VW ID.3: IAA 2019 ID.3-Premiere auf der IAA 2019

von Alexander Koch 14.08.2019

Der VW ID.3 zeigt sich als erstes Mitglied der VW-ID.-Familie auf der IAA 2019. Mit bis zu 150 kW starken E-Motoren soll er Mitte 2020 zu den ersten Kunden rollen. Für die Haltbarkeit der Akkus verbürgt sich VW mit einem achtjährigen Garantieversprechen.

Mit dem VW ID.3 zeigen die Wolfsburger auf der IAA 2019 (12. bis 22. September) ein neues Auto für eine neue Ära. Nach Wolfsburger Lesart wird aus dem zumindest als Studie noch äußerst futuristischen Schaustück so etwas wie der Golf der Generation E – ein Elektroauto, so massentauglich wie damals der Käfer oder heute der Golf. Und so erklärt sich auch der Name des ersten Mitglieds der ID.-Familie: Denn nach eigenen Angaben beginnt für die Wolfsburger mit dem ID.3 nach dem Käfer und dem ersten Golf das dritte große Kapitel in der Markengeschichte. Außerdem weist die "3" den elektrischen VW als Vertreter des Kompaktsegments aus – in der branchenweiten Klasseneinteilung ist es die dritte Größenordnung. Mit dem ID.3 will der Konzern aber nicht nur die Folgen des Dieselskandals abschütteln und den Blick endgültig wieder nach vorne richten. Zugleich ist das auch die lange erwartete Retourkutsche gegen Tesla & Co und damit der Versuch, die Deutungshoheit über das Auto auch in der Ära der Akkufahrzeuge zu behalten. Entsprechend deutlich emanzipiert sich auch das Design vom typischen VW-Auftritt, bietet eine Van-artige Front ohne Kühlergrill und mit durchgängiger LED-Leiste. Den technologischen Schlüssel zum VW ID.3 liefert der Modulare Elektrizifizierungsbaukasten MEB, den die Niedersachsen zum neuen Standard ihrer Entwicklung machen. Allein auf die Anforderungen eines Elektroautos zugeschnitten soll er die Kosten drücken und die Reichweiten erhöhen. Ab dem Jahr 2025 will VW rund eine Million MEB-basierter Autos pro Jahr bauen. Mehr zum Thema: So verändert sich die IAA 2019

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VW ID. Roomzz (2021): Motor & Ausstattung Zuwachs für die VW ID.-Familie

VW ID.3 (2020) im Fahrbericht (Video):

 
 

VW ID.3 mit E-Motor auf der IAA 2019

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das für den VW ID.3: Ein bis zu 150 kW starker Heckmotor sowie Akkus mit 45, 58 und 77 kWh. In stärkeren Varianten später auch mit zwei E-Motoren – pro Achse einer. Die Batterie kann zum Marktstart mit bis zu 125 kW und später auch induktiv geladen werden. VW verspricht je nach Batteriegröße Reichweiten von 330 bis 550 Kilometer nach WLTP. Für die Haltbarkeit der Akkus verbürgt sich Volkswagen. Der Konzern verspricht, dass die Batterien des VW ID.3 auch nach acht Jahren beziehungsweise 160.000 Kilometern noch mindesten 70 Prozent nutzbare Kapazität verfügen. Der Preis des ID.3 ist auf dem Niveau eines vergleichbar motorisierten, gut ausgestatteten Golfs, sodass am Ende knapp unter 30.000 Euro für die kleinste Version auf der Rechnung stehen sollen. Dafür gibt es einen Viersitzer, der in weniger als acht Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 160 km/h erreicht. Neben der Reichweite will der ID.3 aber auch mit einem ungeahnten Raumangebot punkten – aus drei Gründen: Der Motor ist platzsparend an der Hinterachse montiert, die Batterien stecken im Wagenboden und der Radstand wächst gegenüber dem Golf um 100 Millimeter. Die ersten Exemplare rollen voraussichtlich Mitte 2020 zu den Kunden. Mehr zum Thema: Das ist das Elektro-SUV VW I.D. Crozz

Fahrbericht VW ID.3 (2020)
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Seat el-Born (2020)
Wie das ID.3-Cockpit aussehen könnte, deutet das Zwillingsmodell Seat el-Born an.  Foto: Seat
 

Pre-Booking für die Sonderedition VW ID.3 gestartet

Seit dem 8. Mai 2019 können sich Interessenten gegen einen Beitrag von 1000 Euro online für einen frühen Produktionstermin des VW ID.3 registrieren, die Bestellphase startet dann kurz nach der IAA im September. Die hierfür konfigurierte Sonderedition ID.3 1st ist auf 30.000 Fahrzeuge limitiert und mit der mittleren, voraussichtlich am meisten nachgefragten Batterie ausgerüstet. Diese soll eine elektrische Reichweite von bis zu 420 Kilometer (WLTP) bieten. Der Preis für die Sonderedition liegt laut VW bei unter 40.000 Euro – vor Abzug der staatlichen Förderung. Je nach Version gehören unter anderem  Sprachsteuerung und Navigationssystem sowie ein Panorama-Glasdach und ein Augmented Reality Head-up-Display zur Ausstattung. Zudem bietet Volkswagen den ID.3-1st-Käufern an, ein Jahr lang kostenlos Strom bis maximal 2000 kWh zu laden. Das Angebot umschließt alle öffentlichen Ladesäulen, die an die Volkswagen Lade-App WeCharge angeschlossen sind. Hinzu kommen Stromzapfpunkte im europaweiten Schnellladenetz von Ionity, an dem Volkswagen beteiligt ist. Mehr zum Thema: Alle Highlights der IAA 2019

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