Mercedes S-Klasse (W140): mit V12-Biturbo in die Neuzeit
Der „Dicke“ ist zurück: Ein russischer Digitalkünstler hat die mächtige Mercedes S-Klasse (W140) in die Neuzeit interpretiert. Und zwar mit allem, was dazugehört: Sacco-Brettern, Haubenstern und wuchtigem V12.
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.
Wenn sich die Geschichte wiederholt, kommt eine Neuinterpretation der W140er-Mercedes S-Klasse gerade recht
Wir schreiben das Jahr 1991: BMW bietet den 7er seit vier Jahren mit einem prestigeträchtigen Motor an, den es in Stuttgart weder für Geld noch für gute Worte zu haben gibt: dem ersten V12 der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und genauso lange schon wirkt die damalige S-Klasse (W126) nicht mehr zwingend wie die erste Wahl in Sachen Luxuslimousinen. Deshalb setzt Mercedes auf dem Genfer Salon jenes Jahres zum lang erwarteten Gegenschlag an.
Der W140er überschattet alles bislang Dagewesene mit seinen schieren Dimensionen, eröffnet neue Welten in Sachen Fahrkomfort und hat – selbstverständlich – einen Zwölfzylinder mit 26 PS (19 kW) mehr als der Bajuware unter der Haube. Was das mit dem Jahr 2025 zu tun hat? Gut 30 Jahre später hat erneut BMW den wegweisenderen, bereiften Chefsessel im Angebot. Grund genug für den W140er, noch einmal aus der wohlverdienten Rente zurückzukehren und die Verhältnisse in der Luxuswelt wieder geradezurücken.
Der Mercedes 560 SEC von Bruno Sacco im Fahrbericht (Video)

Ein in Kohlefaser und Stahl gegossener Mafia-Boss
Hilfe bekommt die S-Klasse dabei aus Russland, namentlich von Vladimir Loktionov. Der Digital-Designer hat den „Dicken“ neu interpretiert und somit eine Art in Kohlefaser und Stahl gegossenen Mafiaboss erschaffen, der mit finsterer LED-Miene in Richtung München blickt. Auch rund um die Scheinwerfer gibt sich der Restomod definierter, mit deutlich mehr Kanten rund um Frontschürze, Grill und Motorhaube als beim Original.
Beachtlich: Loktionov behielt die kultigen Sacco-Bretter am unteren Bereich der Karosserie bei, die wie damals farblich abgesetzt sind. Auch am Heck zitiert die Neuinterpretation den W140er mit einer durchgängigen Reflektorleiste zwischen den LED-Lichtern. Die Abgasanlage lugt schmal und viereckig aus dem Heck, während man die schmutzigen Rohre in den 90ern üblicherweise noch unter der Heckschürze versteckte.
Wohl nur halb so schwer wie der Merz-edes
Felgen, Türgriffe, Außenspiegel: Alles im Jahr 2025 angekommen. Nur der Haubenstern steht noch so stolz im Wind wie damals, als unter Kanzler Kohl der Bundestag von Bonn nach Berlin zog. Ob sich Friedrich Merz und Co. heute vom aufgefrischten W140er durch die Weltgeschichte chauffieren lassen würden? Jedenfalls könnte der V12-Biturbo die Regierenden im Zeitraffer über die Autobahn transportieren.

Das in Kohlefaser-Abdeckungen gebettete Triebwerk erweckt zumindest den Anschein einer PS-Leistung, die mindestens auf dem Niveau der heutigen Maybach-V12-Variante mit 612 PS (450 kW) liegen dürfte. Und mit etwa dem halben Gewicht der VR10-gepanzerten Staatslimousine wäre der W140 schon über alle Berge, während sich der Merz-edes die Kugeln fangen würde. Hier berichten wir über den Mercedes von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Im Innenraum muss man im Vergleich zum derzeitigen W223 keine Abstriche machen, weil der Digital-Designer die Extra-Meile gefahren ist und sogar den Innenraum der aktuellen S-Klasse implementiert hat. Was jetzt noch fehlt? Natürlich die Fertigung des Restomods. Auf der Straße würde er dem BMW 7er in Sachen Präsenz den Rang ablaufen.



















