AUTO ZEITUNG Classic Cars 04/2020: Vorschau Die Themen der neuen Classic Cars

von Volker Koerdt 05.03.2020

Die Themen der AUTO ZEITUNG Classic Cars 04/2020: das Duell Alfa Romeo gegen Audi, alles zum 50-jährigen Jubiläum des Opel Ascona und Traumwagen von Maserati. Weitere Highlights: BMW E3 und Citroën Dyane in der Kaufberatung und ein 24 Seiten starkes Toyota-Extra. Dazu zahlreiche Vergleiche & aktuelle Notierungen!

Dieser Vergleich wäre vor 100 Jahren schon möglich und sogar naheliegend gewesen. 1920 war Audi elf und Alfa Romeo zehn Jahre alt – zwei ambitionierte Hersteller von Sport- und Tourenwagen, die sich im Rennsport erste Lorbeeren verdient hatten. 40 Jahre später, 1960, genoss Alfa Romeo höchstes Ansehen, während Audi beinahe mausetot war. Das stolze Wappen der Mailänder zierte Sportwagenträume wie Giulietta Sprint und 1900 ti, die Vier Ringe dagegen existierten nur noch als Etikett am Kühlergrill der DKW-Zweitakter. Erst 1965 wurde Audi mit Hilfe von Daimler-Benz und Volkswagen reanimiert. Die Wiedergeburt von Audi begann alles andere als sexy: Der Audi 72 als erstes Modell mit Mitteldruckmotor und selbst die Topversion Super 90 rissen die Sportfahrer noch nicht vom Hocker. Audi-Fahrer trugen Hosenträger im Büro, Alfa-Fahrer nur als Gurte auf der Rennstrecke. Wer eine Giulia 1600 ti besaß, fand an den Auto-Union-Fronttrieblern in ihren braven Karosserien wenig Begeisterndes. Doch das Blatt sollte sich schnell wenden. Der erste Audi 100 erntete auch südlich der Alpen Respekt, insbesondere das 100 Coupé S mit seinem geschickt die italienischen Idole zitierenden Design. AUTO ZEITUNG Classic Cars als ePaper lesen

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Große Themen-Vielfalt in der AUTO ZEITUNG Classic Cars 04/2020

Die darauffolgenden Neuheiten von Audi und Alfa Romeo waren maßgeblich für die weitere Entwicklung beider Firmen. Während der Audi 80 ab 1972 ein solides Fundament für den Aufstieg in die Oberklasse legte, leitete ausgerechnet das stückzahlmäßig bedeutendste Modell der Marke Alfa Romeo deren Absturz ein: Der konzeptionell fortschrittliche Alfasud ruinierte mit seinen Durchrostungen ab Werk unser Vertrauen in die Qualität italienischer Autos. Alfa Romeo blieb in der Rolle des Nischenanbieters stecken und konnte dem überzeugenden Konzept jedes neuen Audi nur noch Tradition und Leidenschaft entgegenstellen. In der Zeit ab 1980, als Audi mit Allrad- und Turbo-Technik, Alu Space-Frame, Acht- und sogar Zwölfzylindern ein wahres Feuerwerk abbrannte und nach der Rallye-Revolution auch Le Mans für sich eroberte, versank Alfa Romeo immer tiefer in hausgemachten Problemen. Erst die jüngsten Neuheiten Giulia und Stelvio füllten das in der ruhmreichen Frühzeit formulierte Selbstverständnis der Marke wieder mit Leben. Heute ist der Vergleich dieser beiden Traditionsmarken so spannend wie nie zuvor. Mit drei Duellen zeichnen wir ihre Geschichte nach. Weder Audi noch Alfa Romeo kann dabei seine stärksten Trümpfe ausspielen, denn zur Leidenschaft des klassischen Alfa Spider gab es in Ingolstadt ebenso wenig ein Pendant wie in Mailand zur Ikone des Audi quattro. Der Spannung tut dies allerdings keinen Abbruch. Welche Marke ist Ihr Favorit? Schicken Sie uns ihr leidenschaftlich-logisches Plädoyer per E-Mail an redaktion@classiccars-magazin.de

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