Audi A4, Skoda Superb und Co.: 5 VW-Neuheiten bis 2019 Konzernstrategien

06.02.2015
Inhalt
  1. Audi A4: Neuauflage kommt zur IAA 2015
  2. Skoda Octavia IV: Neues, markantes Gesicht
  3. VW Cross Coupé GTE: Mittelgroßes SUV-Coupé für die USA

Der VW-Konzern hat die Rekordmarke von zehn Millionen Autos pro Jahr geknackt – und legt nach. Ausblick auf die Neuheiten Audi A4, den nächsten Skoda Octavia und ein schickes SUV-Coupé

Unter dem Konzerndach der Volkswagen AG hat sich Vielfalt materialisiert. Die pralle Auswahl reicht vom City-Hopser über diverse Supersportwagen bis hin zum Schwerlastwagen süddeutscher oder auch südschwedischer Provenienz. Ein volles Dutzend fein säuberlich differenzierter Marken ist am Start, das beständig neue Nischen zu füllen sucht. Aber nicht nur das. Allergrößte Wachsamkeit gilt konzernweit, sobald es um die Erneuerung der großen Volumenbaureihen geht, mit denen das Geld verdient wird. Die spannende Frage: Was planen Audi, Skoda und die Dreh- und Angel-Marke VW in der Zukunft?

 

Audi A4: Neuauflage kommt zur IAA 2015

Bei Audi gehört dem neuen A4 – er feiert auf der IAA im September Premiere – alle Achtung. Fortschrittliche Technik, sehr gute Anfass- und Verarbeitungsqualität und nach wie vor attraktives Design wecken Begehrlichkeiten. Im Gegensatz zum Konzernkonkurrenten VW Passat basiert der neue Audi A4 nicht auf dem viel zitierten modularen Querbaukasten (MQB), sondern auf dessen Gegenentwurf für längs eingebaute, auf Wunsch auch großvolumige Motoren.

Im Vergleich zum aktuellen Modell (Länge: 4,70 m, Breite: 1,83 m, Höhe 1,43 m) ändern sich die Abmessungen nur geringfügig. Im Innern haben die Entwickler dennoch zusätzliche Millimeter herausgekitzelt. Knie- und Fußraum legen leicht zu, und auch die gefühlte Innenraumbreite wächst moderat. Eine um 80 Millimeter gestreckte Langversion bleibt indes dem chinesischen Markt vorbehalten.

Die auffälligsten Design-Neuerungen betreffen den deutlich trapezförmiger gestalteten Grill, der von extrascharf geschnittenen Scheinwerfern flankiert wird, die entfernt an ein Sichelmotiv erinnern. Erklärtes Ziel der Designer war die optische Breitenbetonung. Querstreben im Grill und den Lufteinlässen sowie eine prägnante Abrisskante am Heck verstärken diesen Eindruck.

Antriebsseitig setzen die Ingolstädter weiterhin auf ein breit gefächertes Angebot. Es reicht vom 1,4-Liter-Benziner mit Zylinderabschaltung (125 PS) bis zum doppelt aufgeladenen 3,0-Liter-V6-Benziner mit mehr als 500 PS. Bei den Dieseln – das Rückgrat bildet der 2.0 TDI mit 136, 163 und 190 PS – geht die Leistung bis hinauf zum 272 PS starken 3,0-Liter-V6. Zu den alternativen  Antrieben zählt eine CNG-Variante (Erdgas). Und schon kurz nach der Markteinführung im November soll ein Plug-in-Hybrid – 2,0-Liter-Benziner plus E-Motor – folgen, der eine Systemleistung von 225 PS bereithält. Elektrische Reichweite: gut 50 Kilometer.

Die nächste Generation des nicht nur hierzulande sehr beliebten Skoda Octavia (2014: 52.620 Einheiten) hat noch etwas Zeit. Damit der Erfolg bleibt, meiden die ebenso boden-ständigen wie cleveren Tschechen technische Risiken und setzen auf das, was die Marke stark gemacht hat: durchdachte Autos zum Leben, faire Preise, bemerkenswerte Qualität. Wenn der nächste Octavia in gut vier Jahren vorgestellt wird, soll ein weiterer Aspekt hinzukommen: markanteres Design.

 

Skoda Octavia IV: Neues, markantes Gesicht

Ein noch früher Entwurf zeigt ein völlig eigenständiges Vier-Augen-Gesicht, das in der Kompaktklasse als echtes Statement wahrgenommen werden dürfte. Auch beim Octavia IV steht die optische Breitenbetonung im Vordergrund. Und tatsächlich wird der bisher 4,66 Meter lange, 1,81 Meter breite und 1,45 Meter hohe, fast schon in die Mittelklasse ragende Spross der MQB-Technik abermals wachsen, sofern zwischenzeitlich ein Konkurrent dem Platzmeister den Rang abzulaufen droht.

Erklärtes Ziel der Produktplaner ist eine abermalige Gewichtsreduzierung. Statt auf exotische und entsprechend teure Hightech-Werkstoffe wie Karbon oder Magnesium setzen die Ingenieure um Entwicklungschef Frank Welsch auf hochfeste und sogenannte „warmumgeformte“ Stähle, die dünner, aber zugleich stabiler sind als herkömmliches Blech. Weiteres Sparpotenzial versprechen die Überarbeitung der Triebwerke – Reduzierung innermotorischer Reibung –, optimiertes Motor-management und Downsizing.

Die Einführung des zuerst im Audi A1 vorgestellten 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziners  gilt  als  sicher. Am anderen Ende der Leistungsskala rangiert der neue Octavia RS, der zumindest in einer Kleinserie als extrem sportlicher und über 300 PS starker „Bonneville“ angeboten werden dürfte. Deutlich früher, nämlich im Sommer, rollt das Flaggschiff der Marke an, der neue Superb (125 bis 280 PS). Der Combi folgt im September.

Star auf dem diesjährigen VW-Stand in Detroit (NAIAS) ist die Studie einer Coupé-Variante des geplanten mittelgroßen SUV, mit dem die Wolfsburger den US-Markt aufmischen wollen. Gegenüber dem als „CrossBlue“ ebenfalls in Studien-Form präsentierten Siebensitzer, der Ende 2016 in Serie gehen soll, zeigt die in „Grand pacific glacier“ lackierte, 4,85 Meter lange, coupéhaft geschnittene Version eine geduckte Dachlinie und einen knackigeren Heckabschluss.

 

VW Cross Coupé GTE: Mittelgroßes SUV-Coupé für die USA

Das große „E“ im Schriftzug steht für den Plug-in-Hybridantrieb. Der imposante Allradler wird von einem Mix aus einem 280 PS starken 3,6-Liter-V6-FSI sowie zwei Elektromotoren mit 55 und 116 PS bewegt – im E-Modus übernehmen Letztere den Antrieb allein. Die Reichweite beträgt bis zu 32 km.

Anfang Februar präsentiert VW den überarbeiteten Caddy. Mit neuer, tiefergezogener Front wirkt der Nützling dann deutlich muskulöser als  bisher. Optional sind künftig Xenon-Scheinwerfer zu haben. Unter dem Blech wurde kräftig aufgeräumt: Das Interieur wirkt hochwertiger als bisher, eine Fülle moderner Assistenzsysteme ist jetzt entweder serienmäßig (City-Notbremsassistent) oder optional (zum Beispiel Spurhalte-Assistent) verfügbar.

Das Navi- und Multimedianangebot orientiert sich an dem des aktuellen VW Polo. Aus dem Golf stammt das unten abgeflachte Lenkrad. Die Motorenpalette reicht bei den Benzinern vom Dreizylinder mit 85 PS bis zum Vierzylinder im 1.4 TSI mit 125 PS. Die Dieselrange geht von 75 PS im 1.6 TDI bis zum 2.0 TDI mit 150 PS. Auch eine Erdgasvariante mit 110 PS wird kommen – ebenso der Allradler 4Motion.

Computerdesign: Jean-François Hubert, DeLusi, Reichel CarDesign

Volker Koerdt, Stefan Miete, Klaus Uckrow

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