50 Jahre AUTO ZEITUNG: Ford-Sicherheit Bei Ford fährt die Sicherheit mit

von Klaus Uckrow 08.05.2019

Ford ist einer der ganz großen Player der Autoindustrie. Auch beim Thema Sicherheit übernimmt der weltweit agierende Konzern oft die Rolle des Vorreiters. Viele Ideen kommen aus dem Kölner Entwicklungszentrum und werden auf der Teststrecke im belgischen Lommel zur Serienreife gebracht.

Allen war klar, dass etwas getan werden musste: In den 60er-Jahren stiegen die Zahlen der Verkehrstoten immer weiter an. 1970 sollte mit mehr als 21.000 Verkehrstoten allein in Deutschland ein trauriger Höhepunkt erreicht werden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr starben noch rund  3300 Menschen auf Deutschlands Straßen – bei einer ungleich höheren Verkehrsdichte. Immer noch viel zu viele. Aber dass es überhaupt zu so einem starken Rückgang kommen konnte, ist neben strengeren Gesetzen, einem schnellerem Rettungswesen und besserer Medizin vor allem den  deutlich sichereren Autos zu verdanken. Dreipunktgurte, crashfestere Karosserien, Bremskraftverstärker, der Schleuderschutz ESP und viele Verbesserungen im Detail haben mitgeholfen, den Blutzoll zu senken. Zu den Sicherheitspionieren zählte von Anfang an Ford. Die seit 1931 in Köln  ansässigen Ford-Werke begannen frühzeitig, ganz massiv in die Sicherheitsforschung zu investieren. Schon 1966 eröffnete der US-Konzern im belgischen Lommel unweit von niederländischer und deutscher Grenze ein eigenes Testgelände. Hier finden auf 320 Hektar bis heute die Fahrversuche von Ford of Europe statt: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 355 Tage im Jahr. ehr zum Thema: 50 Jahre Sicherheit

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Sicherheitstechnik von Ford im 50-Jahre-Special der AUTO ZEITUNG

Neben Komfort und Abstimmung der Fahrwerke geht es auf dem Ford-Testgelände Lommel vor allem um die Sicherheit: Bremstests, Handlingsparcours, Nasshandling, Hochgeschwindigkeitsfahrten. Der Lohn der Mühe: Tester der AUTO ZEITUNG und anderer Fachmedien bescheinigen neuen Ford-Modellen regelmäßig eine herausragende Fahrwerksabstimmung. Den Ford-Ingenieuren gelingt wie kaum anderen Entwicklern bei frontgetriebenen Fahrzeugen der Dreiklang zwischen feinfühligem Komfort, absoluter Fahrsicherheit und fahrdynamischem Potenzial. Aktuelles Beispiel ist der neue Ford Focus, der bei Vergleichstests mit den Kompaktklasse-Rivalen einen Sieg nach dem anderen einfährt. Das schafft er unter anderem durch hervorragende Bremswerte mit Anhaltewegen von rund 33 Metern (Heft 10/2019) und einer sehr modernen sowie umfangreichen Sicherheitsausstattung. Mehr zum Thema: Ford kündigt den Puma an

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Sicherheit: Klima- und Windkanal-Testzentrum von Ford in Merkenich

Hier kommen die Entwickler in Aachen und Köln-Merkenich ins Spiel. Zum 1968 eröffneten Entwicklungszentrum Merkenich gehört eine weitere kleinere Teststrecke, die aber heute kaum genutzt wird – dafür umso häufiger die Anlagen und Schlitten des Crashtest-Zentrums in Merkenich, in das Ford im vergangenen Jahr noch mal 15,5 Mio. Euro investiert hat. Neben kompletten Crashversuchen, die allen weltweiten Standards entsprechen, können auf einem Schlitten ganze Fahrzeuge oder Teile mittels einer 250-Tonnen-Hydraulik auf bis zu 80-fache Erdbeschleunigung katapultiert werden. So entsteht eine Belastung wie bei einem Verkehrsunfall. Damit gelingt es Ford, die oft weltweit vertriebenen Autos fit für die unterschiedlichsten Crashtest-Standards zu machen, die diese mit Bestnoten bestehen. Zu den neuesten Anlagen in Merkenich gehört auch das neue Klima- und Windkanal-Testzentrum, in das der Konzern mehr als 70 Millionen Euro investierte. Hier geht es nicht nur um die Windschlüpfigkeit der Karosserien, sondern auch um die Sicherheit bei extremen Wetterbedingungen. Autos wie der neue Ford Focus sollen bei 41 Grad Hitze genauso zuverlässig funktionieren wie bei minus 40 Grad Kälte in 5200 Meter Höhe. So ist es etwa möglich, die Großglockner-Fahrt eines vollbesetzten Ford Focus mit Anhänger zu simulieren – auf Wunsch auch bei tropischen Temperaturen. Auf reale Testfahrten überall auf dem Globus verzichten die Kölner Entwickler trotzdem nicht. Sicher ist schließlich sicher. Mehr zum Thema: Mustang Hybrid mit V8-Allrad?

50 Jahre 50 Jahre AUTO ZEITUNG: Ford-Design
50 Jahre AUTO ZEITUNG: Ford-Design Das Beste aus zwei Welten

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