Mini 5-Türer: Test

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Mini Cooper Fünftürer 2014 Test
Mini Cooper Fünftürer

Mit dem Fünftürer bringt Mini eine weitere Karosserie-Variante - Test des Cooper

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test
Mini Cooper Fünftürer

Der Längenzuwachs wurde von den Designern gut kaschiert

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Cockpit
Mini Cooper Fünftürer

Das durchgestylte Cockpit kennt man vom Dreitürer

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Infotainment Bildschirm Funktionen
Mini Cooper Fünftürer

Auch der Mini Fünftürer verfügt über einen Sportmodus

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Vordersitz Beinauflage
Mini Cooper Fünftürer

Ausziehbare Beinauflage in den Sportsitzen vorn

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Rückbank
Mini Cooper Fünftürer

Hinten sitzen Personen bis etwa 1,80 Meter Größe bequem

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Kofferraum
Mini Cooper Fünftürer

Doppelter Ladeboden im 278 bis 941 Liter großen Kofferraum

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Dreizylinder Motor
Mini Cooper Fünftürer

Erstaunlich kultivierter Dreizylinder mit kräftigem Antritt

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Infotainment Bildschirm Funktionen
Mini Cooper Fünftürer: Connectivity

Beim Thema Konnektivität/Multimedia merkt man dem Mini die BMW-Gene eindeutig an, denn Grund-Layout sowie Aufbau der Menüs im großen Display und die einzelnen Funktionen sind mit denen des BMW iDrive-Systems identisch. Zum Standard gehören USB- und AUX-Anschluss, via Bluetooth kann man für 150 Euro telefonieren und Musik hören

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Infotainment Bildschirm Funktionen
Mini Cooper Fünftürer: Connectivity

Weitere 500 Euro sind fällig, wenn man auch im Auto nicht auf private Kalendereinträge, Nachrichten, Facebook und Twitter verzichten möchte. Dazu ist allerdings ein Smartphone mit installierter Mini-App nötig

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Bedieneinheit
Mini Cooper Fünftürer: Connectivity

Das Einstiegsnavi kostet 800 Euro (6,5-Zoll-Display) inklusive zentralen Dreh-Drück-Stellers

Mini Cooper Fünftürer 2014 Test Infotainment Bildschirm Funktionen
Mini Cooper Fünftürer: Connectivity

Für das Navi „Professional“ mit 8,8-Zoll-Bildschirm, 3D-Grafik, Festplattenspeicher und Touchpad zur Eingabe von Zahlen sowie Buchstaben verlangt Mini 2060 Euro extra

Den inzwischen nicht mehr ganz so kleinen Briten gibt es auch als Mini 5-Türer mit zwei separaten Einstiegen für die Fondpassagiere – wie macht sich der Maxi-Mini als Cooper im Test?

Mini. Das Wort sagt eigentlich alles und weckt Assoziationen. Klein, niedlich, quirlig, einfach. Doch diese Zeiten sind beim Mini längst vorbei – und jetzt gibt es sogar Mini 5-Türer des im Jahr 2001 von BMW wieder zu neuem Leben erweckten britischen Kultautos. Er ist 16 Zentimeter länger (3,98 Meter) als die Standard-Mini, der Radstand wuchs um sieben Zentimeter, der Kofferraum wurde von 211 auf 278 Liter Volumen erweitert. Und was bringt’s? Vor allem die Hinterbänkler profitieren davon und laufen nun nicht mehr Gefahr, sich beim Einfädeln in den Fond die Bänder zu überdehnen. Für die Köpfe bleibt es aber nach wie vor knapp, denn die hinteren Türausschnitte sind eng, der Platz über dem Scheitel ist eingeschränkt. Vier Zentimeter mehr Beinfreiheit offeriert der Mini 5-Türer nun maximal.

Mini 5-Türer ist fast vier Meter lang

Das macht kurze Fahrten im Mini 5-Türer für zwei Fond-Gäste spürbar erträglicher – und theoretisch auch für drei. In den Kofferraum  passt  das  Urlaubsgepäck für zwei Erwachsene und ein Kind, der Wocheneinkauf sowieso. Variabel ist der Steilheck-Mini obendrein, denn die Fondlehne kann man asymmetrisch umklappen, und der aufstellbare Ladeboden ist mit dem Ablagenpaket für 160 Euro zweigeteilt. Auf den vorderen Plätzen hat sich indes nichts geändert. Nach wie vor sitzt man tief und eingebettet, das Lenkrad ist perfekt positionierbar, die steil stehende Frontscheibe gefühlte zwei Meter vor der Nase. Ein wenig stört, dass der angelegte Gurt über den Hebel für die Einstellung der Lehnenneigung verläuft. Außerdem kann man sich tagsüber in der Plastikscheibe über dem Tacho spiegeln, sodass im Alltag die Ablesbarkeit der Instrumente nicht optimal ist. Praktisch hingegen ist im Mini 5-Türer der kleine Schacht unter dem Warnblink-Schalter, in dem man Kreditkarten oder Münzen allzeit griffbereit verstauen kann. Als Empfehlung gilt die HiFi-Anlage von Harman Kardon mit sauberem und voluminösem Klang (790 Euro).

Neuer Mini 5-Türer straff abgestimmt

Mehr Radstand gleich mehr Komfort gleich weniger Dynamik? Von wegen. Auch der Mini 5-Türer ist ziemlich straff abgestimmt (adaptive Dämpfer optional), verarbeitet aber selbst grobe Unebenheiten und Querkanten sowie -fugen sauber. Spontanes Einlenken klappt wie im Pendant mit drei Türen zielgenau, jede noch so kleine Lenkradbewegung setzt der Mini-Vorderbau, auf dem über 63 Prozent der Leermasse (1254 kg) lasten, exakt um. Dazu trägt auch die optionale 17-Zoll-Bereifung von Pirelli bei. Wem das noch nicht reicht, der kann über einen Ring, der um die Schaltkulisse verläuft, Gaspedalkennlinie und Lenkung noch bissiger stellen (180 Euro) – umgekehrt aber im "Greenmode" den 136 PS starken Dreizylinder-Turbo (Cooper) auf maximale Effizienz trimmen. Dank lang übersetztem Sechsgang-Getriebe (2000 Touren bei 100 km/h, 2500 /min bei Tempo 130) braucht der Euro-6-Motor mit Direkteinspritzung in diesem Sparprogramm 7,5 Liter auf 100 km.

Mini 5-Türer bremst auf Sportwagen-Niveau

Doch Spaß macht das nicht, denn der Mini 5-Türer ist immer noch eine richtige Fahrmaschine, der kernig klingende Vierventiler durchzugsstark, das Getriebe knackig mit klar geführten, kurzen Schaltwegen. Ist man flotter unterwegs und wechselt in den nächstniedrigeren Gang, gibt der Motor, wenn auch leicht verzögert, Zwischengas. Das schreit nach einem kleinen Ausflug auf die Teststrecke. Sportmodus an, DSC (ESP) aus und los. In 8,4 Sekunden geht’s im Mini 5-Türer auf 100 km/h, Tempo 180 erreicht er mit seinem kernig drehenden Dreizylinder locker, bis Tacho 215 braucht man etwas Anlauf. Überraschung bei der Verzögerungsmessung: Mit kalter Bremsanlage steht der Mini 5-Türer in der Cooper-Ausführung bereits nach 32,4 Metern – das ist bestes Sportwagen-Niveau. Der etwas schlechtere Warmbremswert (32,8 Meter) deutet jedoch dezent an, was sich beim Ausflug auf den Rundkurs bestätigt.

5-Türer transportiert Mini-Tugenden

Allerdings harmonieren Scheiben und Beläge unter hohen Temperaturen nicht mehr optimal miteinander, sodass der Bremspedalweg des Mini 5-Türers langsam, aber stetig länger wird und die Verzögerungsleistung immer weiter nachlässt. Allerdings nur unter enorm hohen Belastungen, denen der 5-Türer wohl nur von Autotestern ausgesetzt wird. Und die wollen auch wissen, wie sich der Fünftürer im Grenzbereich verhält. Entwarnung: Die zwei zusätzlichen Zugänge haben den Mini in Sachen Fahrsicherheit nichts gekostet. Gute Spurstabilität, sicheres Einlenken, erst sehr spätes Untersteuern, leichtes Eindrehen mit dem Heck, hohe Querbeschleunigung – all das sind Eigenschaften des Mini 5-Türer, wie wir sie bei Mini kennen und schätzen.

Fazit

Als 5-Türer ist der Mini zwar nicht mehr ganz so mini, gehört aber mit knapp vier Meter Länge immer noch zu den Parklücken-Kings in der City. Über das Design der 16 Zentimeter längeren Karosserie kann man streiten. Klar aber ist: An den entscheidenden Stellen hat der Mini als 5-Türer dazugewonnen. Er bietet mehr Alltagstauglichkeit für vier Personen und mehr Platz für Gepäck, hat aber seine typischen Tugenden zum Glück nicht einmal ansatzweise abgelegt.