Diesel-Dampflok: VW Corrado mit 1.9 TDI, 4Motion und 450 PS
Eisenbahn-Fans aufgepasst: Wer schon immer mal eine Dampflok auf der Straße sehen wollte, muss sich nur diesen VW Corrado geben. Ein niederländischer Tuner verpasst dem Coupé einen auf 450 PS aufgeladenen TDI mit Kettenraucher-Mentalität!
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Üblicherweise sind es ja eigentlich US-Pick-ups, die man in ihrem Heimatland ab und zu dabei beobachten darf, wie sie als Coal Roller arglose Toyota Prius in schwarzen Rauchwolken verschwinden lassen. Aber seit Kurzem macht auch in den Niederlanden ein Geschöpf dieser Kategorie die Straßen unsicher. Nur, dass es sich dabei nicht um einen Dreitonnen-Koloss mit Ladefläche bis zum nächsten Walmart handelt, sondern um einen VW Corrado. Das (k)eilige Coupé von 1990 hat Tuner VAGbuilders als Basis für einen äußerst druckvollen Diesel-Umbau (Das ist die Geschichte des Dieselmotors) auserkoren.
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Serienmäßig gabs so eine Maschine nie im damaligen Spitzensportler aus Wolfsburg, aber die Golf-Basis bietet unter der Motorhaube natürlich den nötigen Raum dafür. Als Aggregat setzen die Niederländer auf den Pumpe-Düse-TDI EA188 mit 1,9 l Hubraum, wie er beispielsweise im VW Golf IV und Passat B5 zum Einsatz kam. Sind es im Serientrimm allerhöchstens 160 PS (118 kW), heben den Vierzylinder im Corrado geschmiedete Innereien und ein riesiger Turbolader (So funktioniert ein Turbolader) auf ein völlig anderes Leistungsniveau. Auf 450 PS (331 kW) schätzt ihn sein Erbauer, ohne ihn bislang auf den Prüfstand gerollt zu haben. Eine Nitro-Einspritzung (Wir erklären die Funktionsweise von NOS) soll sogar noch mehr Wucht freisetzen.
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Dunkle Wolken ziehen auf: VW Corrado mit 450 PS starkem 1,9er TDI
Und das Beste? Man kann dem Turbolader mangels Motorhaube zusehen und zuhören, wie er konstante 3,8 bar Ladedruck in die Brennräume presst und der TDI über das wenige Zentimeter entfernte Endrohr mit tiefschwarzen Rauchzeichen um Gnade ruft. Der Diesel-Dampf steht in krassem Kontrast zu dem weiß-türkisen Exterieur des VW Corrado. VAGbuilders hat hier auf einen gecleanten Look mit bösem Blick und Tiefbettfelgen im Stile der 2000er-Jahre gesetzt. Ein zweiter Blick offenbart dann schon breite Semislicks, Plexiglasscheiben und einen Rennkäfig im Inneren.
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Keine Frage, die Urgewalt des Dieseltunings ist nicht zu unterschätzen. Deshalb schweißte VAGbuilders alle werksseitigen Punktschweißungen nochmal durchgängig nach und verpasste dem Corrado ein sequentielles Getriebe. Das verteilt die Kraft wahlweise an die Vorderräder oder auf Knopfdruck über den 4Motion-Allradantrieb des ersten Golf R32 zu 50 Prozent an die Hinterachse. Wie brachial die VW-Dampflok von 0 auf 100 km/h donnert, ist ebenfalls noch nicht gemessen. Aber mit Hinblick auf das Fahrzeuggewicht von lediglich 1140 kg ist "brachial" sicherlich nicht der falsche Ausdruck.
Unter Volllast zerreißt es mehrmals den Ladeluftschlauch
Ein Youtube-Video von Officially Gassed kann das Ausmaß an Wahnsinn schon ganz gut einfangen. Der TDI ist bei jedem Gasbefehl Feuer und Flamme, beim Durchbeschleunigen fluten Selbstzünder-Dämpfe den leergeräumten Innenraum. Bei der Demo-Fahrt lässt es der Besitzer dermaßen krachen, dass es mehrfach den Ladeluftschlauch zerreißt. In weiser Voraussicht, dass so ein hochgezüchteter Diesel jederzeit das Zeitliche segnen kann, hat VAGbuilders schon einen Ersatzmotor in der Pipeline. Bis zum Wechsel wird der VW Corrado aber weiter freudig Chemtrails auf den Straßen hinterlassen, denn tatsächlich ist das Diesel-Coupé sogar zugelassen.













