Opel Astra L Facelift: Das kann der 2026er Kompakt-Diesel
Der Opel Astra L ist als Facelift zurück – und das weiterhin mit 1,5-l-Diesel im Sortiment. Eine Testfahrt im 2026er Selbstzünder-Modell.
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Testfahrt im Opel Astra Facelift (2026)
Ob Hyundai i30, Mazda3 oder Toyota Corolla – besonders die Konkurrenz aus Fernost hat dem Selbstzünder in der Kompaktklasse abgeschworen. Neben dem traditionellen Platzhirsch VW Golf stehen allerdings nach wie vor auch die Stellantis-Brüder Peugeot 308 und Opel Astra als Selbstzünder im Konfigurator. Letzterer ist seit Anfang 2026 auch als Facelift der inzwischen sechsten Generation erhältlich – auch Generation „L“ genannt, weil es sich unter Berücksichtigung des direkten Vorgängers Kadett bereits um die elfte Baureihe handelt.
Insgesamt hat Opel nur behutsam Hand angelegt am Bestseller. Der Electric darf sich über eine vergrößerte Batterie und damit mehr Reichweite freuen, die Verbrennerantriebe bleiben derweil unangetastet. Bedeutet: Die Kundschaft kann zwischen einem 1,2-l-Mildhybrid mit 145 PS (107 kW), einem 1,6-l-Plug-in-Hybrid mit 196 PS (144 kW) sowie 84 km E-Reichweite und dem 1,5-l-Diesel mit 130 PS (96 kW) wählen, in dem wir bei unserer Testfahrt Platz nehmen.
Das Opel Astra Facelift im Video

Überraschend souveräner 1,5-l-Diesel
Im Opel Astra Diesel Facelift überträgt serienmäßig eine Achtstufen-Automatik die Kraft an die Vorderräder. Wer es ganz genau wissen will, schaltet im Manuell-Modus über Schaltwippen hinter dem Lenkrad, wobei der Opel selbst bei höherer Drehzahl nicht in den Automatik-Modus wechselt wie mancher Konkurrent – inwieweit dieses Feature bei einem Alltags-Diesel tatsächlich genutzt wird, sei dahin gestellt, doch es schadet nicht.
Für heutige Verhältnisse wirken 130 PS im Datenblatt eines Kompakten zwar beinahe schwachbrüstig, doch der selbstzündende Vierzylinder des Astra fährt überraschend souverän. Das Klangbild fällt eher rau aus, was wir jedoch bei unserer Testfahrt nicht als aufdringlich empfinden. Vielmehr wirkt der ab 35.040 Euro erhältliche Diesel (Stand: Juli 2026) wie ein solider Alltagsbegleiter, der einen flott von A nach B bringt und übliche Transportaufgaben problemlos bewältigt.
Den rund fünf Liter WLTP-Verbrauch, die Opel für den Astra angibt, konnten wir leider im Zuge unserer knappen Testrunde keinen eigenen Wert entgegensetzen. Im AUTO ZEITUNG-Dauertest genehmigte sich der identisch motorisierte Astra Sports Tourer Vorfacelift vorbildliche 5,6 l Realverbrauch.
Bye, bye, Klavierlack
Eine spannende Neuerung befindet sich im Innenraum des Opel Astra L Facelift: Rüsselsheim hat die umstrittene Klavierlack-Optik von Mittelkonsole und Lenkrad verbannt. Für uns eine überfällige Maßnahme, zumal die grau-mattierten Oberflächen bei unserer Testfahrt einen angenehmeren und hochwertigeren Eindruck hinterlassen (von Fett- und Kratz-Anfälligkeit des alten Materials ganz zu schweigen). Das Bediensystem gefällt weiterhin durch physische Tasten in der Mittelkonsole und am Lenkrad sowie eine klare Menüführung über die jeweils serienmäßigen 10,0-Zoll-Cockpit- und Zentraldisplays.
Das Platzangebot vorne lässt keine Wünsche offen und lädt in Verbindung mit den serienmäßigen neuen „Intelli-Sitzen“ auch zu längeren Touren ein. Etwas enger, aber noch immer akzeptabel geht es im Fond zu, wobei davon abgeraten sei, zwei Personen über 1,85 m Körpergröße hintereinander zu platzieren.
Der Kofferraum fällt selbst im gefahrenen Hatchback geräumig aus, fasst mit 422 bis 1339 m eine Menge Ladung und wirkt obendrein gut nutzbar. Schade: Die Rücksitzbank des klassischen Fünftürers lässt sich lediglich einfach geteilt umklappen und nicht wie beim Kombi im Verhältnis 40:20:40.
Fazit
Fundamental neu ist am Astra nichts, doch für die hierzulande durchaus vorhandene Selbstzünder-Community ist allein der Fortbestand des Diesels eine gute Nachricht. Auf Testfahrt gefällt der 1,5-l-Vierzylinder weiterhin mit Souveränität – und nun auch mit Klavierlack-Abstinenz.
Technische Daten des Opel Astra 1.5 Diesel
AUTO ZEITUNG 16/2026 | Opel Astra 1.5 Diesel |
|---|---|
Technische Daten | |
Motor | 4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel; 1498 cm³; Partikelfilter |
Antrieb | 8-Stufen-Automatik; Vorderrad |
Leistung | 96 kW / 130 PS bei 3750 /min |
Max. Drehmoment | 300 Nm bei 1750 /min |
Karosserie | |
Außenmaße (L / B / H) | 4374 / 2062* / 1460 mm |
EU-Leergewicht / Zuladung | 1438 / 502 kg |
Kofferraumvolumen | 422 – 1399 l |
Fahrleistungen | |
Beschleunigung (0 – 100 km/h) | 10,6 s |
Höchstgeschwindigkeit | 209 km/h |
Verbrauch auf 100 km (WLTP) | 4,9 – 5,0 l D |
Kaufinformationen | |
Grundpreis | 35.040 € |
Marktstart | Im Handel |
Alle Daten Werksangaben; *Breite inklusive Außenspiegel | |



















