Neuer Mazda E-Prototyp (2019): Erste Testfahrt So fährt sich Mazdas erstes E-Auto

von Jürgen Voigt 04.09.2019

Erste Testfahrt mit dem neuen Mazda E-Prototyp (2019), der das erste Elektroauto der Japaner vorwegnimmt.

Vor unserer ersten Testfahrt mit dem neuen Mazda E-Prototyp (2019) reagierten die Japaner auf die Frage nach einem möglichen Elektro-Mazda stets etwas schmallippig. Bis die langfristig angelegte Technik-Allianz, unter anderem mit Toyota und Denso, erste Früchte trägt, wird es nämlich noch dauern. Deshalb präsentiert Mazda zur Tokyo Motor Show 2019 das erste Batterie-elektrische Fahrzeug (BEV), und zwar aus eigener Entwicklung. Wir hatten bereits die Gelegenheit, mit einem Prototyp erste Erfahrungen zu sammeln. Mit Zahlen und Fakten zu ihrem BEV sind Hiroyuki Matsumoto, verantwortlicher Fahrzeugentwickler und Produktplaner, sowie sein Team noch zurückhaltend. Der neue Mazda E-Prototyp (2019) basiert auf der neuesten Skyactiv-Plattform, die beispielsweise auch unter dem SUV CX-30 steckt. Diese Architektur wurde von vornherein auch für den reinen E-Antrieb entwickelt. Mehr zum Thema: Der Mazda CX-30 im Fahrbericht

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Erste Testfahrt mit dem neuen Mazda E-Prototyp (2019)

Zwar wird es sich beim Serienmodell des neuen Mazda E-Prototyp (2019) tatsächlich auch um ein SUV handeln, das sich im Design aber klar von dem des CX-30 unterscheidet, dessen Karosserie den Prototyp umhüllt. Die BEV-Abmessungen dürften allerdings ähnlich ausfallen wie die des CX-30 (L/B/H: 4395/1795/1540 mm). Den Antrieb übernimmt eine wassergekühlte Synchronmaschine an der Vorderachse mit 105 kW (143 PS) und 265 Newtonmeter. Die 355-Volt-Lithium-Ionen-Batterie hat einen Energiegehalt von 35,5 kWh. Damit wird der Mazda kein Langstreckenmeister, liefert aber ein ausgewogenes Verhältnis aus Effizienz, Gewicht und Agilität. Die noch vorläufigen Daten deuten auf eine NEFZ-Normreichweite von etwa 250 Kilometer hin. Wichtig war den Entwicklern, dass sich der neue Mazda E-Prototyp (2019) so harmonisch fährt, wie wir es auch von anderen Mazda-Modellen kennen. Und das ist dem ersten Eindruck nach gut gelungen. Der Protoyp reagiert bei unserer ersten Testfahrt linear und nachvollziehbar auf jede Fahrpedalbewegung, hechtet dabei aber nicht hypernervös nach vorn wie manch anderes E-Auto. Dennoch liefert das BEV gefühlt eine kräftige Beschleunigung. Das parallel generierte Fahrgeräusch ist nicht aufdringlich und gibt ein gutes Gefühl für die gefahrene Geschwindigkeit. Der Fronttriebler zeichnet sich durch gute Traktion auf der kurvigen Teststrecke aus und vermittelt ein sattes Gefühl von Fahrstabilität. Das spiegelt sich auch im transparenten Lenkgefühl und im guten Geradeauslauf wider. Mehr zum Thema: So kommt der neue Mazda6

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von Jürgen Voigt von Jürgen Voigt
Unser Fazit

Der neue Mazda E-Prototyp (2019) macht bei der ersten Testfahrt einen ausgereiften Eindruck und fährt sich harmonisch wie ein Serien-Mazda. Für Langstreckenfahrer wird es später auch eine Version mit Range-Extender geben, bei der ein kleiner Wankelmotor und ein Generator Strom an Bord erzeugen.

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