Porsche Cayenne Pick-up: Ute steht zum Verkauf
Wer schon immer mal Erntehelfer:in mit einem Porsche spielen wollte, hat nun die perfekte Gelegenheit dazu: Ein Autohändler bietet einen einzigartigen Porsche Cayenne Pick-up zum verlockenden Preis an.
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Eine Pritsche zum Geldgrab-Schaufeln: Umbaukosten des Cayenne Pick-ups fast doppelt so hoch wie der Preis
Bevor sie jetzt die Polizei alarmieren: Nein, Ute steht nicht zum Verkauf. Wir sind hier beim Motorjournalismus und nicht beim Menschenhandel. Deshalb ist mit Ute nicht die freundliche Nachbarin gemeint, sondern die Abkürzung für Utilities. So nennen sie in Australien und Neuseeland die äußerst beliebten Pick-ups auf Pkw-Basis.
Sogar ein Pritschen-Sportwagen, der knapp 600 PS (441 kW) starken HSV GTSR Maloo, war bis 2017 Down Under erhältlich. Und wer an Sportwagen denkt, denkt unweigerlich an Porsche. Überall auf der Welt. Vermutlich vor diesem Hintergrund entstand der Porsche Cayenne Pick-up. Und dieser Ute steht auch tatsächlich zum Verkauf.
Ein auf europäische Sportwagen spezialisierter Händler aus Christchurch (Neuseeland) bietet die verschärfte Pritsche zum Preis von umgerechnet 25.000 Euro an. Seit wann das 2011 gefertigte Ex-SUV im Cargo-Trimm herumfährt, ist nicht bekannt. Dafür sind es aber die Umbaukosten, die Christchurch European mit umgerechnet 40.000 Euro angibt.
Der Cayenne rammt bereits ab Werk deftige Löcher in die Haushaltskasse, doch der Erbauer des Pick-ups hat diesen Umstand tatsächlich auf die Spitze getrieben. Immerhin hat er mit dem Dreiliter-TDI – einer der verrufenen Dieselgate-Triebwerke – gut 200.000 km abgespult und so mit dem erhöhten Nutzwert ein bisschen was von den enormen Investitionen wieder eingefahren. Vielleicht aber auch nicht, was wiederum den Umstand erklären würde, warum das Einzelstück nun zum Verkauf steht.
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Ein würdiger Werkstattwagen fürs Porsche-Zentrum
Auf den Fotos macht die Porsche-Pritsche trotz der Laufleistung und Cooper-Geländereifen einen gepflegten Eindruck. Der Kilometerstand spiegelt sich eigentlich nur im speckigen Lenkradkranz wider. Was viel eher Interesse weckt, ist der ästhetische Anspruch des Umbaus.
Der Fahrgastraum ist weder Einzel- noch Doppelkabine, sondern rangiert irgendwo dazwischen. Eine Anderthalbkabine vielleicht? Die Begründung hierfür dürfte vor allem darin liegen, dass bei einem noch kürzeren Innenraum ansonsten die Sitzverstellung schnell an ihre Grenzen kommt. Fahrende eines Suzuki Jimny NFZ wissen, was gemeint ist.
Gleichzeitig bleibt so noch etwas Platz für Dinge, die auf der Pritsche besser nicht dem Wetter und Ozonlöchern ausgesetzt werden sollten. Weil der Radstand des Cayenne nicht in die Grätsche geht, fällt der Laderaum auf der Pritsche doch eher überschaubar aus. Abgesehen davon, dass das Ladeabteil recht harsch in die organische Linienführung des SUV gefräst wurde.
Porsche-Zentren Down Under dürften sich trotzdem die Finger nach dem Pick-up lecken, denn einen würdigeren Werkstattwagen findet man sonst höchstens noch im Porsche B32 Bus. Und der ist nicht nur extrem selten, sondern im Gegensatz zum Pritschen-Cayenne auch noch preislich weit enteilt.


















