Vorstellung

Porsche 959 als Speedster: Ein einzigartiges Exemplar

Ein ganz besonderes Sammlerstück, das aus einem schweren Unfall ein zweites, einzigartiges Leben erhielt: der Porsche 959 „Speedster“. Über 4000 Stunden Handarbeit schufen ein offenes Unikat mit Soft- wie Hardtop und in Grand-Prix-Weiß – ein Traum für jeden Porschefan.

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Der Porsche 959 Speedster statisch von oben fotografiert.
4000 Arbeitsstunden investierte Karl-Heinz „Charlie“ Feustel, seines Zeichens Porsche-Rennfahrer und Karosserie-Meister, in eine radikale Neuschöpfung: in den Porsche 959 Speedster! Foto: RM Sotheby's
Porsche 959 Speedster statisch von rechts fotografiert.
Der „Speedster“-Umbau wurde auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 1989 in Frankfurt und der Essen Motor Show 1989 ausgestellt. Foto: RM Sotheby's
Porsche 959 Speedster statisch von schräg oben fotografiert
Der Wagen verfügt neben einem abnehmbaren Hardtop auch über ein elektrisch betriebenes Stoffverdeck. Foto: RM Sotheby's
Porsche 959 Speedster von hinten rechts zum Fahrer fotografiert
Dazu kam ein blaues Lederinterieur mit den typischen Dreifarb-Streifen. Foto: RM Sotheby's
Porsche 959 Speedster statisch von oben links fotografiert
Dem Interieur sieht man die Laufleistung von knapp unter 9000 km an – im positiven Sinne, natürlich. Foto: RM Sotheby's
Porsche 959 Speedster statisch über der Motorhaube fotografiert
Trotz des Umbaus blieb die Technik original. Foto: RM Sotheby's
Porsche 959 Speedster statisch von vorne fotografiert
2025 wurde der Speedster mit einer Laufleistung von gerade einmal 8304 km bei RM Sotheby's in Mailand für exakt 1.298.750 Euro verkauft. Foto: RM Sotheby's
Porsche 959 Speedster statisch hinten schräg oben fotografiert
Kein Wunder: Mit nur 292 gebauten Exemplaren (1986-1988) ist schon der 959 rar gesät, aber als offener Supersportwagen sticht er als eine Art Mythos heraus. Foto: RM Sotheby's

Porsche 959 Speedster: Die dramatische Geschichte

Diesen Porsche 959 gab es so zuvor nicht auf den Straßen zu sehen. Der Grund: Ab Werk konnte man ihn nie als offene Variante bestellen. Aus einem schwer verunfallten Supersportler wurde ein handwerkliches Meisterwerk, aus einem „gewöhnlichen“ Porsche 959 so der weltweit einzigartige 959 Speedster.

Am 6. November 1987 rollte ein silbermetallic-farbener Porsche 959 „Komfort“ (Chassis WP0ZZZ95ZHS900142) mit zweifarbigem Lederinterieur (Cashmere-Beige/Schwarz) aus dem Porsche-Werk in Stuttgart-Zuffenhausen. Am 23. November wurde er auf Jürgen Lässig, Le-Mans-Zweiter von 1987, zugelassen. Nach wenigen Tausend Kilometern ereilte den roten Flitzer 1988 ein schweres Schicksal: Ein Frontalcrash mit einem Audi 80 zerstörte Dach und rechte Seite des Wagens.

Statt ihn auf den Schrott zu schieben, entschied sich Karl-Heinz „Charlie“ Feustel, seines Zeichens Porsche-Rennfahrer und Karosserie-Meister, für eine radikale Neuschöpfung. Mit zwei Helfern investierte er über 4000 Stunden in den Umbau zum Speedster: Dach weg, perfekte Passgenauigkeit, elektrisch betriebenes Stoffverdeck und abnehmbares Hardtop samt Transportbox. Lackiert wurde der offene 959 in Grand-Prix-Weiß, dazu kam ein blaues Lederinterieur mit den typischen Dreifarb-Streifen.

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Bei RM Sotheby's für exakt 1,3 Mio. Euro verkauft

1989 präsentiert auf der IAA Frankfurt am Stand von Auto Becker und im Dezember 1992 auf der Essen Motor Show, ging der Speedster gegen eine damals äußerst stolze Summe von 1,2 Mio. Dollar an den Sammler Dr. Klaus Berg. Anschließend wechselte er im Jahr 2008 zum aktuellen Besitzer.

2025 wurde der Speedster mit einer Laufleistung von gerade einmal 8304 km bei RM Sotheby's in Mailand für exakt 1.298.750 Euro verkauft. Der Schätzpreis lag zwischen 1,1 und 1,5 Mio. Euro. Kein Wunder: Mit nur 292 gebauten Exemplaren (1986-1988) ist schon der 959 rar gesät, aber als offener Supersportwagen sticht er als eine Art Mythos heraus.