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Neuer VW Amarok Red Rok (2020): Erste Testfahrt Rasante Ausfahrt im Amarok Red Rok

von Thomas Geiger 13.05.2020

Beim neuen VW Amarok Red Rok (2020) hat die erste Testfahrt nichts mit gewöhnlichem Pick-up-Fahren zu tun. So stark ist der GTI-Schreck!

Der neue VW Amarok Red Rok (2020) lässt es bei der ersten Testfahrt so richtig krachen: Zum Abschied des Amarok hat VW Nutzfahrzeuge den Pritschenwagen als Einzelstück zum Red Rok aufgerüstet und damit der GTI-Fraktion im eigenen Haus gezeigt, dass der Hammer nicht in Wolfsburg, sondern in Hannover hängt. "Wir wollten zeigen, was mit ein bisschen Fantasie alles möglich ist beim Amarok", sagt Axel Borges aus dem Team Messe-Presse, das sonst die Autos für Messen und Events aufbereiten. Der Red Rok ist nicht wie die üblichen getunten Abenteuer-Pick-ups höher, härter und heftiger als das Serienmodell. Die Tuner haben in Richtung GTI gedacht und haben den Amarok breiter, tiefer und feiner gemacht. Und obwohl das Team um Borges natürlich ein paar mehr Möglichkeiten hat als andere Veredler, ist der Red Rok nicht völlig aus der Welt: "Alles, was wir ein- und umgebaut haben, kann man bei Tunern und Zulieferern kaufen", sagt Borges. Nur der in mehreren Schichten von Hand aufgetragene Lack wurde eigens für das Schaustück angerührt und mit viel Liebe zum Detail bis in das Innenleben der Scheinwerfer aufgetragen. Unter den eine Handbreit weiter ausgestellten Kotflügeln quellen mächtige 295er-Schlappen auf imposanten 22-Zöllern hervor. Und dank der nachgerüsteten Luftfeder mit extra viel Tiefgang duckt sich der neue VW Amarok Red Rok (2020) auf den Asphalt. Dazu haben die Niedersachsen innen so viel Alcantara verteilt, dass man kein Fitzelchen Plastik mehr sieht. Mehr zum Thema: Das kostet der Top-Amarok

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Der VW Amarok im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen VW Amarok Red Rok (2020)

Herzstück und Highlight des neuen VW Amarok Red Rok (2020) ist aber sein Motor. Nicht, dass der V6-TDI mit seinen 272 PS und 580 Newtonmeter ab Werk schwächlich wäre. Doch weil Borges und seine Mannschaft freie Hand hatten, haben sie dem Diesel bei Werk2 eine neue Software bestellt. Das Ergebnis sind 350 PS und 750 Newtonmeter und ein Fahrgefühl, wie man es allenfalls von getunten US-Modellen wie dem Ford Raptor kennt. Schon beim Anlassen geht ein feines Beben durchs Blech. Selbst wenn VW viel Zeit auf die Neuabstimmung von Fahrwerk und Traktionskontrolle verwandt hat, bedient man das Gaspedal besser ganz vorsichtig, damit die unbändige Kraft nicht im Rauch der Reifen aufgeht. Wenn die Gummis warm sind und sich das Profil mit dem Asphalt verzahnt, schiebt der Amarok an wie eine Dampfwalze. Über die acht Sekunden von null auf 100 km/h, die das bisherige Top-Modell gebraucht hat, lacht man nur noch. Wo dem Serienmodell bei ohnehin schon imposanten 207 km/h die Puste ausgeht, läuft der neue VW Amarok Red Rok (2020) munter weiter und entlarvt so die einzige kleine Nachlässigkeit des Tuning-Teams: Weil die Tachoskala ohne Änderung übernommen wurde, schlägt die Nadel jetzt bei 240 Sachen an und die reale Höchstgeschwindigkeit bleibt ein süßes Geheimnis.

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Neuer VW Amarok Red Rok (2020) klingt und fährt gut

Zusätzlich haben die Niedersachsen dem neuen VW Amarok Red Rok (2020) einen Sound-Generator eingebaut, der dem eher verhaltenen V6-TDI ein wenig mehr Gehör verschafft. In mehreren Stufen steigert sich der Sound so auf Knopfdruck vom sonoren Brummen bis zum dumpfen Donnerwetter. Wer bereit ist, in seinen ohnehin schon gute 60.000 Euro teuren Amarok Aventura noch einmal rund 40.000 Euro zu investieren, der kann die Pritsche zum GTI-Schreck aufrüsten. Für den Red Rok muss man aber nicht nur tief in die Tasche greifen, sondern auch schnell sein. Der Amarok läuft nämlich im Frühjahr 2020 aus. In Europa hält VW die Bänder an, weil sie in Hannover den Platz brauchen für den T7 und den elektrischen ID. Buzz. Das Ende ist aber optimistisch: Zum einen läuft der Amarok in Argentinien für die Südhalbkugel weiter vom Band und zum anderen ist die Nachfolgeplanung in trockenen Tüchern: Ab 2022 gibt's aus der Kooperation mit Ford auf Basis des neuen Ranger auch einen neuen Amarok.

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