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Mercedes G-Klasse: Oldtimer kaufen G-waltiger Oldtimer mit Schwächen

von Markus Schönfeld 12.11.2018

Die Mercedes G-Klasse gilt als anpassungsfähig, robust, beweglich und ausdauernd ­– sie ist und bleibt eine echte Offroad-Ikone. Darauf muss beim Kauf des Oldtimers geachtet werden.

Die Mercedes G-Klasse ist nicht nur als Neuwagen äußerst gefragt, auch als Oldtimer ist sie ein echtes Schmuckstück. Wenn die Entscheidung auf den Oldtimer fällt, empfiehlt sich beim Kauf ein Sechszylinder-Benziner und nicht der beliebte und deutlich häufiger verkaufte Diesel 300 GD. Denn auch die ursprüngliche Baureihe W460 vermittelt für einen Geländewagen schon erhabene Fahrgefühle. Zudem liegen die Chancen höher, ein halbwegs gepflegtes Exemplar zu erwischen, denn für den harten Arbeitseinsatz wurden meist die Basismotoren verwendet. Der Sechszylinder hat obendrein einen kernigen Klang und reichlich Drehmoment – das passt perfekt zu dem etwa zwei Tonnen schweren kultigen Kasten.Vor allem die nach innen geformten Blechfalze sind die Achillesferse der Mercedes G-Klasse. Diese sind beispielsweise an den hinteren Kotflügeln oder unterhalb des Frontscheibenrahmens Bläschen zu erkennen. Hier warten extrem aufwändige Reparaturen auf den Besitzer. Gerade aus dem ersten Jahrzehnt soll es aber auch noch gut erhaltene Autos geben. Sie werden aber nur selten verkauft. Motoren, Getriebe und Achsen sind sehr robust und funktionieren selbst bei vernachlässigter Pflege zuverlässig.

Die Mercedes G-Klasse (2018) im Video:

 
 

Mercedes G-Klasse als Oldtimer kaufen

Es gibt Dieselmodelle der Mercedes G-Klasse mit knapp einer Million Kilometer auf der Uhr. Die Benziner dienten seltener als Kilometerfresser. Dafür wurden die Vierzylinder wegen des hohen Gesamtgewichts oft mit hohen Drehzahlen belastet. Die Sechszylinder wiederum wurden wegen des hohen Verbrauchs hin und wieder auf Gasbetrieb umgebaut. Noch ist die Ersatzteillage gut – schließlich wird die G-Klasse ja noch gebaut. Allerdings ist das Preisniveau auch für Mercedes-Verhältnisse hoch. Und bei einigen Innenraumteilen oder Original-Sitzen wird es schwierig, überhaupt an passenden Ersatz zu gelangen. Und nach der aktuellen Produktionsumstellung im Werk Graz dürften vor allem Blechteile, Türen oder Kotflügel nochmals teurer werden. Es war nie günstig, einen Mercedes zu fahren – erst recht nicht eine G-Klasse. Und es wird es auch nie werden. Auch wenn gerade ältere G-Modelle manchmal verlockend billig inseriert werden, sollte man sich über etwaige Folgekosten im Klaren sein. Verschleißteile sind ohnehin schon Mercedes-typisch teuer, doch Blech oder gar Rahmenreparaturen sind aufwändig und übersteigen nicht selten sogar den Anschaffungspreis.

Neuheiten Mercedes G-Klasse (2020)
Mercedes G-Klasse (2018): Preis/Innenraum G-Klasse auch mit Vierzylinder

 

 

Technische Daten Mercedes G-Klasse 230 GE (kurz), 280 GE (lang) & 300 GD (lang)

 

 

 

von Markus Schönfeld von Markus Schönfeld
Unser Fazit

Das G-Modell war schon immer ein Auto zum Träumen – nicht ohne Grund: Die kantige Form ist einzigartig, das Fahrgefühl erhaben und die Geländekompetenz unbestritten. Aber blind sollten solche Gefühle nicht machen. Denn es gibt so einige neuralgische Schwachpunkte, die vor allem mit Rost zu tun haben. Doch die Suche nach einem gut erhaltenen G-Modell lohnt sich in jedem Fall.

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