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Alle Tests zum Volvo C40

Volvo C40 Recharge: Test Der vollelektrische Volvo C40 im Test

Michael Godde 17.02.2022
Inhalt
  1. Der Volvo C40 im Test
  2. Getestete Ladeleistung des Volvo C40 Recharge
  3. Der Volvo C40 Recharge im Connectivity-Test
  4. Messwerte & technische Daten des Volvo C40 Recharge

Volvo dreht weiter am Stromregler – und bietet den Volvo C40 Recharge ausschließlich mit rein elektrischem Antrieb an. Wir testen den 408-PS-Elektriker im Coupé-Style.

PositivSpritziger Antrieb, souveräner Komfort und gute Verarbeitung
NegativKnappes Raumangebot, zum Marktstart teuer

Mit dem neuen Volvo C40 Recharge bringt die Marke das erste Modell auf die Straße – und in unseren Test –, das ausschließlich als rein elektrischer Volvo erhältlich ist. Die Verbrenner-Antriebskonfigurationen, die es für den XC40 gibt, sind nicht verfügbar – auch wenn der C40 mit seiner kecken Coupé-Linie wie der XC40 auf der kompakten Modellarchitektur (CMA) des chinesischen Geely-Konzerns steht, zu der Volvo seit 2010 gehört. Damit zählt der C40 innen nicht zu den Größten seiner Klasse, aber dafür zu den Solidesten. Nein, es kneift nichts – zumindest vorn. Doch im Vergleich zu einem VW Tiguan oder BMW X1 ist der neue C40 eher auf Maß geschnitten. Und im Fond schränkt die im Vergleich zum XC40 abgeflachte Dachlinie den Kopfraum etwas zu stark ein. Auch die hinteren Sitzgelegenheiten können in puncto Komfort und Seitenhalt nicht mit den guten Sitzen der ersten Reihe mithalten. Der Coupé-Stil reduziert zudem das maximale Ladevolumen im Vergleich zum XC40 um 90 auf 1205 Liter. Wer schön sein will, muss eben Abstriche machen. Ledersitzbezüge gibt es ebenfalls nicht mehr. Vermisst haben wir sie aber nicht, weil die sehr bequemen Stoffbezüge nicht nur ein gutes Sitzklima erzeugen, sondern auch top ins schwedische Wohlfühlambiente des Volvo C40 Recharge passen. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Der Volvo C40 im Test

Es gibt noch weitere Details, die aus der Ausstattungsliste für den Volvo C40 Recharge gestrichen worden sind. So rollt der elektrische Kompakte wie alle kommende E-Volvo ausschließlich auf Ganzjahresreifen aus den Showräumen. Sommerreifen werden nicht mehr angeboten – Winterreifen für besonders harte Bedingungen hingegen schon. Im Test präsentieren sich die Ganzjahresreifen gut. Mit 35,1 Metern kalt und 34,9 Metern warm verzögern die Michelin Cross Climate 2 SUV (VOL)-Reifen im 19-Zoll-Format den immerhin 2173 schweren, kleinen Brocken aus Tempo 100 bis zum Stillstand tadellos. Und auch beim Abrollkomfort macht der C40 mit diesen Ganzjahresreifen eine gute Figur. Apropos Komfort: Der Schwede profitiert hier von seiner steifen Karosserie, erlaubt sich damit eine straffe Abstimmung und pariert Kanten sowie andere Störimpulse mit einem angenehm sensiblen Ansprechverhalten. Darüber hinaus erzeugen die sportliche Note im Set-up und die präzise Lenkung trotz des Gewichts auch eine entspannte Fahrfreude. Daran hat der Antrieb natürlich einen großen Anteil. Schließlich produzieren die beiden E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse zusammen 300 kW (408 PS) und 660 Newtonmeter. Damit flitzt der C40 in nur 4,7 Sekunden auf Tempo 100 – exakt zehn Sekunden später erreicht er sein programmiertes Limit von 180 km/h. Auch beim Verbrauch gibt es Gutes zu vermelden: Mit 25,0 kWh auf 100 Kilometern bei fünf Grad Außentemperatur gehört er zwar nicht zu den Effizientesten seiner Klasse, ist aber sparsamer als die von uns getesteten elektrischen XC40-Modelle, die auch gern mal 30 kWh auf dieser Distanz bei ähnlichen Temperaturen aus dem Akku gezogen haben. Das gute Ergebnis ist auch ein Verdienst der etwas schnittiger im Wind liegenden Karosserie des Volvo C40 Recharge, der wahlweise effizienten Segelphasen sowie der starken Energierückgewinnung im One-Pedal-Modus.

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Getestete Ladeleistung des Volvo C40 Recharge

Beim Test des Volvo C40 Recharge spürt man, dass etwas Zeit vergangen ist und Volvo seinen Akkus nun etwas mehr zutraut. Wählt man die gewünschte Schnellladesäule auf seiner Route aus, nutzt der C40 die Information und konditioniert seinen Akku auf die optimale Ladeleistung am HPC vor. Dann bunkert der C40 nach wenigen Sekunden Energie mit 150 kW Ladeleistung. Die von Volvo versprochenen 40 Minuten für eine Akkuladung von null auf 80 Prozent haben wir, allerdings bei eisigen Temperaturen, für eine Füllung von zehn auf 80 Prozent benötigt. Auch wenn dann bei 80 Prozent von den 75 kWh (netto) des Akkus, die eine Test-Reichweite von 300 Kilometern ermöglichen sollen, noch 60 kWh und 240 Kilometer verfügbar sind, sollte man auf Reisen lieber einen Stopp mehr einplanen, statt den Akku langwierig auf 100 Prozent zu füllen. An der heimischen Wallbox kann mit maximal elf kW nachgeladen werden. Volvo geht sehr selbstbewusst ins Elektrozeitalter: Der C40 Recharge Pure Electric Twin ist zum Marktstart ausschließlich als 1st Edition erhältlich und kostet in der Basis 62.050 Euro. Auch wenn der Volvo C40 Recharge dann bereits über ein Android-basiertes Infotainmentsystem mit Google-Maps und -Assistent oder -Play Store samt unbegrenztem Datenvolumen sowie Over-the-Air-Updates und dazu über alle erdenklichen Assistenzsysteme verfügt, gibt es das in 5,0 Sekunden auf 100 km/h beschleunigende, bis zu 200 km/h schnelle und auf maximale Reichweite ausgelegte Tesla Model Y schon für 56.990 Euro (Stand: Januar 2022).

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Der Volvo C40 Recharge im Connectivity-Test

Zum Marktstart bietet der Hersteller den Volvo C40 Recharge ausschließlich als Recharge Twin 1st Edition an. Bei ihm ist dann das Androidbasierte Infotainmentsystem mit 9,0-Zoll-Touchscreen inklusive Google Services wie Google-Maps, -Assistant und -Play Store mit unbegrenztem Datenvolumen für die ersten vier Jahre im Serienumfang enthalten. Auch das 600 Watt starke Harman Kardon Premium Sound-System mit 13 Lautsprechern im Fahrzeug gehört wie das digitale Cockpit und die Over-the-Air-Software-Update-Funktion zum Standardumfang des Volvo C40 Recharge.

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Messwerte & technische Daten des Volvo C40 Recharge

AUTO ZEITUNG 03/2022Volvo C40 Recharge
Technik
E-Motor2 permanenterregte Synchron-Maschinen
Systemleistung300 kW/408 PS
Systemdrehmoment660 Nm
BatterieLithium-Ionen
Spannung/Kapazität netto (brutto)400 Volt/75 (78) kWh/
Getriebe/AntriebKonstantübersetzung, Allrad
Messwerte
Leergewicht/ Zuladung2173/447 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test)4,7 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)180 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,1/34,9 m
Verbrauch auf 100 km (Test/ WLTP)25,0/22,0 kWh
CO2-Ausstoß0 g/km
Reichweite (Test/WLTP)300/420 km
Preise
Grundpreis62.050 €

Michael Godde Michael Godde
Unser Fazit

Der getestete Volvo C40 Recharge ist ein E-Auto, das mit spritzigem Antrieb und souveränen Fahreigenschaften den Umstieg aus dem Verbrenner in einen Stromer leicht macht. Dank des großen Akkus passt auch die Reichweite – trotz des mit 25 kWh auf 100 Kilometer zu hohen Stromverbrauchs. Den top ausgestatteten und sehr gut verarbeiteten C40 muss man wegen seines hohen Grundpreises aber wollen, nicht einfach nur brauchen.

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