Geplantes Rauchverbot im Auto: Gesetz & Strafe Länder fordern Rauchverbot beim Fahren mit Kindern

von Christina Finke 20.09.2019

Ein geplantes Rauchverbot im Auto soll Minderjährige und Schwangere besser vor gesundheitsschädlichem Passivrauchen schützen. Dafür stellen mehrere Bundesländer am 20. September 2019 eine Initiative im Bundesrat vor. Alle Informationen zur geplanten Gesetzesänderung und möglichen Strafen bei Verstößen!

Mit gesundheitsschädlichem Passivrauchen von Kindern in Autos soll nach dem Willen mehrerer Bundesländer Schluss sein: Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein fordern daher ein Rauchverbot im Auto, wenn Minderjährige und Schwangere dabei sind. Sie verweisen dabei auf Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums, nach denen die Schadstoffkonzentration in verrauchten Autos fünf Mal so hoch sei wie in einer durchschnittlich verrauchen Bar. Der Ländervorschlag wird in der Länderkammer am 20. September 2019 vorerst nur präsentiert, soll aber anschließend in den Ausschüssen beraten werden. Ziel ist, dass der Bundesrat in einer folgenden Sitzung beschließt, einen neuen Gesetzentwurf in den Bundestag einzubringen, mit dem sich dieser befassen müsste. Bei Verstößen gegen das geplante Rauchverbot im Auto sollen zukünftig Strafen in Höhe von 500 bis 3000 Euro drohen. Mehr zum Thema: Kindersitz-Test 2019

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Rauchverbot im Auto gefordert (Video):

 
 

Geplantes Rauchverbot im Auto: Gesetz & Strafe

Zustimmung für das geplante Rauchverbot im Auto erhalten die Bundesländer von Ärzten in Deutschland. Passivrauchen schade der Gesundheit sehr, das gelte insbesondere für Ungeborene, Kinder und Jugendliche. "Es sollte selbstverständlich sein, in ihrer Gegenwart nicht zu rauchen", sagt der Präsident der Bundesärtzekammer Klaus Reinhardt. "Wo diese Einsicht fehlt, muss der Staat eingreifen." Da die Bundesregierung Kinder aber trotzdem weiter im Qualm sitzen lasse, begrüße die Ärtzeschaft einen entsprechenden Vorstoß im Bundesrat. Kritiker sehen vor allem Probleme bei der Umsetzung und Kontrolle des Vorhabens. Das Bundesgesundheitsministerium äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorstoß und wollte eine Bundesratsentscheidung abwarten. Minister Jens Spahn (CDU) hat aber bereits mehrfach betont, sich vernünftigen Vorschlägen zum Reduzieren des Tabak-Konsums nicht zu verschließen. In Großbritannien, Italien, Griechenland und Frnakfreich wurden bereits Rauchverbote in Autos eingeführt, wenn Minderjährige mitfahren.

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mit dpa

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