Toyota C-HR: Stylisches City-SUV gebraucht kaufen

Abseits der Volkswagen-Dominanz verkauft sich auch das City-SUV Toyota C-HR in beachtlichen Stückzahlen. Auch als Gebrauchtwagen empfiehlt sich der Japaner.

(1/9)
Der Toyota C-HR (2016) fährt auf einer Landstraße, von vorne rechts fotografiert.
Toyota C-HR (2016) Foto: Wim Woeber

2016 eingeführt, bekam der C-HR 2020 frische Antriebe. 2024 debütierte die zweite Generation.

Der Toyota C-HR (2016) fährt auf einer Landstraße, von hinten links fotografiert.
Toyota C-HR (2016) Foto: Wim Woeber

Die coupéhafte Linie ist optisch auffällig, aber steigert nicht unbedingt den Nutzwert.

Das Cockpit des Toyota C-HR (2016).
Toyota C-HR (2016) Foto: Aleksander Perkovic

Das Cockpit ist futuristisch gestaltet, aber gewöhnungsbedürftig in der Bedienung. Die Sicherheitsausstattung ist gut, die Materialauswahl durchschnittlich.

Die vorderen Sitze des Toyota C-HR (2016).
Toyota C-HR (2016) Foto: Aleksander Perkovic

Die Sitzposition vorne fällt tief aus.

Ein Mann sitzt im Fond des Toyota C-HR (2016).
Toyota C-HR (2016) Foto: Aleksander Perkovic

Wer einen luftigen Innenraum erwartet, wird vom Japaner enttäuscht.

Der Kofferraum des Toyota C-HR (2016) mit teilweise umgeklappter Rücksitzbank.
Toyota C-HR (2016) Foto: Aleksander Perkovic

Der Toyota bietet im Heck 377 bis 1160 l Platz.

Der Toyota C-HR (2016) steht vor einem ländlichen Panorama, von vorne fotografiert.
Toyota C-HR (2016) Foto: Aleksander Perkovic

Positiv: Der C-HR hat bereits serienmäßig eine Fernlichtautomatik an Bord.

Der Toyota C-HR (2016) steht mit geöffneter Heckklappe vor einem  ländlichen Panorama, von links fotografiert.
Toyota C-HR (2016) Foto: Aleksander Perkovic

Mit 4,36 m Außenlänge fällt er im Segment vergleichsweise lang aus.

Eine Tabelle zeigt die GTÜ-Mängelstatistik des Toyota C-HR.
Toyota C-HR Foto: AUTO ZEITUNG

Wie von Toyota gewohnt, bescheinigt die GTÜ-Hauptuntersuchung dem C-HR eine nahezu weiße Weste. Auffälligkeiten gehen nur auf mangelnde Wartung zurück. Die häufigsten Mängel: verschlissene Bremsen, abgefahrene Reifen, Reifendruck-Kontrollsystem, Scheinwerfereinstellung, Scheibenwischerblätter beschädigt.

PositivZuverlässige Technik, sparsame Hybridantriebe, extravaganter Auftritt, großer Kofferraum
NegativAuch gebraucht noch teuer, mäßige Fahrleistungen, durchschnittliche Fahrdynamik

Kein Segment ist in den ver­gangenen Jahren so gewach­sen wie das der Mini-SUV. Nicht nur in der Stadt über­nehmen sie mittlerweile die Rolle klassischer Kleinwagen – aber mit höherer Sitzposition, besserer Übersicht und ebenso effizienten Antrieben. Die Bestseller im Seg­ment: VW T-Cross, Seat Arona und Skoda Kamiq. Doch auch außer­halb des VW-Kosmos gibt es in der Klasse knapp über vier Meter in­teressante Rivalen wie den Toyota C-HR.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Auch wenn der Toyota C-HR kein Raumwunder ist, so nimmt es sein Heckabteil doch mit 377 bis 1160 l auf. Der Japaner setzt zudem auf ein auf­fälliges Design mit coupéhaften Linien und einem extravaganten Auftritt. Und er ist mit 4,36 m deutlich länger als etwa der knackige Ford EcoSport. Dieser Designfokus bringt allerdings Einschränkungen mit sich: Im Fond leiden Großgewach­sene unter der eingeschränkten Kopffreiheit, der stark abfallen­den Dachlinie und der schlechten Rundumsicht wegen der breiten C-Säulen. Ebenso unübersicht­lich ist das Cockpit gestaltet. Die Bedienung erfordert Eingewöh­nung, einige Schalter und Knöpfe muss man erst suchen, und das Infotainment-System wirkt in Darstellung und Menüführung nicht mehr ganz zeitgemäß, wenn man sich 2025 für einen Gebrauchtwagen der ersten Generation entscheidet (2016 bis 2023). Punk­ten kann der Toyota dafür bei der Sicherheitsausstattung – viele As­sistenten wie Notbremsfunktion, Spurhalteassistent und Fernlicht­automatik sind serienmäßig.
Auch interessant: Unsere Produkttipps bei Amazon 

Der Toyota C-HR (2024) im Fahrbericht (Video):

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Antriebe & Mängel des gebrauchten Toyota C-HR

In Sachen Antrieb spielt der Toyota gleich zwei Vorteile aus: die windschnittige Form und seine ef­fizienten Hybrid-Antriebe. Als 2,0-l-Benziner (Systemleistung: 184 PS/135 kW) schafft dabei sogar sport­liche Fahrleistungen. Als Alter­native bietet Toyota auch einen 1,2-l-Turbobenziner ohne Elektro-Unterstützung an. Die Mehrheit der Kundschaft griff aber aus gutem Grund zu den besser ausgestatteten Hybrid-Varianten.

Unsere Gebrauchtwagen-Ratgeber zu Konkurrenten:

Bei der Mängelstatistik der GTÜ-Hauptuntersuchung (siehe Bild 9) schneidet der gebrauchte Toyota C-HR auffällig gut ab: In fast allen Kategorien werden weniger Mängel festgestellt als beim Durchschnitt, die Ausnahmen bilden lediglich "Karosserie Bodengruppe" (bei sehr jungen Gebrauchten) und "Licht / Elektrik". Ein anderes Bild zeichnet die ADAC-Pannenstatistik 2025. Hier fällt der 2020 erstzugelassene C-HR mit 63,1 Pannen pro 1000 Fahrzeugen negativ auf. Ein Problemfeld ist demnach die Starterbatterie.

Empfehlenswerte Antriebe für den Toyota C-HR

Modell1.8 VVT-i Hybrid1.2 Turbo2.0 VVT-i Hybrid
Zylinder/Ventile pro Z.4/4 + E-Motor4/4; Turbo4/4 + E-Motor
Hubraum1798 cm³1197 cm³1987 cm³
Leistung90 kW/122 PS85kW/116 PS135 kW/184 PS
Drehmomentk.A.185 Nmk.A.
Verbrauch/100 km (WLTP)3,9 l S6,8 l S4,0 l S
Höchstgeschw.170 km/h190 km/h180 km/h
Alle Daten Werksangaben   

Gebrauchtpreise für den Toyota C-HR

Modell1.8 VVT-i Hybrid1.2 Turbo2.0 VVT-i Hybrid
201916.446 € / 57.000 km17.028 € / 57.000 km
202018.099 € / 46.000 km17.986 € / 46.000 km22.724 € / 46.000 km
202119.868 € / 35.000 km23.247 € / 35.000 km
Durchschnittliche Verkaufspreise für das jeweilige Basismodell und die durchschnittliche Laufleistung für die verkaufen Fahrzeuge; beide Werte ermittelt von der Deutschen Automobil Treuhand (DAT); Stand: Juni 2025

Fazit

Wer ein Mini-SUV mit extrava­gantem Auftritt, viel Technik und effizienten Antrieben sucht, sollte über den Toyota C-HR nachdenken. Das Preisniveau fällt jedoch nicht allzu niedrig aus.