Nissan: Neues Markenlogo & Werksschließung Barcelona Neues Markenlogo für Nissan

von Sven Kötter 17.07.2020

Die Japaner nutzen seit Mitte Juli 2020 ein neues Markenlogo. Außerdem ist ein Retro-Z im Internet aufgetaucht. Und: Im Zuge eines Sparprogramms will Nissan sein Werk in Barcelona schließen und Europa künftig nicht mehr als Kernmarkt betrachten. Dieser Artikel wurde am 15.07.2020 aktualisiert.

 

Neues Markenlogo für Nissan & Retro-Z im Internet aufgetaucht

Nissan springt nun auch auf den 2D-Design-Zug auf und verpasst sich ein neues Markenlogo. Das neue Nissan-Logo ist stark reduziert: Ein verschlankter Nissan-Schriftzug wird horizontal umklammert, der bislang prägnante Kreis so auf ein Minimum reduziert. Farbverläufe und Chromeffekte sind passé. Auf der deutschen Nissan-Homepage ist das Logo bereits in Verwendung. Besonders spannend wird die Darstellung auf den Fahrzeugen der Marke. Der Nissan Ariya zeigt, dass hier zwar weiterhin ein klassisches Emblem zum Einsatz kommt, als Besonderheit besitzt es allerdings 20 LED, die das neue, reduzierte Logo als Lichtsignatur abbilden. Neben dem neuen Nissan-Markenlogo ist zudem ein Retro-Z aufgetaucht, das erstmals beim Nachfolger des 370Z zum Einsatz kommen könnte. Auch das neue Z ist im 2D-Design umgesetzt und harmoniert entsprechend mit dem neuen Logo der Marke. Darüber hinaus ist es deutlich vom Logo des 240Z inspiriert, mit dem die Ära der Z-Fahrzeuge 1969 startete. Mehr zum Thema: Die Zukunft des Nissan GT-R

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Sparprogramm bei Nissan: Werk in Barcelona soll geschlossen werden

Nachdem Nissan wegen der Corona-Pandemie tief in die Verlustzone gerutscht ist, sollen die globalen Produktionskapazitäten im Rahmen eines Sanierungsplans in den nächsten drei Jahren um 20 Prozent gesenkt werden. In diesem Zuge soll das Werk in Barcelona geschlossen werden, wie die Japaner Ende Mai 2020 bekannt gaben. Aktuell sind dort noch rund 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Angaben des spanischen Fernsehens hängen zudem rund 20.000 weitere Arbeitsplätze von dem Werk ab. Nach Bekanntwerden der geplanten Werksschließung kam es bereits zu Protesten von Nissan-Arbeitern. Im Fernsehen waren brennende Reifen und Möbel vor dem Werk zu sehen. Außerdem blockierten Arbeiter eine Autobahn. Die Generalsekretärin der Gewerkschaft USOC, Maria Recuero, warf Nissan vor, die während der Corona-Krise bestehenden wirtschaftlichen Probleme und Einschränkungen der Protestmöglichkeiten auszunutzen, um "eine Entscheidung mit katastrophalen Folgen in ohnehin für den Arbeitsmarkt schon schweren Zeiten zu verkünden". Die Schließung sei "unverantwortlich". Ähnliche Stimmen kamen aus der Politik. Die Produktion in Europa werde sich künftig auf das Werk im britischen Sunderland konzentieren, teilte Nissan weiter mit. Europa werde aber künftig nicht mehr als Kernmarkt betrachtet. Darüber hinaus teilte der Renault-Partner mit, sich auch aus Südkorea zurückziehen zu wollen. Wie der vom Skandal um den angeklagten und in den Libanon geflohenen Ex-Chef Carlos Ghosn erschütterte Konzern bekanntgab, fiel zum Bilanzstichtag am 31. März 2020 ein heftiger Nettoverlust in Höhe von 5,7 Milliarden Euro an. Mit weniger Standorten und weniger Modellen wolle man künftig eine höhere Profitabilität erzielen.

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