500x/EcoSport/Kona/Captur/C-HR/T-Cross: Test Der große Vergleichstest der City-SUV

von Markus Schönfeld 13.12.2019
Inhalt
  1. VW T-Cross im Vergleichstest mit Fiat 500x, Ford EcoSport, Hyundai Kona, Renault Captur und Toyota C-HR
  2. Wenig Platz im Fiat 500X
  3. Das Facelift tat dem Ford EcoSport gut
  4. Im Vergleich ist Hyundai Kona Bester bei Kostenbilanz  
  5. Renault Captur glänzt im Vergleichstest mit Fahrkomfort
  6. Im Vergleich punktet Toyota C-HR mit Sicherheitsausstattung
  7. VW T-Cross im Vergleichstest Spitze bei der Fahrdynamik
  8. Messwerte & technische Daten: Fiat 500X 1.0 FireFly Turbo, Ford EcoSport 1.0 EcoBoost, Hyundai Kona 1.0 T-GDI, Renault Captur TCe 130, Toyota C-HR 1.2 Turbo und VW T-Cross 1.0 TSI

Der neue VW T-Cross heizt die Beliebtheit der City-SUV weiter an. Fehler darf sich der Neue aber nicht leisten, denn die Konkurrenten sind stark und bereits etabliert. Käufer dagegen können in dieser Klasse nicht viel falsch machen, wie unser Vergleichstest mit Fiat 500X, Ford EcoSport, Hyundai Kona, Renault Captur, Toyota C-HR und VW T-Cross zeigt.

 

VW T-Cross im Vergleichstest mit Fiat 500x, Ford EcoSport, Hyundai Kona, Renault Captur und Toyota C-HR

Gesamtbewertung
(max. Punkte)
Fiat 500X
1.0 FireFly Turbo
Ford EcoSport 1.0 EcoBoostHyundai Kona
1.0 T-GDI
Karosserie (1000)513514541
Fahrkomfort (1000)667678686
Motor/Getriebe (1000)609617615
Fahrdynamik (1000)582588612
Eigenschaftswertung (4000)237123972454
Kosten/Umwelt (1000)479474515
Gesamtwertung (5000)285028712969
Platzierung652
Gesamtbewertung
(max. Punkte)
Renault Captur
TCe 130
Toyota C-HR
1.2 Turbo
VW T-Cross
1.0 TSI
Karosserie (1000)525519585
Fahrkomfort (1000)703667703
Motor/Getriebe (1000)663637650
Fahrdynamik (1000)571603633
Eigenschaftswertung (4000)246224262571
Kosten/Umwelt (1000)485447476
Gesamtwertung (5000)294728733047
Platzierung341

 

Wenig Platz im Fiat 500X

Dass man eine Modellreihe erfolgreich ausbauen kann, hat der Fiat 500X bewiesen. Das italienische SUV im Look der Kleinwagenlegende kommt gut an und trägt einen großen Teil zum riesigen Erfolg der 500er-Baureihe bei. Nach fünf Produktionsjahren wird es aber langsam Zeit für eine Generalüberholung. Auch wenn der Italiener von außen bullig dasteht, fehlt es im Innenraum an Platz. Nur der schmal geschnittene Ford EcoSport und das verbaute Interieur des Toyota C-HR engen die Insassen im Vergleichstest vorn stärker ein. Auch die Platzverhältnisse im Fond überzeugen nicht – und das, obwohl der Fiat mit 4,27 Metern gut 16 Zentimeter länger ist als der hinten geradezu großzügig geschnittene VW T-Cross. Der lange Italiener kann aber auch mit seinem Ko­fferraumvolumen von 350 bis 1000 Litern den VW (455 und 1281 Liter) nicht toppen – in Turin stand die Form wohl eher vor der Funktion. Stil zählt in Italien einfach mehr als nackte Zahlen. Und den zeigt der 500er im Innenraum: Während die Konkurrenz auf triste Hartplastikflächen mit dem Charme eines Lieferwagens setzt, spendiert Fiat seinem Star lackierte Cockpiteinlagen und aufgeschäumte Kunststoffoberflächen, die ein deutlich hochwertigeres Ambiente scha­ffen. Weniger Engagement zeigen die Italiener bei der Sicherheitsausstattung. Zum einen f­ällt das Angebot an Assistenzsystemen recht bescheiden aus, zum anderen sind sie nur gegen Aufpreis erhältlich. Auch beim Federungskomfort gibt sich der 500er lustlos. Die Karosserie ist selbst durch kleine Stöße permanent in Bewegung. Einen motivierteren Eindruck hinterlässt der Dreizylinder-Turbo. Beim spontanen Tritt aufs Gas geht er deutlich engagierter ans Werk als die Rivalen. Selbst der stärkere Renault Captur kann ihm hier nicht wegfahren. Den Preis dafür zahlt man an der Tankstelle mit satten 8,6 Liter auf 100 Kilometern – fast zwei Liter mehr als der genügsame VW. Dafür stimmt der Preis, nur der Hyundai Kona macht in diesem Vergleichstest ein besseres Angebot. Gesamtrang sechs.

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Der VW T-Cross im Crashtest (Video):

 
 

Das Facelift tat dem Ford EcoSport gut

Im Gegensatz zu VW T-Cross oder Hyundai Kona ist das Konzept des hoch bauenden City-Fords schon fast acht Jahre alt. Doch gerade die Modellüberarbeitung von Ende 2017 hat dem Ford EcoSport gutgetan. Die Materialien wirken edler, die Bedienung ist einfacher und die Ausstattung umfangreicher. Geblieben sind die kompakten Abmessungen von 4,10 (Länge) mal 1,77 Metern (Breite). Seine Höhe von 1,65 Metern schafft aber im Innenraum vor allem für die erste Sitzreihe viel Luft. Die aufrechte und hohe Sitzposition auf allen Plätzen gefällt und sorgt trotz der übersichtlichen Dimensionen für ein leichtes Offroad-Gefühl. Gleiches gilt übrigens für das optionale Reserverad (200 Euro) des Ford EcoSport, das stolz an der zur Seite öffnenden Hecktür prangt. Bei so viel Rustikalität enttäuschen die niedrige Zuladung von nur 450 Kilogramm und die geringe Anhängelast von maximal 900 Kilogramm. Das Diesel-Pendant mit gleicher Leistung und Allradantrieb darf immerhin 1100 Kilogramm ziehen. Allen Ford EcoSport-Modellen gemein ist die ausgewogene Fahrwerksabstimmung, die sowohl zu sportlicher als auch zu entspannter Fahrweise passt. Im Vergleich zur Konkurrenz könnte die Geräuschdämmung aber besser sein. Vor allem der Wind pfeift um die aufrechten Flanken der Karosserie. Der hohe Aufbau begrenzt auch die Höchstgeschwindigkeit: Mit maximal 180 km/h sammelt man in diesem durchweg schnelleren Umfeld keine Punkte. Lahm wirkt der nicht einmal 1,3 Tonnen leichte EcoSport deswegen aber nicht. Sein Einliter-Turbo-Dreizylinder passt mit seinem kernigen Klang sehr gut zur Gesamterscheinung. Er spricht gut an, läuft verhältnismäßig kultiviert und lässt sich sein kleines Drehmoment-Defizit im Vergleich kaum anmerken. Zusammen mit der knackigen Schaltung und der guten Lenkung kommt jedenfalls reichlich Fahrspaß auf der Handlingstrecke auf. Freilich gehört der Ford EcoSport in diesem Vergleichstest nicht zu den schnellsten, wohl aber zu den am einfachsten zu beherrschenden City-SUV im Vergleich zu Fiat 500x, Hyundai Kona, Renault Captur, Toyota C-HR und VW T-Cross. Nur der Durchschnittsverbrauch von 8,4 Litern trübt das ansonsten stimmige Bild des EcoBoost-Benziners. Darunter leidet auch die Kostenbilanz. Am Ende landet der Ford auf dem fünften Rang des Vergleichstests.

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Im Vergleich ist Hyundai Kona Bester bei Kostenbilanz  

Auch wenn das extrovertierte Design des Hyundai Kona mit den klar abgesetzten Kunststo­ff-Beplankungen aus diesem Umfeld heraussticht – seine Größe weiß der Koreaner damit bestens zu kaschieren. Im Vergleich wirkt er neben dem hohen Ford EcoSport oder dem stämmigen VW T-Cross jedenfalls fast gedrungen. Dabei gibt es auf den vorderen Plätzen im Hyundai doch den meisten Platz. In der zweiten Reihe und im Ko­fferraum kann er in Sachen Raumangebot aber nicht mit dem VW oder dem Renault Captur mithalten. Wegen der niedrigen Sitzposition und der Kompaktwagen-ähnlichen Form will beim Fahren obendrein auch kein richtiges SUV-Gefühl au­fkommen. Dafür überzeugen Verarbeitungsqualität und Materialauswahl im Kona – vor allem mit dem edlen Styling-Paket (1400 Euro), das sich bei unserem Testwagen mit limonenfarbenen Kontrastnähten in Szene setzt. Apropos Ausstattung: Vom Notbremsassistenten über einen Toter-Winkel-Warner bis hin zum Abstandsregeltempomaten ist bei Hyundai Kona mehr zu haben als in der Klasse üblich. Allerdings kosten die meisten Sicherheitssysteme Aufpreis. In puncto Ergonomie, Geräuschdämmung und Sitzkomfort können die Koreaner ohnehin mit den besten unter den City-SUV mithalten. Sogar die ausgewogene Fahrwerksabstimmung ge­fällt beim Hyundai Kona – bis auf die auf Querfugen oder auf Schlaglöchern etwas schrof­f reagierende Hinterachse. Fahrdynamisch wirkt der Hyundai damit aber trotzdem sehr aufgeweckt. Auch wenn die Beschleunigungswerte (null bis Tempo 100 in 10,9 Sekunden) eher gemütlich sind, hängt der agile Kona mit seiner optionalen 18-Zoll-Bereifung auf dem abgesperrten Rundkurs an der Stoßstange des Spitzenreiters VW T-Cross. Alle anderen Kontrahenten des Vergleichstests lässt er im engen Kurvengeschlängel locker hinter sich. Selbst bei den strapaziösen Bremsprüfungen bleibt er im Spitzenfeld. Das sichert ihm den zweiten Rang im Fahrdynamikkapitel. Erster wird er erwartungsgemäß in der Kostenbilanz – allein durch den niedrigen Einstiegspreis von nur 17.730 Euro, die großzügige Fünf­jahres-Garantie sowie die faire Aufpreispolitik. Und so landet der Hyundai Kona im Vergleichstest mit Fiat 500x, Ford EcoSport, Renault Captur, Toyota C-HR und VW T-Cross verdient auf Platz zwei.

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Renault Captur glänzt im Vergleichstest mit Fahrkomfort

Kurz vor seiner Ablösung zeigt der mittlerweile sechs Jahre alte Renault Captur noch einmal, warum er so erfolgreich ist. Denn gerade seit dem Facelift von 2017 gibt der nur 4,12 Meter lange Franzose ein rundum stimmiges Bild ab. Das Raumangebot ist vorn wie hinten und sogar im Ko­fferraum gut, der Sitzkomfort auf der weichen Polsterung dürfte vielen gefallen, und die Verarbeitungsqualität hinterlässt zumindest keinen billigen Eindruck mehr. Einzig bei der Sicherheitsausstattung gibt es noch viele Lücken, die der kommende Nachfolger füllen darf. Hier hat die Konkurrenz im Vergleichstest mehr moderne Assistenten zu bieten. Beim Fahrkomfort ­fährt der Renault Captur dafür ganz vorn mit. Die Geräuschdämmung ist tadellos, das Fahrwerk gehört in diesem Test zu den sanftesten. Dabei wird es selbst bei stark welligem Untergrund nicht schaukelig, sondern beruhigt den Au­fbau schnell wieder. Und im Gegensatz zu den Pendants von VW oder Hyundai steckt es auch tiefe Schlaglöcher ohne poltrige Geräusche weg. Nachgebessert hat Renault glücklicherweise zudem bei den Benzinern. Anders als bei der Konkurrenz, die hauptsächlich auf Dreizylinder setzt, kommt im Renault Captur ein Vierzylinder-Turbo zum Einsatz. Das neue 1,33 Liter große Triebwerk läuft sehr kultiviert, entfaltet seine Kraft gleichmäßig und gehört trotz des größten Hubraums obendrein zu den sparsamsten im Vergleichstest zwischen Fiat 500x, Ford EcoSport, Hyundai Kona, Renault Captur, Toyota C-HR und VW T-Cross. Mit 131 PS und 220 Newtonmetern bildet es in diesem Sechser-Gespann allerdings auch die Leistungsspitze. Und so knackt der TCe 130 beim Beschleunigen auf Tempo 100 als Einziger die Zehn-Sekunden-Marke. Und trotzdem stehen nach 100 km durchschnittlich nur 7,3 Liter Superbenzin im Protokoll. Bestwertung im Antriebskapitel. Fahrdynamische Ambitionen hegt der Renault Captur dagegen überhaupt nicht. Obwohl das ESP angenehm sanft eingreift, so erstickt es ambitionierte Fahrmanöver doch schon im Keim. Weil auch die leichtgängige Lenkung zu wenig Gefühl übermittelt, fahren dem Renault die Konkurrenten auf dem abgesperrten Rundkurs davon. Dennoch f­ährt der Franzose in diesem Vergleichstest auf einen guten dritten Rang.

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Im Vergleich punktet Toyota C-HR mit Sicherheitsausstattung

Mit einer Gesamtlänge von 4,36 Metern ragt der Toyota C-HR klar aus diesem Vergleichstest heraus. Zum Vergleich: Der Ford EcoSport ist gerade 4,10 Meter lang. Wer jetzt aber den luftigsten Innenraum erwartet, wird vom Japaner enttäuscht. Immerhin kommen auch im sich verjüngenden Heck zwei Erwachsene bequem unter. Die massiven C-Säulen, die winzige Heckscheibe sowie die eigenwillig geformten Gri­ffe der hinteren Türen schirmen den Fond aber gänzlich von der Außenwelt ab. Darunter leidet auch die Rundumsicht. Überhaupt wollte Toyota beim C-HR o­ffenbar alles anders machen als die oft nüchtern gezeichnete Konkurrenz. Und die Japaner haben zumindest in Europa großen Erfolg damit. Selbst das verschachtelte Cockpit mit der gewöhnungsbedürftigen Bedienung und der etwas antiquierten Bildschirmdarstellung auf dem angenehm hoch platzierten Monitor scheint die Kunden nicht abzuschrecken. Überzeugende Argumente liefert der Toyota C-HR dagegen bei der Sicherheitsausstattung mit serienmäßiger Notbremsfunktion, Spurhalter und einem Fernlichtassistenten. Als Antriebsalternative zum C-HR Hybrid bietet Toyota einzig den 1,2 Liter großen Vierzylinder mit Turbolader an. Der ist ausreichend kräftig, um den schwersten Vertreter (1392 kg) im Vergleichstest in 10,7 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen. Trotz des vergleichsweise großen Hubraums scha­fft es der lang übersetzte C-HR aber nicht, bei Zwischensprints in hohen Gängen zu überzeugen: Bei Überholmanövern aus niedrigen Drehzahlen ist er der Langsamste. Wer allerdings fleißig schaltet, kann mit dem Toyota durchaus flott unterwegs sein. Den Handlingkurs umrundet er jedenfalls in der gleichen Zeit wie der deutlich dynamischer abgestimmte Fiat 500X. Nur Hyundai Kona und VW T-Cross eilen schneller durch das Kurvengeschlängel. Weil auch die Bremsleistung nicht unter dem hohen Gewicht leidet, liegt der Toyota C-HR bei der Fahrdynamikwertung im Spitzentrio. Am Ende reicht es aber auch wegen der schlechten Kostenbilanz – er ist mit 21.990 Euro der Teuerste hier – nur für einen vierten Gesamtrang.

Test Toyota C-HR 1.2 Turbo
Toyota C-HR: Test Toyota C-HR mit üppiger Ausstattung

 

VW T-Cross im Vergleichstest Spitze bei der Fahrdynamik

Der VW T-Cross ist zwar kürzer und schmaler als seine Konkurrenten, zeigt aber dafür innen seine wahre Größe. Vorn ist nur der breite Hyundai etwas luftiger geschnitten, im Fond hingegen der T-Cross unschlagbar. Große Türausschnitte erleichtern den Einstieg, der Knieraum lädt dazu ein, die Beine übereinanderzuschlagen, und die hohe Sitzposition sorgt für einen entspannten Kniewinkel. Dass die Fondlehne zudem auch noch die beste Kontur aufweist, macht den T-Cross auch für vier Erwachsene langstreckentauglich – ganz zu schweigen vom mit Abstand im Vergleichstest größten Ko­fferraumvolumen. Zusätzlich kann man noch die Rückbank in Längsrichtung verschieben, und die Beifahrersitzlehne lässt sich auf Wunsch vorklappen – das kürt den VW T-Cross auch noch zum variabelsten Vertreter seiner Klasse in diesem Vergleichstest. Beim Fahrkomfort wird dem VW T-Cross nur der elegant federnde Renault Captur gef­ährlich. Der Franzose steckt Querfugen ein Quäntchen gelassener weg als das mit sportlicher Note arbeitende Fahrwerk des kleinen Wolfsburgers. Auch beim Antrieb ist es der leistungsstarke Franzose, der dem T-Cross davoneilt. Nur der knausrige Umgang mit dem Kraftstoff sorgt dafür, dass der VW im Motorkapitel Tuchfühlung mit dem Captur halten kann. Bei der Fahrdynamik übernimmt der T-Cross im Vergleichstest dann wieder einsam die Spitze. Seine Lenkung arbeitet frei von störenden Einflüssen und bietet dennoch die beste Rückmeldung. Dort, wo der Fiat und der Renault schon stur über die Vorderachse nach außen drängen und die anderen Konkurrenten mit ihrem ESP hadern, liegt der VW noch narrensicher in der Spur. Dass zudem die Bremsen mit steigender Beanspruchung nicht an Wirksamkeit verlieren, sorgt nicht nur für enorm viel Fahrfreude, sondern vermittelt ein hohes Maß an Fahrsicherheit. Auch bei der Sicherheitsausstattung spielt der VW T-Cross in seiner eigenen Liga: Der autonome Notbremsassistent sowie Spurhalte- und Spurwechselassistenten sind ebenso serienmäßig mit an Bord wie der automatische Notruf. Allerdings ist der VW mit allen testrelevanten Extras der Zweitteuerste im Feld. Trotzdem reicht es für ihn zum deutlichen Vergleichstestsieg.

Neuheiten VW T-Cross (2018)
VW T-Cross (2019): Motor & Ausstattung Neuer Topmotor für den T-Cross

 

Messwerte & technische Daten: Fiat 500X 1.0 FireFly Turbo, Ford EcoSport 1.0 EcoBoost, Hyundai Kona 1.0 T-GDI, Renault Captur TCe 130, Toyota C-HR 1.2 Turbo und VW T-Cross 1.0 TSI

AUTO ZEITUNG
18/2019
Fiat 500X
1.0 FireFly Turbo
Ford EcoSport
1.0 EcoBoost
Hyundai Kona
1.0 T-GDI
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.3/4; Turbo3/4; Turbo3/4; Turbo
Hubraum999 cm³998 cm³998 cm³
Leistung88 kW/120 PS92 kW/125 PS88 kW/120 PS
Max. Drehmoment190 Nm170 Nm172 Nm
Getriebe/Antrieb6-Gang, manuell/
Vorderrad
6-Gang, manuell/
Vorderrad
6-Gang, manuell/
Vorderrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1320/1331 kg1274/1280kg1223/1306 kg
Beschleunigung (Test)   
0 - 100 km/h10,6 s10,5 s10,9 s
0 - 150 km/h24,4 s24,8 s26,4 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)188 km/h180 km/h181 km/h
Bremsweg aus 100 km/h kalt/warm (Test)36,5/36,1 m36,4/36,6 m35,6/35,6 m
Verbrauch (Test/WLTP)8,6/6,4 l S/100 km8,4/6,1 l S/100 km7,8/6,1 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Test/WLTP)205/152 g/km200/146 g/km186/146 g/km
Preise
Grundpreis19.190 Euro19.840 Euro17.730 Euro
Testwagenpreis20.190 Euro20.840 Euro18.990 Euro
AUTO ZEITUNG
18/2019
Renault Captur TCe 130Toyota C-HR
1.2 Turbo
VW T-Cross
1.0 TSI
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4; Turbo4/4; Turbo3/4; Turbo
Hubraum1333 cm³1197 cm³999 cm³
Leistung96 kW/131 PS85 kW/116 PS85 kW/115 PS
Max. Drehmoment220 Nm185 Nm200 Nm
Getriebe/Antrieb6-Gang, manuell/
Vorderrad
6-Gang, manuell/
Vorderrad
6-Gang, manuell/
Vorderrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1251/1265 kg1245/1392 kg1175/1249 kg
Beschleunigung (Test)   
0 - 100 km/h9,9 s10,7 s10,5 s
0 - 150 km/h21,2 s25,5 s23,8 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)200 km/h190 km/h193 km/h
Bremsweg aus 100 km/h kalt/warm (Test)35,6/36,2 m35,7/35,8 m35,9/35,2 m
Verbrauch (Test/WLTP)7,3/6,1 l S/100 km7,4/6,5 l S/100 km6,7/5,6 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Test/WLTP)174/146 g/km176/154 g/km159/133 g/km
Preise
Grundpreis20.300 Euro21.990 Euro19.400 Euro
Testwagenpreis20.300 Euro23.219 Euro21.091 Euro

von Markus Schönfeld von Markus Schönfeld
Unser Fazit

Der Vergleichstest zwischen Fiat 500x, Ford EcoSport, Hyundai Kona, Renault Captur, Toyota C-HR und VW T-Cross macht deutlich: Mehr Auto als in der Klasse der City-SUV bekommt man für rund 20.000 Euro nirgendwo. Das zeigt gerade der neue VW T-Cross eindringlich. Just auf dem Markt, demonstriert er bereits ein rundum hohes Maß an Ausgereiftheit. Das betri­fft Raumausnutzung, Variabilität und Verarbeitungsqualität. Fahrdynamisch weist er zudem alle Rivalen in die Schranken. Sieg für den VW. Zweiter wird der Preis-Leistungs-Sieger Hyundai Kona. Er bietet schon für den Einstiegspreis von 17.730 Euro viel fürs Geld, kann fahrdynamisch vorn mitfahren und bietet obendrein den meisten Platz für Fahrer und Beifahrer. Komfortabler federt aber der Renault Captur, der kurz vor seiner Ablösung mit neuem Turbomotor nochmal zur Höchstform aufläuft und hier einen respektablen dritten Platz einfährt. Bei Leistung und Laufkultur liegt der ausgewogene Captur vorn, durch Kurven fahren die anderen dynamischer. Das gilt auch für den Toyota C-HR auf dem vierten Rang. Der eigenwillig geformte Japaner leistet sich abgesehen vom hohen Preis und Gewicht kaum Schwächen und kann sich am Ende sogar knapp vor dem Ford EcoSport behaupten. Der wirkt nach der Modellüberarbeitung sehr ausgewogen, verliert hier aber durch den hohen Verbrauch und die mäßigen Bremsen wichtige Punkte: fünfter Rang. Sechster wird der charismatische Fiat 500X, der weder beim Komfort noch beim Platzangebot überzeugen kann.

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