So Sprit sparen beim Autofahren: Tipps Mit diesen Tipps können Autofahrer Sprit sparen

von Christina Finke 06.09.2019
Inhalt
  1. Sprit sparen beim Autofahren: Die eigene Fahrweise optimieren
  2. Regelmäßige Wartung & richtiger Reifendruck helfen beim Spritsparen
  3. Sprit sparen: Unnötigen Ballast abwerfen & Fenster schließen
  4. Elektrische Verbraucher ausschalten, um beim Autofahren Sprit zu sparen
  5. Sprit sparen beim Autofahren: So machen sich Autofahrer die Technik zunutze
  6. Die richtige Streckenplanung hilft beim Spritsparen

Mit der richtigen Fahrweise können Autofahrer nicht nur Sprit sparen, sondern auch ihren Geldbeutel und die Umwelt schonen. Das sind die Tipps!

Wer beim Autofahren Sprit sparen will, kann schon mit kleinen Maßnahmen eine ganze Menge erreichen und so effektiv die Umwelt sowie seinen eigenen Geldbeutel schonen. Vor allem mit der Optimierung der eigenen Fahrweise lässt sich viel erreichen, ohne dass der Fahrspaß dabei komplett auf der Strecke bleibt. Das sind die Tipps für bis zu 20 Prozent Ersparnis! Mehr zum Thema: EU-weit einheitliche Symbole für Benzin & Diesel

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Sprit sparen beim Autofahren: Die eigene Fahrweise optimieren

Die effektivste und einfachste Möglichkeit, um beim Autofahren Sprit zu sparen, ist immer noch die Optimierung der eigenen Fahrweise. Vor allem auf der Autobahn verbrauchen Autofahrer durch hohe Geschwindigkeiten unnötig viel Kraftstoff. Als Faustregel gilt: 70 bis 80 Prozent der maximalen Geschwindigkeit des jeweiligen Fahrzeugs sollten nicht überschritten werden, darüber steigt der Verbrauch überproportional an. Generell sind Autofahrer bei konstanter Geschwindigkeit zwischen 100 und 130 km/h am sparsamsten unterwegs. Außerdem gilt: Bremsen vergeudet Energie. Deshalb sollten Autofahrer möglichst vorausschauend fahren und die Bremswirkung ihres Motors so lange wie möglich nutzen. Wer etwa an eine rote Ampel heranrollt, sollte daher auch nicht den Gang heraus nehmen. Stattdessen bereits in ausreichender Entfernung einfach den Fuß vom Gaspedal nehmen und die Motorbremse nutzen. Denn in der Regel sind (moderne) Autos mit einer sogenannten Schubabschaltung ausgestattet, die die Spritzufuhr im Schubbetrieb komplett absperrt. Außerdem kann niedrigtouriges Fahren dabei helfen, beim Autofahren Sprit zu sparen. So können Autofahrer nicht nur bis zu 30 Prozent Kraftstoff einsparen, sondern gleichzeitig auch den Motor schonen. Am wenigsten Sprit wird in der Regel zwischen 1500 und 2500 Umdrehungen pro Minute verbraucht. Und: Beim Beschleunigen kann ruhig Gas gegeben werden, um Geschwindigkeit aufzunehmen. Dabei wird weniger Kraftstoff verbraucht als beim gemächlichen und dadurch zeitlich längeren Beschleunigen. 

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Regelmäßige Wartung & richtiger Reifendruck helfen beim Spritsparen

Um beim Autofahren Sprit zu sparen, sollten Fahrzeugbesitzer auf die regelmäßige Wartung ihres Pkw achten. Gerade bei modernen Autos ist in der Regel zwar eine digitale Motorelektronik an Bord, die die Wartung überflüssig macht. Dennoch: Ersatzteile wie beispielsweise der Motorluftfilter spielen für den Kraftstoffverbrauch eine Rolle. Auch regelmäßige Ölwechsel nach den Vorgaben des jeweiligen Herstellers sind für optimale Verbrauchswerte nicht zu vernachlässigen. Noch wichtiger ist aber der optimale Reifendruck. Grundsätzlich gilt hier: Lieber etwas zu viel, niemals zu wenig. Es empfiehlt sich daher, den vom Hersteller empfohlenen Reifendruck moderat zu erhöhen. Schon ein um 0,3 bar verringerter Luftdruck im Reifen steigert den Rollwiderstand und führt so zu unnötigem Mehrverbrauch. Aus demselben Grund sollten Autofahrer auch immer rechtzeitig von Winter- auf Sommerreifen wechseln: Denn auch Pneus für die kalte Jahreszeit erhöhen aufgrund der weicheren Gummimischung den Rollwiderstand. Bereits beim Reifenkauf sollten Autofahrer darauf achten, ein Modell mit sehr geringem Rollwiderstand zu wählen. Mehr zum Thema: Sommer- und Ganzjahresreifen im 2019er-Test

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Sprit sparen: Unnötigen Ballast abwerfen & Fenster schließen

Auch, wer die Ladung und somit das Gesamtgewicht seines Fahrzeugs reduziert, kann beim Autofahren Sprit sparen. Denn je mehr Masse auf eine höhere Geschwindigkeit beschleunigt werden soll, umso mehr Energie wird benötigt – vor allem im Stadtverkehr bei ständigem Stop-and-Go. 100 Kilogramm zusätzliches Gewicht kosten auf 100 Kilometern schon rund einen halben Liter Kraftstoff. Deshalb sollten Autofahrer am besten alles aus ihrem Pkw verbannen, was sie nicht unbedingt brauchen. Außerdem erhöhen Dach- sowie Fahrradträger und Dachboxen den Luftwiderstand und somit den Kraftstoffverbrauch. Daher sollten sie nach Gebrauch umgehend wieder abmontiert werden. Generell gilt: Heckträger auf einer Anhängerkupplung sind spritsparender als Transportlösungen für das Autodach. Auch geöffnete Fenster erhöhen den Luftwiderstand. Bei längeren Fahrten sollten Autofahrer sie daher besser geschlossen halten, um Sprit zu sparen. Im Stadtverkehr hingegen können heruntergelassene Scheiben einen Verbrauchsvorteil gegenüber der Klimaanlage bringen.

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Elektrische Verbraucher ausschalten, um beim Autofahren Sprit zu sparen

Apropos Klimaanlage: Auch das Ausschalten elektrischer Verbraucher und Geräte kann dabei helfen, beim Autofahren Sprit zu sparen. Denn Beleuchtung, Klimaanlage, Steuergeräte, Sitzheizung und Co. beziehen ihre Energie aus dem Bordnetz, das vom Generator versorgt wird, der wiederum vom Motor angetrieben wird. Demzufolge verbrauchen auch eingeschaltete elektrische Geräte im Auto zusätzlich Kraftstoff. Eine Klimaanlage zum Beispiel verbraucht zwischen 0,3 und 1,5 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. Trotzdem empfiehlt es sich nicht in jedem Fall, zu dieser Spritspar-Maßnahme zu greifen. Schließlich ist es auch gut für den Fahrer, wenn die Klimaanlage für angenehme Temperaturen im Innenraum sorgt. Generell gilt: Niemals an der Sicherheit sparen. Auf die Beleuchtung, Scheibenwischer oder Scheibenheizung zu verzichten, um beim Autofahren Sprit zu sparen, ist keine gute Idee!

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Sprit sparen beim Autofahren: So machen sich Autofahrer die Technik zunutze

Die Autohersteller haben sich schon viel einfallen lassen, um den Verbrauch ihrer Fahrzeuge zu senken. Gekämpft wird dabei um jeden Dezi- und Zentiliter. Die meisten aktuellen Fahrzeugmodelle verfügen etwa über eine Start-Stopp-Automatik, die den Motor im selbstständig abschalten, wenn das Auto zum Stehen kommt.  Wer keine Start-Stopp-Automatik hat, kann natürlich auch selbst am Schlüssel drehen. Die Faustregel besagt, dass sich das Abschalten des Motors bereits ab zehn Sekunden Stillstand lohnen kann. Ist der Motor noch nicht warm, können Autofahrer aber auch darauf verzichten, um Anlasser und Batterie die zusätzliche Belastung zu ersparen. Außerdem kann es helfen, die Verbrauchsanzeige im Blick zu behalten und die Hinweise zum Gangwechsel zu befolgen, sofern das Auto über eine entsprechende Funktion verfügt. Und: Auch in der Betriebsanleitung ihres Pkw finden Autofahrer häufig Tipps, die helfen, beim Autofahren Sprit zu sparen.

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Die richtige Streckenplanung hilft beim Spritsparen

Am meisten Sprit verbrauchen Autos, wenn der Motor kalt ist: Auf den ersten paar hundert Metern kann der Durchschnittsverbrauch bei bis zu 30 Litern liegen. Aus diesem Grund sollten Autofahrer auch in den Wintermonaten beliebte Warmlaufenlassen des Motors im Stand vermeiden. Es ist nicht nur verboten und belastet die Umwelt, sondern kostet zusätzlichen Sprit und schädigt den Motor. Kurze Einzelstrecken sollten Autofahrer am besten zu einer längeren Fahrt zusammenlegen  – oder sie gleich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegen. Zudem bieten einige Navigationssysteme die Möglichkeit, eine "Öko-Route" oder die "kürzeste Strecke" auszuwählen. Dann kommen Autofahrer vielleicht einige wenige Minuten später ans Ziel, verbrauchen dafür aber weniger Kraftstoff. Auch wer Verkehrsdurchsagen beachtet, kann Staus vermeiden und so sparsamer ans Ziel kommen. Wer die Möglichkeit hat, sollte zudem außerhalb der Hauptverkehrszeiten unterwegs sein. Einen etwas kuriosen Trick, um beim Autofahren Sprit zu sparen, wendet übrigens der Paketdienst UPS an und hat dafür sogar eine eigene Software entwickelt: Wann immer es möglich ist, sollen die Fahrer nämlich rechts abbiegen. Die Spur für Linksabbieger nutzen die Paketboten nur in zehn Prozent der Fälle, was nach Unternehmensangaben zu Einsparungen von mehr als 50 Millionen Euro pro Jahr führt. Der Grund: Wer links abbiegt, steht meist länger an der Ampel und muss dann oft noch den Gegenverkehr passieren lassen. In Ländern mit Linksverkehr funktioniert dieser Trick natürlich genau andersherum: Dort sollte versucht werden, das Rechtsabbiegen zu vermeiden.

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