Neuer Skoda Enyaq iV (2021): Erste Testfahrt Erste Testrunde mit dem Skoda Enyaq iV

von Caspar Winkelmann 13.05.2020

Der neue Skoda Enyaq iV (2021) steht als getarnter Prototyp für eine erste Testfahrt bereit. Kann das vollelektrische Mittelklasse-SUV schon überzeugen?

Die erste Testfahrt mit dem neuen Skoda Enyaq iV (2021) findet an einem schneeverregneten Februar-Nachmittag in Irland statt. "Okay, es kann losgehen", knarzt es durch das Walkie-Talkie in der Türablage. Der Skoda vor uns setzt sich in Bewegung und biegt vom Schotterparkplatz auf eine leere Landstraße ab. Fast geräuschlos nehmen wir ebenfalls Fahrt auf, die Ruhe an Bord wird nur durch das spritzende Regenwasser in den Radkästen gestört. Wir sitzen am Steuer eines stark getarnten Prototyps. Das 4,65 Meter lange Mittelklasse-SUV wird, wenn die Tschechen es Anfang 2021 auf den Markt bringen, nach dem City-Flitzer Citigo iV der zweite vollelektrische Skoda sein und der erste, der auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) des VW-Konzerns basiert. "Der Prototyp ist ein 70-Prozent-Auto", meint Skoda-Entwicklungsvorstand Christian Strube, der auf der Rückbank Platz genommen hat. Tatsächlich gibt es etwa in puncto Bremsgefühl noch einiges zu tun: Das Pedal weist keinen klaren Druckpunkt auf – besonders aus niedrigen Geschwindigkeiten verzögert man deshalb mit dem Feingefühl eines mäßig talentierten Fahrschülers. Beim Durchdrücken des Fahrpedals fühlt sich der 204 PS starke Zweitonner zudem eher nach 110 PS an – das gnadenlose Anreißen eines Elektroautos fehlt dem SUV noch. Einmal in Schwung, wähnt man sich dagegen beinahe in einem Serienfahrzeug: Souverän absorbiert der Enyaq iV auch grobe Fahrbahnverwerfungen, wobei das Ansprechverhalten von Vorder- und Hinterachse auch dank der Mehrfachlenker-Bauweise jeweils sehr sensibel ausfällt. Mit seinem niedrigen Schwerpunkt durcheilt der neue Skoda Enyaq iV (2021) außerdem enge Kehren ohne nennenswerte Seitenneigung und lässt sich mit seiner angenehm leichtgängigen Lenkung präzise dirigieren. Mehr zum Thema: Das ist der Skoda Octavia Combi RS iV

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Erste Testfahrt mit dem Skoda Enyaq iV (2021)

Das Raumangebot des neuen Skoda Enyaq iV (2021) überzeugt auf allen Plätzen, im Fond des Fünfsitzers hinterlassen die exzellente Bein- sowie Kopffreiheit einen bleibenden Eindruck, und das Standard-Kofferraumvolumen beträgt stattliche 585 Liter. Plattform und Technik teilt sich der Enyaq iV mit dem VW ID.4, der zuerst sein Debüt feiern wird. Und wie seinen Konzernbruder wird es das SUV, das im tschechischen Stammwerk Mladá Boleslav vom Band läuft, in unterschiedlichen Leistungs- und Batterie-Versionen geben: Das Basismodell mit Hinterradantrieb leistet 150 PS und verfügt über eine 55-kWh-Batterie, das über alle vier Räder angetriebene RS-Topmodell bringt es dank zweier E-Motoren auf 306 PS und speichert eine elektrische Energie von 82 kWh. Dazwischen rangieren drei weitere Leistungsvarianten. Der von uns gefahrene Enyaq iV mit 204 PS, Hinterradantrieb und 82-kWh-Akku soll mit rund 500 Kilometern die höchste Reichweite realisieren. An Schnellladesäulen kann mit maximal 125 kW Strom gezapft werden, sodass der Akku in 40 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen wird. Eine dauerhafte Online-Anbindung, Remote-Funktionen per App oder ein Head-up-Display samt Augmented Reality sorgen in Verbindung mit teilautonomen Fahrfunktionen für ein hochmodernes Fahrerlebnis. Acht Ausstattungslinien mit speziellen Interieur-Details wie olivengegerbten Ledersitzen und recycelten Kunststoffen sollen zudem ein hohes Maß an Individualisierung sicherstellen und gleichzeitig das Thema Nachhaltigkeit betonen. Interessenten können beim Basismodell des neuen Skoda Enyaq iV (2021) mit 55-kWh-Batterie mit einem Grundpreis von etwa 38.000 Euro rechnen.

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Unser Fazit

Gediegener Komfort, üppiges Raumangebot, moderne Konnektivität und bis zu 500 Kilometer Reichweite: Der neue Skoda Enyaq iV (2021) hat, wie die erste Testfahrt zeigt, das Potenzial, ab 2021 einem SUV-affinen Kundenkreis den Einstieg in die E-Mobilität zu ermöglichen – zum verträglichen Einstiegspreis.

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