sein. Wird in diesem Fall der Scheibenwischer betätigt, will der Wischermotor sich zwar drehen, kann es aber nicht. So kann es zu erhöhter Stromaufnahme kommen, der Motor erwärmt und es kommt zu einem Kurzschluss. Dann hilft nur noch der Wechsel des Scheibenwischermotor, um die Scheibenwaschanlage wieder ans Laufen zu bringen.

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Scheinbenwaschanalge funktioniert nicht: Seltene Ursachen für einen Defekt

Äußerst selten kommt es vor, dass verschmutztes Scheibenwischwasser die Ursache für den Ausfall der Scheibenwaschanlage ist. Dann sind Fremdkörper in den Vorratsbehälter gelangt – was äußerst unwahrscheinlich, aber dennoch nicht komplett auszuschließen ist. Finden sich tatsächlich Verunreinigungen im Wischwasser, sollte es ausgetauscht und der Behälter gründlich gereinigt werden. 

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