Nissan-News (Juli 2021): Logo/Elektro-Strategie Nissan stellt seine Elektro-Strategie vor

von Sven Kötter 02.07.2021
Inhalt
  1. Nissan-News (Juli 2021): Elektro-Strategie "Nissan EV36Zero"
  2. Nissan-News (2020): Neues Markenlogo & Werk in Barcelona soll geschlossen werden
  3. Nissan-News (2019): X-Trail-Produktion von Sunderland nach Japan verlegt

News im Juli 2021: Renault-Partner Nissan stellt seine Elektro-Strategie "Nissan EV36Zero" vor – die Pläne sehen Investitionen in den britischen Standort Sunderland und einen neuen Elektro-Crossover vor. 2020 gab sich der Autobauer neue Markenlogos. Und: Nissan will sein Werk in Barcelona schließen. Dieser Artikel wurde am 02.07.2021 aktualisiert.

 

Nissan-News (Juli 2021): Elektro-Strategie "Nissan EV36Zero"

Nach Allianzpartner Renault hat nun auch Nissan seine Elektro-Strategie "Nissan EV36Zero" vorgestellt: Sie sieht unter anderem vor, ein milliardenschweres Kompetenzzentrum nahe des britischen Nissan-Standorts Sunderland zu errichten. Neben der Fertigungslinie für bis zu 100.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr sieht der Plan auch Initiativen zu erneuerbarer Energien und Batterien vor – ohne dabei ins Detail zu gehen. Mit seinem Batteriepartner Envision AESC und der Stadt Sunderland möchte Nissan zunächst eine Milliarde britische Pfund (rund 1,17 Mrd. Euro) investieren. Das neue Projekt soll 6200 Arbeitsplätze bei Nissan und seinen britischen Zulieferern sichern. Zudem entstehen beim japanischen Automobilhersteller 900 neue Stellen, bei Envision AESC Gigafactory weitere 750. Ziel sei es, neue Batterie mit einer um 30 Prozent höheren Energiedichte für mehr Reichweite und Effizienz zu entwickeln. Diese und die Produktion zahlreiche Fahrzeugteile und -komponenten vor Ort in Großbritannien sollen Elektroautos erschwinglicher machen. Apropos E-Auto: Teil der Elektro-Strategie "Nissan EV36Zero" ist auch ein neuer, rein elektrisch fahrender Crossover, der in Sunderland produziert werden soll. Ob es sich hierbei um den bereits vorgestellten Ariya handelt oder beispielsweise um den Nachfolger des seit 2011 gebauten Nissan Leaf, ist unklar. Das neue Elektroauto baut wie der Ariya auf der CMF-EV-Plattform der Renault-Nissan-Allianz auf. Details zum neuen Crossover, darunter auch Preise und technische Daten, möchten die Japaner:innen kurz vor dem Verkaufsstart bekannt geben.

Elektroauto Nissan Ariya (2021)
Nissan Ariya (2021): Preis & Innenraum Wir haben im Ariya Platz genommen

Der Nissan Qashqai (2021) im Video:

 
 

Nissan-News (2020): Neues Markenlogo & Werk in Barcelona soll geschlossen werden

  • Nissan sprang 2020 auch auf den 2D-Design-Zug auf und verpasste sich ein neues Markenlogo. Das neue Nissan-Logo ist stark reduziert: Ein verschlankter Nissan-Schriftzug wird horizontal umklammert, der bislang prägnante Kreis so auf ein Minimum reduziert. Farbverläufe und Chromeffekte sind passé. Besonders spannend ist die Darstellung auf den Fahrzeugen der Marke. Der neue Nissan Ariya zeigt, dass hier zwar weiterhin ein klassisches Emblem zum Einsatz kommt, als Besonderheit besitzt es allerdings 20 LED, die das neue, reduzierte Logo als Lichtsignatur abbilden. Neben dem neuen Nissan-Markenlogo gibt es zudem ein stilisiertes Retro-Z, das erstmals beim Nachfolger des 370Z zum Einsatz kommt. Auch das "Z" ist im 2D-Design umgesetzt und harmoniert entsprechend mit dem neuen Logo der Marke. Darüber hinaus ist es deutlich vom Logo des 240Z inspiriert, mit dem die Ära der Z-Fahrzeuge 1969 startete.

  • Nachdem Nissan wegen der Corona-Pandemie 2020 tief in die Verlustzone (Bilanztag 31. März 2020: Nettoverlust in Höhe von 5,7 Mrd. Euro) gerutscht ist, sollen die globalen Produktionskapazitäten im Rahmen eines Sanierungsplans in den darauffolgenden drei Jahren um 20 Prozent gesenkt werden. In diesem Zuge wird das Werk in Barcelona (Spanien) geschlossen, wie die Japaner:innen Ende Mai 2020 bekannt gaben. Aktuell sind dort noch rund 3000 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Nach Angaben des spanischen Fernsehens hängen zudem rund 20.000 weitere Arbeitsplätze von dem Werk ab. Die Produktion in Europa werde sich künftig auf das Werk im britischen Sunderland konzentrieren, teilte Nissan weiter mit, Europa künftig aber nicht mehr als Kernmarkt betrachtet. Darüber hinaus teilte der Renault-Partner mit, sich auch aus Südkorea zurückziehen zu wollen. Mit weniger Standorten und Modellen wolle man künftig eine höhere Profitabilität erzielen.

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Nissan-News (2019): X-Trail-Produktion von Sunderland nach Japan verlegt

Nissan lässt den neuen X-Trail nicht wie ursprünglich geplant in Großbritannien bauen, sondern verlegt die Produktion seines SUV-Flaggschiffs für den europäischen Markt nach Japan – auch wegen des bevorstehenden Brexits. Nissans Europa-Chef Gianluca de Ficchy gab an, die Entscheidung sei aus "unternehmerischen Gründen" gefällt worden. Da der X-Trail für andere Märkte bereits in Japan gefertigt werde, könnten so die Investitionskosten verringert werden. Nicht nur der Nissan X-Trail soll zukünftig im japanischen Werk in Kyushu statt im nordenglischen Sunderland produziert werden. Der japanische Autobauer hat außerdem das Aus für die Fertigung von Infiniti-Modellen in Großbritannien bekannt gegeben. Bis Mitte 2019 rollten in der bisher größten Produktionsanlage des Konzerns in Europa die Modelle Q30 und QX30 vom Band. Als Grund hierfür gab Nissan die weltweite Umstrukturierung des Unternehmens an.

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