E-Autos: Elektroquote in China ab 2018 (Update!) Lösung für deutsche Autobauer

von Alexander Koch 19.07.2017

Für die deutschen Autobauer bahnt sich eine Lösung im Konflikt um die Quote für Elektroautos in China an. Schon 2018 möchten die chinesische Regierung verbindliche Produktionsquoten für den Anteil von Elektroantrieben bei neuen Autos einfordern. Bei Missachtung drohen hohe Strafen!

Der seit längerem schwelende Streit um eine Quote für Elektroautos in China ist einem Pressebericht zufolge für die deutschen Autobauer glimpflich ausgegangen. "In der Frage der NEV-Kreditquote gibt es eine für die deutschen Automobilhersteller zufriedenstellende Lösung", zitierte die Wirtschaftswoche am Mittwoch, 19. Juli 2017, die Deutsche Botschaft in Peking. Mit der NEV-Kreditquote ist ein bestimmter Anteil an elektrisch oder teilelektrisch betriebenen Fahrzeugen gemeint, die Hersteller auf dem chinesischen Markt bei ihren Neuzulassungen erreichen müssen. Ob die Einigung auch für andere ausländische Autobauer gilt, ist unklar. China hatte im vergangenen Jahr einen Entwurf für verbindliche Produktionsquoten für den Anteil von Elektroantrieben bei neuen Autos präsentiert. Eigentlich hatten die deutschen Autohersteller schon geglaubt, die Regeln auch mit Hilfe von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) entschärft zu haben. Demnach sollten die Vorgaben ein Jahr später kommen und die harten Anforderungen zudem mit späteren Jahren zu verrechnen sein. Doch zuletzt sorgte ein überarbeiteter Verordnungsentwurf der chinesischen Beamten für Verwirrung - darin war von Erleichterungen keine Rede mehr. Laut Information der Wirtschaftswoche könnte es nun eine Sonderbehandlung für die deutschen Autobauer geben.

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Elektroquote: China will bis 2018 Quote für E-Autos

Der Markt für Elektroautos in China ist aussichtsreich, denn sie werden bei der Kfz-Zulassung bevorzugt behandelt: Nummernschilder werden einmal monatlich in Peking versteigert, Stromer sind davon ausgekommen. Für weitere Förderung von E-Autos plant die chinesische Regierung, ein Punktesystem einzuführen: Ein gewisser Anteil der gebauten Autos eines Herstellers muss demnach elektrische Antriebe haben. Dabei zählen reine Elektroantriebe tendenziell mehr als Plug-in-Hybride, die mit einem Mix aus Verbrennungs- und Elektromotor fahren. Höhere Reichweiten der E-Autos sorgen ebenfalls für mehr Punkte. Schafft ein Hersteller die Vorgaben nicht, so müssen von anderen Autobauern Punkte gekauft werden. Am Beispiel des VW Konzerns, der momentan rund drei Millionen Autos pro Jahr in China absetzt, müssten davon mindestens 60.000 Elektroautos sein. Erfüllen die Hersteller ihre jeweilige Elektroquote nicht, müssen sie ihre Produktion runterschrauben oder Kreditpunkte von ihren Wettbewerbern kaufen. Mit der Elektroquote will die Volksrepublik vor allem chinesische Hersteller unterstützen. Elektroautos aus chinesischer Produktion werden extra subventioniert – mit einer Prämie von umgerechnet rund 8000 Euro und weiteren regional unterschiedlichen Zuzahlungen. Ziel ist es so, dass bis 2025 80 Prozent der Elektroautos aus chinesischer Produktion stammen. 

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Autoverbände protestieren gegen E-Auto-Quote

Vor kurzem hatten erst die vier größten Autoverbände der Welt in einem Brief an Chinas Industrieminister gegen die geplante Quote für Elektroautos in China protestiert. Der Brief forderte unter anderem mehr Zeit für die Umsetzung der geplanten Quote und eine Abschwächung der geplanten Strafen. Ansonsten werde es "große Störungen und Verlagerungen" in der Autoindustrie geben, schrieben die Verbände der Autohersteller von Europa, den USA, Japan und Südkorea. Aus dem Brief hatte am Donnerstag, 14. Juli 2017, zuerst die "Wirtschaftswoche" zitiert. Mit der Quote müssten ab kommendem Jahr acht Prozent der in China gebauten Autos Elektroautos sein und soll für chinesische und ausländische Autobauer gelten. Verstößt ein Autobauer dagegen, drohen dem Brief zufolge Strafen bis hin zu Produktions-Stilllegung und Importverbot für Nicht-Elektroautos. Diese Strafen seien "beispiellos in ihrer Schärfe", protestierten die Autobauer. Zudem sei das "ambitionierte" Ziel, die Quote 2018 in Kraft zu setzen, "unmöglich einzuhalten". Die Lobbyverbände forderten ein bis drei Jahre mehr Vorlaufzeit. Zudem sei es ungerecht, dass China die heimische E-Auto-Industrie subventioniere, während die ausländischen Hersteller die Quote aus eigener Kraft erfüllen müssten. Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) gehörte nicht zu den Unterzeichnern des Briefes.

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