Nomenklatur-Chaos bei Audi: Wird der A5 wieder zum A4?
Audi und das Nomenklatur-Chaos: Der 2024 eingeführte Mittelklasse-Verbrenner sollte Vorreiter einer neuen Benennungslogik werden und steht als Audi A5 bei den Händlern. Anstatt aber die neue Nomenklatur über die gesamte Palette auszurollen, machte Audi einen Rückzieher. Laut CEO Gernot Döllner könnte der A5 bald sogar in A4 zurück-benannt werden.
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Eigentlich sollte der A4-Nachfolger Audi A5 2024 nur der Anfang sein und die restliche Modellpalette ebenfalls die umstrittene neue Nomenklatur erhalten. Die Idee: Verbrenner erhalten ungerade Zahlen (A5, A7), während die traditionellen geraden Ziffern (A4, A6) den elektrischen Modellen vorbehalten bleiben. Wie Audi inzwischen eingeräumt hat, kam die Neuerung nicht gut an bei der Zielgruppe. Die Folge: Ingolstadt mottete die Pläne wieder ein.
Das führte dazu, dass der 2025 eingeführte Audi A6 das traditionelle Label sowohl als Verbrenner als auch als E-Auto trägt. Die verschiedenen Antriebsvarianten werden durch die Kürzel e-tron, e-hybrid, TFSI und TDI differenziert. Nun aber die Gretchenfrage: Wie geht es mit dem A5 weiter, der als einziges Modell mit der bereits eingestampften Nomenklatur in den Verkauf ging?
Audi A5 Limousine und S5 Avant im Video

Die Zukunft des Audi A5
Das australische Magazin Drive veröffentlichte im Februar 2026 einen Artikel, in dem es Audi-CEO Gernot Döllner auf einen möglichen Schritt zurück vom A5 zum A4 anspricht. Die Antwort: „Ja, das ist denkbar – generell ist der A6 der Ankerpunkt, von dem wir in die Zukunft schauen.“ Fakt ist: Orientiert man sich tatsächlich am A6, wäre der Schritt zurück zum A4 unabdingbar. Und: Früher oder später wirkt dieser Schritt nur logisch, da es der Namenspolitik ansonsten an Stringenz fehlt.
Hier stellt sich allerdings die Frage nach dem Zeitpunkt. Denkbar wäre die Rolle rückwärts mit dem ersten Facelift der B10-Generation, das nicht vor 2027 zu erwarten ist. Ein früherer Umschwung wirkt unwahrscheinlich, da 2026 noch der Performance-Ableger des A5 debütieren soll – unseren Informationen nach als RS 5. Unser Tipp: Wenigstens ein bis zwei Jahre wird der Autobauer nach dem RS 5-Debüt ins Land gehen lassen, bevor er den folgenschweren Schritt zum A4 geht.
Quellen
ADAC Autokatalog
Audi
Drive
Eigene Recherche







