Porsche 911 GT2 auf Französisch: Citroën DS als Sportwagen
Citroën DS und Porsche 911 haben normalerweise nicht viel mehr gemeinsam als ihre aufrecht stehenden Scheinwerfer. Ein Designer ließ die beiden Ikonen zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen, inklusive Turbo-Heckantrieb aus dem GT2!
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Gegensätzlicher könnten diese beiden Klassiker der Automobilgeschichte kaum sein: Auf der einen Seite die Citroën DS, die bei ihrem Erscheinen 1955 mit mehr Konventionen brach, als es sie in der automobilen Nachkriegszeit eigentlich hätte geben dürfen. Selbst bei ihrer Einstellung 20 Jahre später wirkte sie noch wie ein Ufo auf Rädern. Andererseits der Porsche 911: Er führte das Erbe des 356 konsequent fort und gab sich in den folgenden 60 Jahren höchstens zeitgemäß, aber niemals progressiv oder gar futuristisch. Und dann die Ausprägung: Französische Sänfte trifft auf hyperanaloges Sportgerät. Es braucht also enorm viel Fantasie, um eine würdige Mixtur aus DS und 911 anzufertigen.
Digital-Designer Rostislav Prokop hat den beiden offenbar tief in die aufrecht stehenden Augen geblickt und dabei einen Entwurf entwickelt, der Porsche-Power und Citroën-Avantgarde gleichermaßen abdeckt. Dafür nahm der Tscheche der DS ihre hinteren Türen ab und zeichnete ihr stattdessen saftig ausgestellte Kotflügel ins Blech, auf deren Heckflossen auch ein 59er-Cadillac oder das Batmobil stolz wären. Die großen Luftfänger oberhalb und unterhalb des Flossenansatzes deuten auch schon auf die neue Motoranordnung hin. Unabhängig davon hat Prokop der "Göttin" auch einen repräsentativen Frontgrill samt Doppelwinkel in den dynamisch geformten Stoßfänger gezeichnet.
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Die DS°8 (2025) im Video:

Porsche 911 GT2-Motor und Ferrari-Sitze: Citroën DS im Rennsport-Trimm
LED-injizierte Scheinwerfer gehören zum kleinen Restomod-Einmaleins, ebenso das Schwärzen des Chrom-Ornats. Erfreulicherweise vergriff sich Prokop aber weder an der charakteristischen Dachlinie, noch an den charmanten Heckleuchten, die selbige zum Abschluss bringen. Was unterhalb der Heckscheibe und zwischen den Heckflossen passiert, ist – salopp gesagt – natürlich völlig drüber. Aber um Längen einfallsreicher, als den x-ten Chevy-LS-V8 zwischen die besorgniserregend profilbefreiten Hinterreifen zu quetschen.
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Hier kommen die Porsche-Gene zum Tragen, nämlich in Form des aufgeladenen Sechszylinder-Boxers aus dem 911 GT2. Zwar ist nicht ganz klar, welche Motor-Generation das schwarz-blau-silberne Aggregat darstellen soll. Im Zweifel lohnt sich aber ein Blick zur noch aktuellsten GT2-Ausbaustufe von 2017 mit 700 PS (515 kW). Dessen Irrsinns-Power wird selbstverständlich ausschließlich auf die Hinterräder losgelassen, während sämtliche Nebenprodukte der Verbrennung feinsten Super-Plus-Benzins aus der blau eloxierten Endrohr-Batterie fleuchen.
Die volle Härte muss wohl auch die Besatzung an Bord vertragen, denn die flauschige Hydropneumatik wird im weißen Boliden wohl kaum noch an Bord sein. Dafür erkennen wir durch die Windschutzscheibe Ferrari-Schalensitze und mehr Metallrohre als an einer Erdölraffinerie. Ganz klar: Zu gerne würden wir einmal in dieser Citroën DS Platz nehmen. Nur existiert Rostislav Prokops Vision ausschließlich digital. Vorerst zumindest.










