Porsche Taycan: IAA 2019 Porsche zeigt das Taycan-Interieur

von Sven Kötter 23.08.2019

Porsche Taycan ist der Name für die Studie Mission E, die zur IAA 2019 als Serienmodell kommt. Neue Fotos gewähren einen ersten Blick auf das Armaturenbrett des 600-PS-Stromers. Das wissen wir!

Porsche Taycan – "lebhaftes junges Pferd" – lautet der Name des E-Autos, das wir als Mission E kennengelernt haben und zur IAA 2019 IAA 2019 (12. bis 22. September) als Serienmodell auf die Straße kommt. Das Design der Studie wie auch des mäßig verkleideten Erlkönigs sowie die Illustration unseres Designers erinnert stellenweise an den Panamera, wobei der Elektrosportler eine deutlich aufgeräumtere Karosserie erhält. Das Heck tritt nicht minder glatt auf und erhält eine durchgängige, dreidimensional ausgeformte LED-Leiste. Von den vierflutigen Auspuffattrappen des Prototypen sollte man sich nicht in die Irre führen lassen, schließlich sorgen zwei Elektromotoren für den Vortrieb. Die Gesamtleistung von 600 PS wird auf alle vier Räder übertragen und sorgt für eine explosive Beschleunigung: In unter 3,5 Sekunden sprintet der Elektrosportler auf Tempo 100, nach nicht einmal zwölf Sekunden stehen bereits 200 Sachen an. Wer nicht immer das Maximum fordert, soll eine Reichweite von 500 Kilometern schaffen. Eine Besonderheit ist das Ladesystem des E-Porsche, das mit einer neuartigen 800-Volt-Technik erlaubt, in gut vier Minuten Energie für 100 Kilometer Reichweite nach NEFZ nachzuladen. Den Nachteil einer schweren Batterie nutzt der Porsche Mission E derweil zu seinem Vorteil aus. Die Unterbodenbatterie erstreckt sich nämlich in voller Länge von der Vorder- bis zur Hinterachse und sorgt auf diese Weise für einen niedrigen Schwerpunkt. Die besonders leichte Karosserie des Porsche Taycan (2019) besteht aus einem Mix aus Aluminium, Stahl und kohlefaserverstärkter Kunststoff. Mehr zum Thema: So verändert sich die IAA 2019

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Prototyp des Porsche Taycan (2019) bei Dauerlauf in Nardò (Video):

 
 

Porsche Taycan auf der IAA 2019

Ein erstes offizielles Bild vom Innenraum des Porsche Taycan zeigt schon einige Wochen vor der offiziellen Premiere auf der IAA im September 2019, dass sich Kunden nicht an an völlig neues Cockpit gewöhnen müssen. Die Armaturentafel bleibt auch im ersten Elektromodell der Zuffenhausener dem Stil der Marke treu. Zudem gab Porsche bekannt, dass zusammen mit Apple Music eine vollständig integrierte Musik-Streaming-Funktion für den Taycan entwickelt wurde. Über eine dreijährige kostenlose In-Car-Internetverbindung sollen Abonnenten mehr als 50 Millionen Songs und tausende Playlists streamen und zudem den Livestream von Beats 1 nutzen können. Die Nutzung soll bis zu einem halben Jahr lang kostenlos zur Verfügung stehen. Damit wird der Porsche Taycan (2019) das erste Fahrzeug überhaupt sein, das eine vollständige Integration von Apple Music bietet. Auch ansonsten geht der Porsche Taycan (2019) m Interieur neue Wege, stellt die Instrumente auf vier verschiedene, vom Fahrer einstellbare digital auf einem 16,8 Zoll großen, gebogenen Bildschirm dar. Das Infotainmentsystem in der aufgeräumten Mittelkonsole ohne klassischen Gangwählhebel verfügt über einen 10,9 Zoll großen Bildschirm und wird per Touchscreen sowie einer Sprachbedienung, die auf "Hey Porsche" reagiert, gesteuert. Darunter befindet sich ein 8,4 Zoll großes Touchfeld zur Bedienung der Klimaeinheit. Außerdem lässt sich hier durch eine Handschriftenerkennung die Navi-Adresse eingeben. Mehr zum Thema: Alle Highlights der IAA 2019

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Porsche Taycan (2019)
Taycan-Fahrer blicken auf ein modernes, aber nicht unbekanntes Armaturenbrett. Foto: Porsche
 

Porsche zeigt Taycan-Interieur

Für seinen ersten rein elektrischen Sportwagen investiert Porsche eine Menge: Allein am Stammsitz Zuffenhausen betragen die Investitionen 700 Millionen Euro, in das Entwicklungszentrum Weissach fließen 300 Millionen Euro. Dabei entstehen eine eigene Montagelinie und eine neue Lackiererei, der Karosseriebau und das Motorenwerk werden erweitert. Der Hersteller spricht von der "Porsche Produktion 4.0". So soll der erste elektrische Porsche 1200 neue Arbeitsplätze schaffen. Porsche verspricht zudem eine CO2-neutrale Produktion. Als Testlabor gilt für die Zuffenhausener ab 2019 die Formel E, die den Wissenstransfer auf eine neue Stufe heben soll. Der Porsche Taycan (2019) soll von einem hochleistungsfähigem Ladesystem profitieren, dass sowohl zuhause, als auch unterwegs Lösungen bieten soll. Für daheim kündigt der Hersteller "Porsche Mobile Charger Connect" an, das mit bis zu 22 Kilowatt schnelles und auch induktives Laden ermöglichen soll. Um unterwegs maximal mobil zu bleiben, baut Porsche als  Teil des Joint-Ventures "Ionity" bis Ende 2019 europaweit an 400 Standorten ein Schnellladenetz mit bis zu 350 Kilowatt pro Ladepunkt auf.  Eine ähnliche Inititative setzt dies an 300 Standorten in Nordamerika um. Zusätzlich verspricht Porsche bis zur Markteinführung die Umsetzung von 2000 AC-Ladepunkten in bis zu 20 Märkten an Reisezielen wie zum Beispiel Hotels. Generell gilt: Die Abrechnung des Ladens eines Porsche Taycan (2019) erfolgt, Anbieter-übergreifend, zentral über den Hersteller selbst.

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