Vergleich

S-imply the best: Vier starke Mercedes S-Klassen im Vergleich

Viel Leistung, hohe Fahrdynamik und luxuriöser Komfort zeichnen die jeweiligen S-Klassen-Spitzenmodelle 300 SEL 6.3, 450 SEL 6.9, 560 SEL und 600 SEL aus. Im Vergleich offenbaren vier Generationen des „besten Autos der Welt“ ihren jeweiligen Charakter.

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Mercedes 300 SEL 6.3, 450 SEL 6.9, 560 SEL und 600 SEL stehend von vorne.
Wir bitten vier Starke S-Klassen zum Vergleich: Mercedes 300 SEL 6.3, 450 SEL 6.9, 560 SEL und 600 SEL. Foto: Scoutsource Communications
Der Mercedes 300 SEL 6.3 fahrend von vorne.
Schon alleine aufgrund der mit 6526 gebauten 300 SEL 6.3 (W109) relativ geringen Stückzahl ist das Angebot an Fahrzeugen begrenzt. Foto: Scoutsource Communications
Das Cockpit des Mercedes 300 SEL 6.3.
Der Charme der späten 60er-Jahre ist im Cockpit förmlich zu spüren. Nichts deutet auf die gewaltige Performance des 6,3-l-Monsters hin. Auch das macht in gewisser Weise den Reiz dieses Wagens aus. Foto: Scoutsource Communications
Die Sitze des Mercedes 300 SEL 6.3.
Unser Fotomodell ist ein ehemaliges US-Fahrzeug mit Lederausstattung. Foto: Scoutsource Communications
Die Rückbank des Mercedes 300 SEL 6.3.
Schon damals bedeutete SEL ein äußerst großzügiges Platzangebot im Fond. Foto: Scoutsource Communications
Der Motor des Mercedes 300 SEL 6.3.
Dass Mercedes immer wieder eindrucksvolle Motoren baute, beweist der aus dem 600er stammende V8. Foto: Scoutsource Communications
Der Mercedes 300 SEL 6.3 fahrend von hinten.
Vergleichsweise leichtgewichtig gefällt der 300 SEL 6.3 durchaus mit agilem Fahrverhalten. Foto: Scoutsource Communications
Der Mercedes 450 SEL 6.9 fahrend von vorne.
Als satt und gediegen lässt sich das Fahrgefühl im 450 SEL 6.9 beschreiben. So machen Reisen im Oldtimer Spaß! Foto: Scoutsource Communications
Das Cockpit des Mercedes 450 SEL 6.9.
Moderne Zeiten im Stil der 70er-Jahre herrschen im Cockpit des Mercedes 450 SEL 6.9. Sämtliche Bedienelemente sind sehr übersichtlich und logisch angeordnet. Foto: Scoutsource Communications
Die Sitze des Mercedes 450 SEL 6.9.
Blaues Velours war in den 70ern schwer en vogue und eine echte Alternative zu Leder. Foto: Scoutsource Communications
Die Rückbank des Mercedes 450 SEL 6.9.
Gegenüber dem Vorgänger bietet der 450 SEL 6.9 noch mehr Platz im Fond. Foto: Scoutsource Communications
Der Motor des Mercedes 450 SEL 6.9.
Der 6,9-l-V8 mit Trockensumpfschmierung ist der hubraumstärkste Vertreter in unserem Vergleich. Satte 286 PS (210 kW) sind noch heute ein Wort. Foto: Scoutsource Communications
Der Mercedes 450 SEL 6.9 fahrend von hinten.
Die hubraumstärkste der vier S-Klassen in dieser Geschichte trägt bereits moderne Züge, liefert ein noch satteres Fahrgefühl und nochmals mehr Komfort als ihr Vorgänger. Foto: Scoutsource Communications
Der Mercedes 560 SEL fahrend von vorne.
Der Mercedes 560 SEL der Baureihe W126 geht selbst nach heutigen Maßstäben fast schon als modernes Auto durch. Foto: Scoutsource Communications
Das Cockpit des Mercedes 560 SEL.
Eine neue Ära spiegelt sich auch im Interieur wider. Mit Airbags für beide vordere Plätze führte Mercedes Leben rettende Sicherheits-Features ein. Foto: Scoutsource Communications
Die Sitze des Mercedes 560 SEL.
Die Gestaltung des Interieurs erfüllt mit kleinen Abstrichen selbst heutige Ansprüche. Foto: Scoutsource Communications
Die Rückbank des Mercedes 560 SEL.
Hinten herrscht auch hier keine Platznot. Foto: Scoutsource Communications
Der Motor des Mercedes 560 SEL.
Der V8 steht mit Leistungen zwischen 242 und 300 PS (178 bis 221 kW) gut im Futter. Erstmals gab es die S-Klasse auch mit geregeltem Kat. Foto: Scoutsource Communications
Der Mercedes 560 SEL fahrend von hinten.
Formensprachlich betrachtet spiegelt der 560 SEL ganz die 80er-Jahre wider. Zeitlos schön trifft bei ihm zu. Foto: Scoutsource Communications
Der Mercedes 600 SEL fahrend von vorne.
Selbst heute noch gilt ein 600 SEL der Baureihe W140 in bestimmten Kriterien, die es zum Thema Langstrecken- und Reisefahrzeug auf dem Markt gibt, als eines der führenden Autos. Foto: Scoutsource Communications
Das Cockpit des Mercedes 600 SEL.
„Mehr geht nicht“ konstatierte man seinerzeit beim 600 SEL. Aufgrund der vielfältigen Ausstattungs-Features und der vielen Funktionen war es mit der bis dahin von der S-Klasse gewohnten Übersichtlichkeit der Bedienelemente allerdings vorbei. Foto: Scoutsource Communications
Die Sitze des Mercedes 600 SEL.
Gegenüber dem Vorgänger stärker konturierte Sitze mit mehr Seitenhalt. Foto: Scoutsource Communications
Die Rückbank des Mercedes 600 SEL.
Üppig Platz im Fond. Als Option gab es eine umlegbare Rückbank. Foto: Scoutsource Communications
Der Motor des Mercedes 600 SEL.
Zwei obenliegende Nockenwellen je Zylinderreihe, 48 Ventile und zwölf Zylinder stehen für Motorenbaukunst. Foto: Scoutsource Communications
Der Mercedes 600 SEL fahrend von hinten.
Fahrgefühl und Komfort lassen keine Wünsche offen. Foto: Scoutsource Communications
Mercedes 600 SEL, 560 SEL, 450 SEL 6.9 und 300 SEL 6.3 stehend von hinten.
Ultimativer Komfort, höchste Souveränität beim Auftritt und Sicherheit. Foto: Scoutsource Communications

Sternstunden mit Mercedes 300 SEL 6.3, 450 SEL 6.9, 560 SEL & 600 SEL

Im Jahr 1968 hatte es die Kundschaft für reinrassige Sportwagen vom Schlage eines Porsche 911 S manchmal nicht leicht. Angesichts von 170 PS (125 kW) bei lediglich 1030 km Gewicht fahrdynamisch scheinbar mit den Insignien der Macht gesegnet, fürchtete man mit diesem Zweiliter-Elfer zwar fast keinen Gegner. Eines der Automobile, das Porsche-Fahrenden damals aber große, fragende Kinderaugen ins Gesicht zu schreiben vermochte, war der Mercedes 300 SEL 6.3.

Ganz recht, alles andere als ein Sportwagen, sondern eine Luxus-Limousine – aber eine, der man in Untertürkheim mal so richtig Beine gemacht hatte. Der 6,3 l große 90-Grad-V8 mit Vierstufen-Automatik stellte enorme 250 PS (184 kW) zur Verfügung, die das luxuriöse Flaggschiff der Baureihe W109 förmlich in eine automobile Rakete verwandelten. Auf der Autobahn klotzte der zierliche 911 S zwar mit 225 km/h Höchstgeschwindigkeit, doch da er im Modelljahr 1968 noch mit kurzem Radstand ausgestattet war, bedurfte es in schnellen, langgezogenen und womöglich noch welligen Vollgaskurven schon viel Todesmut.

Ganz anders im Power-Benz. Länge läuft, galt damals schon, und so gerieten Höchstgeschwindigkeitsorgien im Bereich von 220 km/h zu vergleichsweise einfachen Übungen. Hier gerieten Elfer-Fahrende in die Opferrolle. Sein Potential unterstrich der mit 1780 kg Leergewicht um eine satte Dreivierteltonne schwerere 300 SEL 6.3 beim Sprint von 0 auf 100 km/h: Lediglich 6,5 s verstrichen bis dahin und degradierten den Porsche (7,6 s) geradezu.

Freilich, auf kurvenreichen Landstraßen sah es anders aus, doch Mercedes hatte mit dem 300 SEL 6.3 eindrucksvoll bewiesen, dass eine schwere, mit allem Luxus bewehrte Limousine durchaus fahrdynamische Ansagen zu machen imstande war. Außer über den leistungs- und drehmomentstarken 6,3-l-V8 verfügte der Power-Benz auch über ein entsprechendes Fahrwerk. Sowohl an der Doppel-Querlenker-Achse vorn wie auch an der Eingelenk-Pendelachse hinten arbeiteten hydraulische Stoßdämpfer in Verbindung mit Luftkammer-Faltenbälgen, Gummi-Zusatzfedern und Drehstab-Stabilisatoren. Rundum Scheibenbremsen, vorne innenbelüftet, sorgten zudem für standfeste Verzögerung.

Der Mercedes 560 SEC von Bruno Sacco im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Die Philosophie des Hubraum-Monsters 300 SEL 6.3 führte der 450 SEL 6.9 fort

Die Philosophie, mittels hubraumstarkem Über-Motor im eleganten Limousinenkleid sportliche Fahrleistungen zu generieren, setzte Mercedes beim Nachfolgemodell der Baureihe W116 konsequent fort. Beim 450 SEL 6.9 setzte man nun ein 90-Grad-V8-Triebwerk mit 6,8 l Hubraum ein, dessen Leistung 286 PS (210 kW) bei moderaten 4250 Umdrehungen pro Minute betrug. Das gewaltige Drehmoment von maximal 549 Nm wurde via Dreistufen-Automatik an die Hinterachse geleitet.

Mit 1935 kg Leergewicht gut 150 kg schwerer als sein Vorgänger geraten, absolvierte der 6.9 den Sprint von null auf 100 km/h mit 7,4 s zwar nicht mehr ganz so flott, dafür lag die Höchstgeschwindigkeit mit 225 km/h eine Spur höher. Das Top-Modell der Stuttgarter:innen hatte nicht nur beim Gewicht zugelegt. Mit 2960 mm war der Radstand um 9,5 cm gewachsen, und die Karosserie legte in Länge und Breite jeweils um sechs Zentimeter zu, was nicht nur ein wuchtigeres Erscheinungsbild, sondern auch noch mehr Platz im Innenraum zur Folge hatte.

„Die stärkste S-Klasse stieg preislich innerhalb von sieben Jahren um 79 Prozent“
Jürgen Gassebner

Fahrwerkstechnisch setzte man beim 450 SEL 6.9 auf hydropneumatische Federbeine, eine Doppel-Querlenker-Achse vorne sowie eine Diagonal-Pendelachse hinten mit Anfahrmoment- und Bremsnickabstützung. Vorne wie hinten kam zudem eine Niveauregulierung zum Einsatz. Eine deutlich erhöhte Spurweite von plus 31 mm vorn respektive 20 mm hinten sorgten in Verbindung mit der breiteren Bereifung in der Dimension 215/70 VR 14 obendrein für verbesserte Querdynamik.

Kräftig weiterentwickelt hatte sich auch der Verkaufspreis des größten S-Klasse-Modells. Rief Mercedes für den 300 SEL 6.3 im Erscheinungsjahr 1968 noch 39.160 Mark auf, kostete der 450 SEL 6.9 bei seiner Einführung 1975 bereits 69.930 Mark, was immerhin einer Kaufpreissteigerung von 30.770 Mark oder 79 Prozent in sieben Jahren entsprach.

Mercedes S-Klasse: Gewicht, Länge & Preise legen zu, die Power aber nicht

Während vom 300 SEL 6.3 lediglich 6526 Exemplare und vom 450 SEL 6.9 nur 7380 Einheiten gebaut wurden, ging es beim Nachfolger, dem 560 SEL der Baureihe W126, in puncto Volumen in die Vollen: Rund das Zehnfache, nämlich 75.071 Einheiten, wurde in der Zeit von 1985 bis 1992 von ihm gebaut. Allerdings beendete der 560 SEL auch die Ära der gigantischen Hubräume von mehr als sechs Litern.

Aus 5,5 l wurden zunächst 272 beziehungsweise 242 PS (200 bzw. 178 kW) mit Kat generiert, und von 1987 an waren es 300 respektive 279 PS (221 kW bzw. 205 kW) mit Abgasreinigung. Während sich die Spitzenleistungen durchaus im Bereich des 6,9 l großen Vorgängers bewegten, zeigt ein Vergleich der Drehmomentwerte indes, wie bärenstark die großen V8 der beiden Vorgänger wirklich waren. So brachte es der 300 SEL 6.3 auf 500 Nm bei 2800 Touren und der 450 SEL 6.9 gar auf 549 Nm bei 3000 Umdrehungen, während der 560 SEL mit Werten von 430 bis maximal 455 Nm bei 3750 Touren seinem geringeren Hubraum eindeutigen Tribut zollte.

Mercedes 600 SEL, 560 SEL, 450 SEL 6.9 und 300 SEL 6.3 stehend von hinten
Foto: Scoutsource Communications

Den brachialen Durchzug der Vorgänger-Triebwerke konnte er also nicht bieten, doch eine gekonnte Abstimmung des Antriebsstrangs mit Vierstufen-Automatik machte dies in Verbindung mit einer deutlich optimierten Aerodynamik wett. So erreichte der 560 SEL im Sprint von null auf 100 km/h je nach Leistungsvariante Werte zwischen 6,8 und 7,6 s, und mit Höchstgeschwindigkeiten zwischen 228 und 250 km/h wurde gegenüber dem Vorgänger spürbar mehr Tempo geboten.

Fahrwerksseitig kam einmal mehr die Doppel-Querlenker-Konstruktion vorne zum Einsatz, und achtern übernahm dies wiederum eine Diagonal-Pendelachse mit Anfahrmoment- und Bremsnickausgleich. Die Federung erfolgte über Schrauben- und Gummi-Zusatzfedern, und auf Wunsch konnte eine volltragende hydropneumatische Federung geordert werden.

Erneut änderte sich die S-Klasse in ihren Dimensionen

Der Radstand wuchs im Vergleich zum Vorgänger nochmals um 110 auf nunmehr 3070 mm, während sich die Gesamtbreite um 50 auf jetzt 1820 mm reduzierte. Gleichzeitig legte die S-Klasse um 36 auf nun 1446 mm in der Höhe zu. Ein nochmals verbessertes Raumangebot ging beim 560 SEL einher mit einem deutlich reduzierten Leergewicht. Mit 1810 kg (von 9/87 an: 1830 kg) geriet er 125 respektive 105 kg leichter als sein Vorgänger 450 SEL 6.9. Zusammen mit nochmals gesteigerten Spurweiten (plus 34 mm vorne, plus 22 mm hinten) bot der 560 SEL damit eine gesteigerte Agilität und Querdynamik.

Während 300 SEL 6.3, 450 SEL 6.9 und 560 SEL allesamt auf großvolumige 90-Grad-V8-Triebwerke mit je einer obenliegenden Nockenwelle pro Zylinderreihe sowie je einem Ein- und Auslassventil pro Brennraum dieselben konstruktiven Anlagen beim Grundmotor boten, schlug der 1990 in Produktion gestellte 600 SEL der Baureihe W140 nicht nur diesbezüglich ein neues Kapitel in der S-Klasse-Geschichte auf. Erstmals kam bei ihm ein Zwölfzylinder-V-Motor mit 60 Grad Bankwinkel zum Einsatz. Die Gaswechsel wurden mittels zweier obenliegenden Nockenwellen je Zylinderreihe über zwei Ein- und Auslassventile je Brennraum gesteuert.

Mit 408 PS (300 kW) bei 5200 Touren (von 9/92 an: 394 PS/290 kW) und einem maximalen Drehmoment von 580 Nm bei 3800/min (von 9/92 an: 570 Nm) setzte der mit einer per Mikroprozessor gesteuerten Kraftstoffeinspritzung (Bosch LH-Jetronic) bewehrte, sechs Liter große Zwölfzylinder nun erstmals wieder neue Bestmarken hinsichtlich Kraft und Leistung.

Mit 6,3 s für den Sprint von null auf 100 km/h (von 9/92 an: 6,6 s) setzte der 600 SEL denn auch einen neuen S-Klassen-Bestwert für die Beschleunigung und erreichte – elektronisch begrenzt – 250 km/h Höchstgeschwindigkeit. Doch nicht nur diesbezüglich stellte der Zwölfzylinder-W140 neue Spitzenwerte auf. Drastisch zugelegt hatte er auch in den Abmessungen.

Mercedes 600 SEL mit wuchtiger Erscheinung

Mit 5213 mm Länge übertraf er den Vorgänger 560 SEL um 53 mm und legte in der Breite um 66 auf jetzt 1886 mm zu. Auch die Gesamthöhe wuchs, und zwar von 1446 auf jetzt 1491 mm (von 6/93 an als S 600 lang: 1482 mm). Mit dieser wuchtigen Erscheinung wirkte der 600 SEL damals auf viele Zeitgenöss:innen übertrieben groß und pompös und war für seinen fast schon unanständigen Luxus in der Kritik. Wer allerdings in den Fahrgenuss des 600 SEL geriet, erlebte neue Dimensionen.

Der seidenweiche Zwölfzylinder untermalte mit ganz dezentem Fauchen, was sich antriebsseitig abspielte, während sich die Besatzung selbst jenseits von 200 km/h noch im Flüsterton unterhalten konnte. Bei Antriebstechnik, Performance sowie – bedingt durch die vergrößerten Karosserieumfänge – auch Raumangebot und Komfort stellte der 600 SEL ganz unzweifelhaft einen großen Schritt dar. "Das beste Auto der Welt!", titelte die Fachpresse, und tatsächlich ersetzte der 600 SEL den Begriff "Fahren" selbst auf weniger ebenen Pisten in höchst souveräner Manier durch das Wort "Gleiten".

Fazit

Mich für eine der vier S-Klassen zu entscheiden, fiele mir mehr als schwer. Vergleichsweise leichtgewichtig, dazu bärenstark und mit seiner filigranen Formensprache zeitlos schön, zeigt uns der 300 SEL 6.3 eindrucksvoll, dass Mercedes den Begriff "Power-Limousine" schon vor mehr als 50 Jahren konsequent umsetzte. Nicht minder faszinierend ist der 450 SEL 6.9, der die Anlagen seines Vorgängers übernimmt und noch mehr Komfort bietet. Begeisternd – weil aus heutiger Sicht mit einem deutlichen Plus an solider Gesamtsubstanz gesegnet – gibt sich der 560 SEL, der angesichts von ABS und Airbag obendrein moderne Sicherheitsaspekte erfüllt. Auf dem besten Weg zur S-Klassen-Ikone befindet sich der 600 SEL. Ultimativer Komfort, höchste Souveränität beim Auftritt und der Sicherheit sowie sein begeisternder V12 stempeln ihn zu einem ganz besonderen S-Klassiker der Zukunft.

Technische Daten von Mercedes 300 SEL 6.3, 450 SEL 6.9, 560 SEL & 600 SEL

Classic Cars 07/2014

Mercedes 300 SEL 6.3

Mercedes 450 SEL 6.9

Zylinder

8

8

Hubraum

6332 cm³

6834 cm³

Leistung

184 kW/250 PS bei 4000 U/min

210 kW/286 PS bei 4250 U/min

Max. Gesamtdrehmoment bei

500 Nm bei 2800 U/min

549 Nm bei 3000 U/min

Getriebe / Antrieb

4-Stufen-Automatik / Hinterrad

3-Stufen-Automatik / Hinterrad

L / B / H

5000 / 1810 / 1420 mm

5060 / 1870 / 1410 mm

Leergewicht

1780 kg

1935 kg

Beschleunigung null auf 100 km/h

6,5 s

7,4 s

Höchstgeschwindigkeit

220 km/h

225 km/h

Verbrauch auf 100 km

15,5 l S

16 l S

Grundpreis (Jahr)

41.181 Mark (1969)

69.930 Mark (1975)

Classic Cars 07/2014

Mercedes 560 SEL

Mercedes 600 SEL

Zylinder

8

12

Hubraum

5547 cm³

5987 cm³

Leistung

200 kW/272 PS bei 5000 U/min

300 kW/408 PS bei 5200 U/min

Max. Gesamtdrehmoment bei

430 Nm bei 3750 U/min

580 Nm bei 3800 U/min

Getriebe / Antrieb

4-Stufen-Automatik / Hinterrad

4-Stufen-Automatik / Hinterrad

L / B / H

5160 / 1820 / 1446 mm

5213 / 1886 / 1491 mm

Leergewicht

1810 kg

2190 kg

Beschleunigung null auf 100 km/h

6,9 s

6,3 s

Höchstgeschwindigkeit

238 km/h

250 km/h

Verbrauch auf 100 km

13,5 l S

15,4 l S

Grundpreis (Jahr)

121.410 Mark (1985)

198.360 Mark (1991)