Mercedes-Rückruf (November 2019): Dieselmotoren Mercedes drohen Rückrufe wegen verdächtiger Abschalteinrichtungen

von AUTO ZEITUNG 29.11.2019
Inhalt
  1. November 2019: Mercedes-Rückruf wegen defekter Gurtschlösser & Manipulationsverdacht
  2. Oktober 2019: Rückruf für Mercedes GLE, GLS und EQC
  3. Oktober 2019: Mercedes muss Hunderttausende Diesel zurückrufen
  4. Juni 2019: Mercedes-Rückruf für Euro-5-Diesel GLK 220 CDI
  5. Mercedes-Rückruf (August 2018/Februar 2019) wegen manipulierter Diesel
  6. Mercedes-Rückruf (Oktober 2017) wegen defekter Kabel/Airbag
  7. Juli 2017: Mercedes ruft Euro 5- und Euro 6-Diesel zurück
  8. Welche Typen sind vom Abgas-Rückruf betrofffen?
  9. April 2017: KBA fordert Mercedes zum Rückruf auf (R1234yf)
  10. März 2017: Mercedes-Rückruf wegen Motor-Blockade
  11. Februar 2017: Mehrere Rückrufe bei Mercedes

Ende November 2019 droht Mercedes der Rückruf Tausender Autos mit Dieselmotoren. Das KBA untersucht derzeit verdächtige Abschalteinrichtungen. Kurz zuvor mussten bereits über 235.000 Fahrzeuge wegen möglicherweise defekter Gurtschlösser zurückgerufen werden. Bereits im Oktober 2019 mussten neben Hunderttausenden Diesel-Autos auch ausgelieferte EQC, GLE und GLS wegen unterschiedlicher Probleme in die Werkstätten. Diese Baureihen sind vom Rückruf betroffen!

Bei Mercedes drohen Ende November 2019 weitere Rückrufe: In einigen Modellen mit Dieselmotoren sollen erneut verdächtige Abschalteinrichtungen in der Abgassteuerung aufgetaucht sein, wie zuerst "Spiegel Online" berichtet hatte. Konkret sollen demnach diesmal kleinere Aggregate betroffen sein, die von Renault erworben und von Mercedes etwa in A- und B-Klasse verbaut wurden. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) untersucht nun die auffällige Software. Nach Spiegel-Informationen könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Behörde weitere Rückrufanordnungen erlässt. Bisherigen Rückrufaktionen ist der Autobauer bislang zwar nachgekommen und hat auch freiwillige Nachrüstungen gestartet – ihre Abschalteinrichtungen sehen die Stuttgarter aber weiterhin als legal an. Mehr zum Thema: Bis zu 11.500 Euro für alte Diesel 

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So verhält man sich bei einem Rückruf (Video):

 
 

November 2019: Mercedes-Rückruf wegen defekter Gurtschlösser & Manipulationsverdacht

Mercedes ruft Mitte November 2019 weltweit über 235.000 Autos verschiedener Baureihen zurück. Grund für den Rückruf ist ein möglicher Defekt der Gurtschlösser, weshalb nach Angaben des KBA auf den Vordersitzen erhöhte Verletzungsgefahr besteht. Demnach könnten die Gurtschlösser der Vordersitze einen korrekt eingerasteten Sicherheitsgurt fälschlicherweise nicht als solchen erkennen. In Folge würden bei einem Unfall dann weder die elektrische noch die pryotechnische Gurtstraffung ausgelöst. Konkret sollen die Mercedes-Modelle C-, E- und G-Klasse sowie CLS, GLC und GT aus dem Produktionszeitraum Juni bis Oktober 2018 von dem Rückruf betroffen sein. Der Check sowie ein eventuell nötiger Tausch der Gurtschlösser soll in der Werkstatt innerhalb von maximal 1,5 Stunden zu erledigen sein. Darüber hinaus hat das KBA einen zweiten Rückruf für weitere rund 37.000 Mercedes-Modelle herausgegeben. Hier könne sich die Zierleiste der Fondtüren lösen. In der Werkstatt lasse sich dieses Problem aber innerhalb einer halben Stunde beheben. 

 

Oktober 2019: Rückruf für Mercedes GLE, GLS und EQC

Mercedes ruft Ende Oktober 2019 weltweit fast 40.000 Modelle von GLE und GLS zurück. Bei von August 2018 bis September 2019 gebauten Fahrzeugen der Baureihe 167 kann sich der Zierstab am Fenstersteg der Fondtüren lösen. Kunden hatten Mercedes darauf aufmerksam gemacht. Betroffene Fahrzeugbesitzer wurden von Mercedes angeschrieben – in Deutschland sind 4029 Mercedes-Fahrer betroffen. Die Nachbesserung in der Werkstatt soll rund 30 Minuten dauern. Ein weiterer Rückruf betrifft das Elektroauto Mercedes EQC (BR 293). Bei von Februar bis Oktober 2019 produzierten Fahrzeugen kann ein Bolzen im Vorderachs-Differentialgetriebe brechen und so die Räder blockieren. Zudem besteht die Gefahr, dass das Getriebegehäuse beschädigt wird und Öl austritt. Von weltweit rund 1700 betroffenen Fahrzeugen sind 571 in Deutschland angemeldet. Der Austausch des elektrischen Antriebsstrangs an der Vorderachse ist von Nöten und wird mit acht Atunden Werkstattaufenthalt veranschlagt. Die fälligen Kosten werden übernommen. Auch hier wird Mercedes die Besitzer der betroffenen EQC-Fahrzeuge schriftlich informieren. 

 

Oktober 2019: Mercedes muss Hunderttausende Diesel zurückrufen

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat im Oktober 2019 den Rückruf Hunderttausender Diesel-Autos von Mercedes wegen einer unzulässigen Abgastechnik angeordnet. In dem entsprechenden Bescheid war die Rede von einer mittleren sechsstelligen Anzahl von Fahrzeugen in Europa, die mit dem schon etwas älteren Euro-5-Dieselmotor mit der Bezeichnung OM651 unterwegs sind. Genauere Angaben machte Daimler nicht. Klar ist jedoch: Der Motor steckt in einer ganzen Reihe von Mercedes-Fahrzeugen quer durch die Modellpalette. Es handelt sich aber um ein älteres Modell, das in aktuellen Baureihen nicht mehr zum Einsatz kommt, die Produktion soll spätestens im Juni 2016 ausgelaufen sein. Zu den jetzt betroffenen Fahrzeugen gehören auch rund 260.000 Transporter des Modells Sprinter. Daimler selbst ist der Auffassung, dass seine Abgastechnik rechtlich in Ordnung sei, und will gegen den Rückrufbescheid Widerspruch einlegen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kritisierte den Autobauer und Konzernchef Ola Källenius derweil scharf: "Der neue Daimler-Vorstandsvorsitzende hat mir vor Monaten versichert, dass er bei unzulässigen Abgastechniken reinen Tisch machen wird. Leider ist das Gegenteil der Fall", so Scheuer gegenüber der "Bild am Sonntag". Darüber hinaus sprach der Minister von "Trickserei" und "Salamitaktik": "Ich empfinde den aktuellen Rückruf von 260 000 Sprinter-Mercedes-Dieselfahrzeugen als Vernebelungsaktion, wenn nach Daimler-Angaben selbst eine mittlere sechsstellige Zahl an Mercedes-Benz-Fahrzeugen in Europa betroffen sind." Daimler müsse dem KBA Daten und Zahlen selbstständig liefern.

 

Juni 2019: Mercedes-Rückruf für Euro-5-Diesel GLK 220 CDI

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat im Juni 2019 den verpflichtenden Rückruf mit Sofortvollzug für rund 60.000 Mercedes GLK 220 in Deutschland angeordnet. Der Grund: Im Rahmen seiner Untersuchungen bei verschiedenen Herstellen habe das KBA bei diesen Modellen der Euro-5-Norm eine unzulässige Abschalteinrichtung der Abgasreinigung festgestellt, erklärte das Bundesverkehrsministerium. Außerdem habe das Amt die Untersuchungen ausgeweitet, da von der beanstandeten "Schadstoff- und Abgasstrategie" auch andere Modelle betroffen sein könnten. Konkret handele es sich um Fahrzeuge mit den Motoren OM 651 und OM 642. Daimler  weist die Vorwürfe einer Manipulation von Abgaswerten jedoch zurück: Man wolle sich juristisch gegen den Betrugsvorwurf wehren, sagte ein Konzernsprecher. Der Verdacht gegen den Mercedes GLK 220 CDI aus den Produktionsjahren 2012 bis 2016 war bereits Mitte April 2019 bekannt geworden. Damals hieß es, das KBA sei im Herbst 2018 auf eine verdächtige Software-Funktion bei dem Motor OM 651 gestoßen. Demzufolge sollen Abgaswerte mithilfe eines Computerprogramms gesenkt worden sein – allerdings nur auf dem Prüfstand und nicht im täglichen Verkehr.

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Mercedes-Rückruf (August 2018/Februar 2019) wegen manipulierter Diesel

Das KBA hat im Februar 2019 in dem seit August 2018 laufenden Mercedes-Rückruf wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung eine neue Freigabe erteilt: Betroffen waren im August 2018 europaweit 690.000 Dieselmodelle, darunter in Deutschland 280.000 Fahrzeuge. Neben dem Transporter Vito (190 CDI, 111 CDI), standen auch die C-Klasse (180 d, 200, 220, 250), die E-Klasse (350 CDI Bluetech), die S-Klasse (300h), der ML (250) und das SUV GLC (220, 250) unter dem Verdacht, unerlaubte Abschalteinrichtungen verbaut zu haben. Mercedes musste für die betroffenen Modelle ein Software-Update entwickeln und vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) freigeben lassen. Daimler bestreitet den Vorwurf nach wie vor und möchte diesen vor Gericht klären lassen. Auch gegen den angeordneten Rückruf von 4923 Vito mit 1,6-Liter-Dieselmotor Widerspruch legte Mercedes Widerspruch ein. Mitte Mai 2018 hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wegen des Vorwurfs von illegaler Abgastechnik den Rückruf der Fahrzeuge angeordnet. Betroffen waren zu diesem Zeitpunkt 1372 Fahrzeuge des Modells Vito 1.6 Diesel Euro 6 in Deutschland und 4923 weltweit. Nach Rechtsauslegung der Behörde entspricht die spezifische Programmierung von zwei Funktionen in der Motorsteuerung des Fahrzeugs nicht den geltenden Vorschriften. 

 

Mercedes-Rückruf (Oktober 2017) wegen defekter Kabel/Airbag

Wegen defekter Kabel an der Lenksäule rief Mercedes im Oktober 2017 weltweit mehr als eine Million Autos in die Werkstätten zurück. Darunter seien 400.000 Fahrzeuge verschiedener Baureihen in Großbritannien und mehrere Hunderttausend in Deutschland, sagte ein Daimler-Sprecher am Montag, 16. Oktober 2017, in Stuttgart. Bei einigen Dutzend Autos war der Airbag scheinbar grundlos ausgelöst worden. Dies lag an einer Fehlerkette, die mit defekten Kabeln zusammenhing: Eine statische Aufladung durch Lenkbewegungen konnte im Fall eines Kabelbruchs nicht richtig abgeleitet werden. Als Ergebnis wurde fälschlicherweise der Airbag ausgelöst. Das Problem werde behoben durch eine "ausreichende Erdung der Lenksäule", die Spannung werde sich also wieder richtig entladen können, sagte der Sprecher. Man habe die Behörden verschiedener Staaten in der vergangenen Woche informiert. Der Rückruf werde in den zeitnah beginnen, wenn die entsprechenden Ersatzteile vorliegen. Mehr zum Thema: "Auffälligkeiten" bei neuer VW-Abgassoftware

 

Juli 2017: Mercedes ruft Euro 5- und Euro 6-Diesel zurück

Nachdem sich Mercedes weiterhin den Manipulationsvorwürfen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) ausgesetzt sieht, ordnente die Schwaben im Sommer 2017 einen großen Rückruf an. Insgesamt drei Millionen Fahrzeuge mit Dieselmotoren der Norm Euro 5 und 6 ruft der Konzern zurück. Das sind nahezu alle Autos und Nutzfahrzeuge dieser Abgasnormen in Europa. Die Halter der betroffenen Fahrzeuge werden über den Rückruf informiert. In der Werktstatt werden dann Software-Änderungen vorgenommen, welche für die Besitzer kostenlos sind. Die Dauer der Nachbesserung wird etwa eine Stunde betragen. Hintergrund für den Rückruf sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Diese wirft dem Unternehmen vor zwischen 2008 und 2016 Motoren mit der Kennung OM 642 und OM 651 mit "Abschalteinrichtungen" versehen zu haben. Bisher konnten die Vorwürfe nicht nachgewiesen werden und das KBA wird von Seiten des Daimler-Konzerns diesbezüglich scharf kritisiert. Die Umrüstung der zurückgerufenen Mercedes soll den Schadstoffausstoß verringern. Der Rückruf resultiert aus einer Einigung des Konzerns mit dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA): Mercedes hatte eingewilligt die von den Abgas-Vorwürfen betroffenen Fahrzeuge freiwillig zurückzurufen. Zunächst beschränkte sich der Rückruf auf 270.000 Fahrzeuge aus der Kompakt- und der V-Klasse. Jetzt wurde der Rückruf im Rahmen des "Zukunftsplans für Dieselantriebe" auf drei Millionen erweitert.

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Welche Typen sind vom Abgas-Rückruf betrofffen?

Im Fokus stehen Pkw aller Serien, SUV und Kleintransporter von Mercedes, in denen die Motoren mit der Kennung OM 642 und OM 651 verbaut wurden. Noch gibt es von Daimler keine offizielle Bestätigung, welche Baureihen konkret betroffen sind, jedoch wurden Motoren vom Typ OM 642 ab 2005 beispielsweise in der C-Klasse 203 verwendet. Ebenfalls 2005 wurde der Motor OM 642 in der E-Klasse der Baureihe 211 (Betroffene Modelle: E 280 CDI und E 320 CDI) eingebaut. 2010 erhielten unter anderem 350-CDI-Modelle der S-Klasse, R-Klasse und E-Klasse  eine leistungsgesteigerte Variante des Motors, der die Typenkennung OM 642 LS trägt. Motoren vom Typ OM 651 fanden ab 2008 zum Beispiel in den C-Klasse-Modellen der Baureihe 204 und später 205, etwa im Mercedes-Benz C 250 CDI BlueEFFICIENCY, Verwendung. Auch Mercedes GLK und die E-Klasse Baureihe 212/207 sind betroffen. Die höchste Ausbaustufe des OM 651 wird seit 2010 in der S-Klasse angeboten, seit 2011 ebenfalls in der B-Klasse. Eine vollständige Auflistung aller betroffenen Modelle ist noch nicht verfügbar.

 

April 2017: KBA fordert Mercedes zum Rückruf auf (R1234yf)

Wegen des Kältemittels in der Klimaanlage muss Mercedes deutschlandweit knapp 134.000 Autos zurückrufen. Das fordert zumindest das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Der Grund: Die betroffenen Fahrzeuge sind noch mit dem mittlerweile für Neuwagen verbotenem Kältemittel R134a ausgerüstet. Das KBA fordert von Mercedes die alte Chemikalie zu entfernen und stattdessen die Nachfolger-Substanz R1234yf einzufüllen. Mercedes selbst hat laut einem Sprecher aber bereits Widerspruch gegen die Forderung eingelegt. Von der Rückruf-Aktion betroffen sind die Modelle der A-, B-, C-, S-Klasse sowie SL und CLA, die im ersten Halbjahr 2013 produziert wurden. Bisher hatte sich der Konzern gegen das neue Kältemittel gesperrt. In eigenen Tests soll das Kältemittel zu Bränden im Motorraum unter Freisetzung giftiger Stoffe geführt haben.

 

März 2017: Mercedes-Rückruf wegen Motor-Blockade

Erst im März 2017 betraf eine weltweite Rückrufaktion von Mercedes rund eine Million Fahrzeuge, darunter Autos der A-, B-, C- und E-Klasse, sowie die Modelle CLA, GLA und GLC. Grund für den Rückruf ist eine mögliche Motor-Blockade, die bei erneutem Startversuch zu einer Überhitzung des Startstrom-Begrenzer führen könne. Im schlimmsten Fall würde dies zu einem Brand im Motorraum führen. Dieser Defekt kann bei Autos der Modelljahrgänge 2015 bis 2017 auftreten, wobei in Deutschland etwa 150.000 Autos betroffen sind. Mercedes-Modelle aus den USA werden in einer Stückzahl von etwa 300.000 Fahrzeugen zurück in die Werkstatt gerufen.

 

Februar 2017: Mehrere Rückrufe bei Mercedes

Bei A-, B-, C- und E-Klasse, sowie CLA, GLA und CLC ist es in rund 50 Fällen zum Schmelzen von Plastikverkleidungen im Motorraum der betroffenen Modelle gekommen, hin und wieder auch zu Rauchentwicklung und Feuer. Im Juni 2016 erfuhr Mercedes erstmals von den Vorkommnissen, entschied sich aber erst im Februar 2017 aufgrund möglicher Sicherheitsmängel für eine Rückrufaktion. Das Umrüsten der betroffenen Fahrzeuge ist indessen nur Makulatur. Laut einem Daimler-Sprecher kann der Defekt durch den Einbau einer neuen Sicherung binnen einer Stunde behoben werden. Schon Anfang Februar mussten neun Baureihen zurück in die Werkstatt: Bei der C-Klasse, der E-Klasse (Coupé), der S-Klasse und dem SL kann laut Mercedes-Pressesprecher eine fehlerhafte Verschweißung im Steuergerät zum Ausfall der Servolenkung kommen. Hier sind die Modelle aus dem Zeitraum August 2012 bis Oktober 2015 betroffen. Der Austausch dauert laut Mercedes rund 3,5 Stunden. Der zweite Rückruf betrifft die Modellreihen Mercedes ML, GL, GLE (Coupé) und GLS aus dem Produktionszeitraum Juli 2014 bis September 2016. Leichte und stillsitzende Beifahrer können vom Sensor unter Umständen als Kindersitz interpretiert werden, sodass in der Folge der Beifahrer-Airbag deaktiviert wird. Hier kann ein halbstündiger Software-Update das Problem lösen. Ebenfalls bei Mercedes ML, GL, GLE (Coupé) und GLS – produziert in der Zeit vom Juli 2014 bis September 2016 – sowie bei der Mercedes R-Klasse (September 2014 bis März 2015) müssen die Achsschrauben sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse ausgetauscht werden. Hier kann es zu einem Bruch der Schrauben kommen. Für den Austausch sind drei Stunden vorgesehen.

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