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Neuer Mercedes-AMG C 63 S Facelift (2018): Erste Testfahrt Mercedes-AMG C 63 S Facelift angetestet

von Johannes Riegsinger 13.09.2019

Der neue Mercedes-AMG C 63 S Facelift (2018) stellt sich einer ersten Testfahrt. Der überarbeitete Schwabe erhielt einen neuen Kühlergrill und eine reaktionsstarke Neunstufen-Automatik.

Spannende Momente bei der ersten Testfahrt im Mercedes-AMG C 63 S sind auf dieser turbulenten Strecke vorprogrammiert, beim Grenzbereich-Wrestling mit der brachialen Drehmomentgewalt des 510 PS/700 Nm starken Vierliter-Biturbo-V8 sollte man viel Talent oder wahlweise etwas Zurückhaltung mitbringen. Dann aber zeigt AMGMann Roland Kreutzer streng aufs Lenkrad des Mercedes-AMG C 63 S Facelift (2018): "Den neuen Drehsteller rechts bis RACE drehen, dann links den Knopf der Traktionskontrolle lange drücken!" Auf dem kleinen Runddisplay am Drehknopf erscheinen mehrere Balken. Kreutzer lächelt: "Die neunstufig regelbare Traktionskontrolle ist aus dem AMG GT R bekannt, jetzt gibt es sie auch im C 63 S. Einfach drehen, und es geht von ultrastabil bis Off. Viel Spaß!" Die Kurzfassung: Den Spaß haben wir. Und wie. Das Mercedes-AMG C 63 S Facelift (2018) geht infernalisch, klingt wie ein Gorilla mit Liebeskummer, lenkt gierig ein, pfeilt ultrastabil durch die langen Ecken und über Sprungkuppen.

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Erste Testfahrt im neuen Mercedes-AMG C 63 S Facelift (2018)

Traktionskontrolle Off ausprobieren ist hinten im blinden Doppellinks-Klippenhechtsprung des Mercedes-AMG C 63 S Facelift (2018) aber gar keine gute Idee. Unter maximaler Entlastung, gleichzeitigem Einlenken sowie folgender Brutalkompression muss die feinfühlige Traktionskontrolle fast zugedreht werden, und trotzdem hat das jetzt serienmäßige E-Differenzial richtig Arbeit. Hier funktioniert eben nur das gute, alte Herantasten an eine perfekte Linie, und auch das lässt das Mercedes-AMG C 63 S Facelift (2018) zu: Gute Lenkung, schöne Balance, sauberes Feedback, die jetzt neun Gangstufen der neuen Automatik schalten unmerklich und blitzschnell. Jetzt aber runter von der Rundstrecke, denn Vollwert-Dynamik war ja noch nie das Problem des aktuellen C 63, Kritik gab es eher beim Thema Fahrkomfort. Zu trocken, zu steifbeinig – er ist am Ende ja eben doch ein Mercedes, da muss das nicht sein. Unter diesem Motto hat sich die AMG-Entwicklungsmannschaft das Fahrwerk vorgenommen und es besonders im Comfort-Modus noch einmal nachgestellt. Siehe da: Der C 63 S kann jetzt auch deutlich gepflegter abrollen. Kurzer Quercheck mit den anderen C 63 S-Varianten: Ja, stimmt so auch für T-Modell, die C 63-Limousine und das formidable Cabrio.

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Technische Daten Mercedes-AMG C 63 S Facelift (2018)

Beschleunigung (0-100 km/h)3,9 Sekunden
Zylinder/ Ventile pro ZylinderV8-Zylinder, 4-Ventiler, Biturbo
Hubraum3982 cm³
Leistung510 PS/700 Nm
Höchstgeschwindigkeit290 km/h
Getriebe/Antrieb9-Stufen-Automatik, Hinterradantrieb
Leergewicht1745 Kilogramm
Verbrauch10,1 Liter/100 Kilometer
CO2- Ausstoß230 Gramm/Kilometer
Grundpreis79.000 Euro

 

von Johannes Riegsinger von Johannes Riegsinger
Unser Fazit

Neues Neunstufen-Getriebe, komfortableres Fahrwerk bei voller Racing-Leidenschaft – noch spannender ist aber die Software: Überarbeitetes ESP mit feinen Sicherheits- bis Fahrspaß-Stufen, Fahrdynamik-Modi von Race bis Glätte (neu), variable Traktionskontrolle. Sehr genial.

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