Mercedes Drift Limo: E-Klasse-Bestattungswagen mit 1000 PS
Früher war dieser Mercedes E 240 als Bestattungsfahrzeug im Einsatz, heute beerdigt er nur noch Hinterreifen. Ein Brite baute die verlängerte E-Klasse (V210) zum 1000-PS-Driftmobil samt sechs Schalensitzen auf.
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Vom Bestattungswagen zum Driftmobil? Einen derart drastischen Berufswechsel erlebte sonst wohl nur Walther White in "Breaking Bad". Aber auch auf automobiler Ebene kann der Quereinstieg gelingen, besonders oder selbst dann, wenn man dafür auch noch sechs Türen zur Verfügung hat. Ihre Karriere begann die hier gezeigte V210er-Limousine – das V steht für die verlängerte E-Klassen-Variante – 1999 als Mercedes E 240 Automatik (Kaufberatung zur Mercedes E-Klasse W210). Ursprünglich war sie schwarz lackiert und für ein Bestattungsunternehmen im Einsatz. Mit Hinblick auf den Stufenheck-Aufbau und die reiche Bestuhlung allerdings wohl eher als Friedhofs-Shuttle denn als Leichenwagen.
Auto-Nerd "Backfire Brad" aus Großbritannien entdeckte den ausrangierten Benz für umgerechnet 2300 Euro auf Facebook Marketplace und schlug sofort zu. Denn zufällig suchte er gerade ein Drift-Projekt, das sieben Monate später auf der Tuning-Messe SEMA in Las Vegas (USA) vom 4. bis 7. November ausgestellt werden soll (Das waren die Highlights der SEMA 2024). Wegen der Verschiffung und einem anschließendem 5000-km-Roadtrip durch die USA für einen guten Zweck blieben ihm unterm Strich nur vier Monate, um aus dem extralangen Benz ein reifenmordendes Showcar zu basteln.
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Der Mercedes 560 SEC von Bruno Sacco im Fahrbericht (Video):

Früher Bestattungswagen, heute Drift Limo: Mercedes E-Klasse mit 1000 PS
Wie so ziemlich jeder PS-schwangere Umbau beginnt auch die Mercedes Drift Limo mit einem Wechsel auf den legendären Chevrolet-LS-Motor. Der millionenfach gebaute Smallblock-V8 (Unterschied zwischen Small- und Bigblock erklärt) macht selbst die wildesten Tunings klaglos mit und erstarkt im ehemaligen Bestattungsfahrzeug dank zweier halb durch die Motorhaube ragenden XXL-Turbos auf weit mehr als 1000 PS (735 kW). Dazu gesellen sich nicht näher beschriebene Modifikationen wie ein manuelles Getriebe, eine völlig neue Aufhängung, Motorsport-Bremsen sowie eine hydraulische Fly-Off-Handbremse.
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Optisch steht die Mercedes Drift Limo ihrem PS-Upgrade kaum nach: So ließ Backfire Brad den Benz in Gelb mit lila Akzenten und einem Flickenteppich an (Möchtegern-)Sponsoren folieren. Nicht nur farblich passen dazu die mäßig sitzenden Budget-Heckleuchten. Der Größe und Absurdität des Projekts wird derweil der Heckspoiler (Diese Spoiler-Typen gibt es) absolut gerecht. Außerdem entschied sich der Brite offensichtlich gegen Kotflügelverbreiterungen, um die weit aus den Radhäusern gespreizte Vorderachse standesgemäß präsentieren zu können. Was man von außen leider wegen der halbseidenen Scheibentönung nicht erkennen kann: Im Innenraum reihen sich gleich sechs lilafarbene Schalensitze aneinander. Ansonsten ist Nacktheit Trumpf, wie das leergeräumte Cockpit mit zweckmäßiger Drift-Ausstattung untermauert.












