Alle Infos zum Porsche Taycan

Porsche Taycan (2019): Motor & Ausstattung Neues Taycan-Einstiegsmodell 4S

von Sven Kötter 14.10.2019
Inhalt
  1. Porsche Taycan (2019): Motor & Ausstattung
  2. Porsche zeigt Taycan-Interieur
  3. Porsche Taycan (2019) soll 1200 neue Arbeitsplätze schaffen
  4. Porsche Taycan fährt Nürburgring-Rekord

Mit dem Porsche Taycan 4S (2019) wird die Modellpalette des Elektro-Sportwagens um eine neue Einstiegs-Variante ergänzt. In der Klasse viertüriger Elektro-Sportwagen setzte der Taycan schon vor seiner Premiere einen neuen Nürburgring-Nordschleifen-Rekord. Alle Informationen zu Motor & Ausstattung!

Porsche Taycan – "lebhaftes junges Pferd" – heißt das E-Auto, das wir als Mission E kennengelernt haben. Das Design erinnert stellenweise an den Panamera, was primär an den Proportionen des Viertürers liegt. Besonders markant fallen die kleinen Scheinwerfer aus, die das typische Porsche-Design mit vier Lichtpunkten aufgreifen. Das reduzierte Heck wird von einer durchgängigen, dreidimensional ausgeformte LED-Leiste geprägt, Endrohre sucht man beim E-Porsche selbstverständlich vergebens. Die Gesamtleistung beträgt je nach Modell zwischen 390 und 460 kW (530 bis 625 PS) – je nach Modell ist dank Overboost mehr Leistung abrufbar. Der Taycan Turbo kommt so auf maximal 680, der Turbo S sogar auf 761 PS. Die Kraft wird über ein Zweigang-Getriebe an alle vier Räder übertragen und sorgt für eine explosive Beschleunigung: Tempo 100 ist mit dem Turbo S in 2,8 Sekunden erreicht, der Turbo benötigt 0,4 Sekunden länger. Bei 260 km/h wird elektronisch abgeregelt. Wer nicht immer das Maximum fordert, soll mit dem Turbo eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern nach WLTP schaffen. Der Turbo S kommt mit maximal 412 Kilometern nicht ganz so weit. Eine Besonderheit ist das Ladesystem des E-Porsche, das mit einer neuartigen 800-Volt-Technik erlaubt, in gut fünf Minuten Energie für 100 Kilometer Reichweite nach WLTP nachzuladen. Den Nachteil einer schweren Batterie nutzt der Porsche Mission E derweil zu seinem Vorteil aus. Die Unterbodenbatterie erstreckt sich nämlich in voller Länge von der Vorder- bis zur Hinterachse und sorgt auf diese Weise für einen niedrigen Schwerpunkt. Die besonders leichte Karosserie des Porsche Taycan (2019) besteht aus einem Mix aus Aluminium, Stahl und kohlefaserverstärkter Kunststoff. Mehr zum Thema: So verändert sich die IAA 2019

Fahrbericht Porsche Taycan (2019)
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Prototyp des Porsche Taycan (2019) bei Dauerlauf in Nardò (Video):

 
 

Porsche Taycan (2019): Motor & Ausstattung

Der Porsche Taycan 4S (2019) bildet den neuen Einstieg in die Modellpalette des Elektro-Sportwagens und ist mit zwei Batteriegrößen erhältlich. So leistet die neue Variante 390 oder 420 kW (530 oder 571 PS) und beschleunigt innerhalb von vier Sekunden von 0 auf 100 km/h.  Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Serienmäßig ist ist der Taycan mit der einstöckigen Performance-Batterie mit einer Gesamtkapazität von 79,2 kWh ausgestattet, die für bis zu 407 Kilometer Reichweite (WLTP) ausreichen soll. Mit der auf Wunsch erhältlichen Performance-Batterie Plus, deren Gesamtkapazität 93,4 kWh beträgt, soll der E-Porsche bis zu 463 Kilometer weit kommen. Optisch unterscheidet sich das Einstiegsmodell des Porsche Taycan (2019) durch spezielle 19-Zoll-Räder, rot lackierte Bremssättel sowie Seitenschweller und Heckdiffusor in Schwarz von seinen stärkeren Modellbrüdern. Der Porsche Taycan 4S ist ab sofort bestellbar und steht ab Januar 2020 bei den Händlern. Die Preise beginnen bei 105.607 Euro.

 

Porsche zeigt Taycan-Interieur

Die Bilder vom Innenraum des Porsche Taycan (2019) zeigen, dass sich Kunden nicht an an völlig neues Cockpit gewöhnen müssen. Die Armaturentafel bleibt auch im ersten Elektromodell der Zuffenhausener dem Stil der Marke treu. Zudem gab Porsche bekannt, dass zusammen mit Apple Music eine vollständig integrierte Musik-Streaming-Funktion für den Taycan entwickelt wurde. Über eine dreijährige kostenlose In-Car-Internetverbindung sollen Abonnenten mehr als 50 Millionen Songs und tausende Playlists streamen und zudem den Livestream von Beats 1 nutzen können. Die Nutzung soll bis zu einem halben Jahr lang kostenlos zur Verfügung stehen. Damit wird der Taycan das erste Fahrzeug überhaupt sein, das eine vollständige Integration von Apple Music bietet. Auch ansonsten geht der Porsche Taycan (2019) im Interieur neue Wege, stellt die Instrumente auf vier verschiedene, vom Fahrer einstellbare digital auf einem 16,8 Zoll großen, gebogenen Bildschirm dar. Das Infotainmentsystem in der aufgeräumten Mittelkonsole ohne klassischen Gangwählhebel verfügt über einen 10,9 Zoll großen Bildschirm und wird per Touchscreen sowie einer Sprachbedienung, die auf "Hey Porsche" reagiert, gesteuert. Darunter befindet sich ein 8,4 Zoll großes Touchfeld zur Bedienung der Klimaeinheit. Außerdem lässt sich hier durch eine Handschriftenerkennung die Navi-Adresse eingeben. Der Grundpreis des Taycan Turbo liegt bei 152.136 Euro, der Turbo S kostet mindestens 185.456 Euro. Mehr zum Thema: Alle Highlights der IAA 2019

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Porsche Taycan (2019)
Taycan-Fahrer blicken auf ein modernes, aber nicht unbekanntes Armaturenbrett. Foto: Porsche
 

Porsche Taycan (2019) soll 1200 neue Arbeitsplätze schaffen

Für seinen ersten rein elektrischen Sportwagen investiert Porsche eine Menge: Allein am Stammsitz Zuffenhausen betragen die Investitionen 700 Millionen Euro, in das Entwicklungszentrum Weissach fließen 300 Millionen Euro. Dabei entstehen eine eigene Montagelinie und eine neue Lackiererei, der Karosseriebau und das Motorenwerk werden erweitert. Der Hersteller spricht von der "Porsche Produktion 4.0". So soll der erste elektrische Porsche 1200 neue Arbeitsplätze schaffen. Porsche verspricht zudem eine CO2-neutrale Produktion. Als Testlabor gilt für die Zuffenhausener ab 2019 die Formel E, die den Wissenstransfer auf eine neue Stufe heben soll. Der Porsche Taycan (2019) soll von einem hochleistungsfähigem Ladesystem profitieren, dass sowohl zuhause, als auch unterwegs Lösungen bieten soll. Für daheim kündigt der Hersteller "Porsche Mobile Charger Connect" an, das mit bis zu 22 Kilowatt schnelles und auch induktives Laden ermöglichen soll. Um unterwegs maximal mobil zu bleiben, baut Porsche als Teil des Joint-Ventures "Ionity" bis Ende 2019 europaweit an 400 Standorten ein Schnellladenetz mit bis zu 350 Kilowatt pro Ladepunkt auf.  Eine ähnliche Inititative setzt dies an 300 Standorten in Nordamerika um. Zusätzlich verspricht Porsche bis zur Markteinführung die Umsetzung von 2000 AC-Ladepunkten in bis zu 20 Märkten an Reisezielen wie zum Beispiel Hotels. Generell gilt: Die Abrechnung des Ladens eines Porsche Taycan (2019) erfolgt, Anbieter-übergreifend, zentral über den Hersteller selbst.

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Porsche Taycan (2019) im Video:

 
 

Porsche Taycan fährt Nürburgring-Rekord

Nach Angaben des Sportwagenbauers fuhr der Porsche Taycan (2019) in der Klasse für viertürige vollelektrische Sportwagen einen Nürburgring-Nordschleifen-Rekord. Mit einem Vorserienmodell bezwang Testfahrer Lars Kern die 20,6 Kilometer lange Grüne Hölle in 7:42 Minuten. "Dass der Taycan auch Rundstrecke kann, hat er hier – auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt – überzeugend unter Beweis gestellt", so Kern. "Ich bin immer wieder beeindruckt, wie ruhig der Elektro-Sportwagen in Highspeed-Passagen wie dem Kesselchen liegt und wie neutral er aus engen Passagen wie dem Adenauer Forst herausbeschleunigt." Entwicklungsingenieure hatten den Porsche Taycan (2019) bis dato am Fahrsimulator virtuell über die Nürburgring-Nordschleife gefahren, um die Rundstrecken-Performance des Elektro-Sportlers zu erproben und zu bewerten. Nun also folgte der Praxis-Test. Mehr zum Thema: Die Top-16 der Nürburgring-Rekorde

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