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Neues Opel Astra ST Facelift (2019): Erste Testfahrt So fährt sich das Opel Astra Facelift

von Sven Kötter 30.08.2019

Das Opel Astra Sports Tourer Facelift (2019): Optisch kaum verändert, technisch dafür umso mehr. Erste Testfahrt mit dem selbstentwickelten 130 PS starken Dreizylinder-Benziner!

Zugegeben, das neue Opel Astra Sports Tourer Facelift (2019), mit dem wir zu einer ersten Testfahrt starten, steckt in einer schwierigen Situation: 2021 kommt, bereits offiziell angekündigt, der komplett neue Nachfolger auf PSA-Plattform. Das aktuelle Modell auf GM-Basis hat nur noch eine entsprechend begrenzte Lebensdauer. Umso beeindruckender ist die Tatsache, dass die Rüsselsheimer ihrem Kompakten eine neue Motorengeneration gönnen, die bei Opel selbst entwickelt wurde. Ab November sitzt bei jedem Astra, egal ob Diesel oder Benziner, ein Dreizylinder unter der Haube. Die überschaubare Leistungsspanne reicht von 105 bis 145 PS. Aufgrund der kaum modifizierten Optik muss er also mit seinen inneren Werten punkten. Für die erste Ausfahrt greifen wir zum beliebten Sports Tourer, mit 130-PS-Benziner und Sechsgang-Schaltgetriebe. Den 1,2-Liter-Turbo-Dreizylinder gibt es auch mit 110 und 145 PS. Wer eine Automatik bevorzugt muss beim neuen Opel Astra Sports Tourer Facelift (2019) zum ebenfalls 145 PS starken 1,4-Liter-Dreizylinder-Benziner mit stufenlosem Getriebe oder zum 122 PS starken 1,5-Liter-Diesel mit Neunstufen-Automatik greifen. Mehr zum Thema: Das sind die Opel-Neuheiten bis 2021

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Erste Testfahrt im neuen Opel Astra Sports Tourer Facelift (2019)

Egal welcher Antrieb unter der Haube des neuen Opel Astra Sports Tourer Facelift (2019) steckt: Effizienz wird immer großgeschrieben. Bis zu 21 Prozent weniger CO2 sollen die neuen Motoren im Vergleich zu den alten Aggregaten emittieren. Alle erfüllen bereits jetzt die ab 2020 gültige Abgasnorm Euro 6d. Unser Testwagen ist mit dem neuen Sportfahrwerk samt Wattgestänge an der Hinterachse ausgerüstet. Das weckt die Hoffnung auf eine spaßige Kurvenhatz durch den Taunus. Und das Fahrwerk macht seine Sache gut, sehr gut sogar. Es ist straff, aber nicht unkomfortabel. Und es könnte deutlich mehr Leistung vertragen - mehr als der neue Dreizylinder liefern kann. Untenrum passiert bei ihm erstaunlich wenig. Spürbar mehr Leben kommt erst oberhalb von 2500 Touren auf. Spontane Zwischenspurts erfordern oftmals ein Zurückschalten in den zweiten Gang. Die niedertourige Auslegung mag den Verbrauch drosseln, nicht aber die Sportlichkeit steigern. Unter alltäglichen Gesichtspunkten macht Opel mit dieser Auslegung wenig falsch - ein kompakter Kombi ist kein Sportwagen. Das Dynamik-Fahrwerk wirkt also ein wenig deplatziert. Der Bordcomputer zeigt nach der schnellen Testrunde rund um den Feldberg wenig aussagekräftige 7,1 Liter Durchschnittsverbrauch an. Einen belastbaren Wert wird ein erster Test des neuen Opel Astra Sports Tourer Facelifts (2019) bringen.

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Effizienz wird beim neuen Opel Astra ST Facelift (2019) großgeschrieben

Im Detail optimiert und sehr solide gefertigt, zeigt der Innenraum des neuen Opel Astra Sports Tourer Facelift (2019), dass der Hersteller bei seinem Kompakten viel richtig macht. Die Bedienung geht auch dank des neuen Infotainmentsystems, das man bereits aus dem Insignia kennt, leicht von der Hand. Teildigitale Instrumente entsprechen dem Zeitgeist, einen wirklichen Mehrwert bieten sie nicht. Dieser steckt verstärkt im Detail: Die Frontkamera kann nun auch Personen erkennen und die Rückfahrkamera löst im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich höher auf. Neu ist auch die beheizbare Frontscheibe und die Möglichkeit, das Mobiltelefon kabellos zu laden. Die großartigen AGR-Sitze (Aktion Gesunder Rücken) sind nicht neu, aber immer eine Erwähnung wert. Für den 540 bis 1630 Liter fassenden Gepäckraum empfehlen sich das „FlexOrganizer“-Paket mit Schienen und Haken zur Gepäckfixierung, sowie die elektrische Heckklappe, die sich über einen Drehregler in der Fahrertür in der Höhe regulieren lässt – perfekt für niedrige Tiefgaragen. Das Platzangebot ändert sich im Rahmen des Facelifts naturgemäß nicht und liegt auf gutem Kompaktklasse-Niveau. Schade, dass der Astra weiterhin mit Ablagen geizt. Trotz platzsparender elektronischer Handbremse gibt es in Reihe eins nur einen Cupholder. Dass man sich an derartigen Kleinigkeiten stört, zeigt den hohen Reifegrad, der dem des deutlich größeren Mittelklasse-Kombi Insignia Sports Tourer in nichts nachsteht. Schön, dass die Preise bei all dem Feinschliff auf dem Boden bleiben. Das neue Opel Astra Sports Tourer Facelift (2019) mit 130-PS-Benziner startet mit ordentlicher Serienausstattung (u. a. Klimaanlage, Parkpilot und Touchscreen) bei 23.950 Euro.

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von Sven Kötter von Sven Kötter
Unser Fazit

Das neue Opel Astra Sports Tourer Facelift (2019) passt mit seiner optimierten Effizienz in die Zeit, in der der CO2-Ausstoß wichtiger denn je ist. Er macht seine Sache gut und unaufgeregt – bloß dynamisch ist er mit dem neuen 130-PS-Dreizylinder nicht.

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