Vorstellung

Mansory Fortwo: Neun Jahre alter Smart teurer als ein Audi RS 3

(K)ein smarter Kauf? Weniger Auto für mehr Geld bekommt man wohl nirgendwo als bei diesem von Mansory veredelten Smart Fortwo Cabrio. Von dem Preis, den ein französischer Händler für das 2017er-Modell aufruft, könnte man sich auch einen fabrikneuen Audi RS 3 in die Garage stellen.

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Der Mansory Smart Fortwo stehend von schräg vorne
Für gewöhnlich gehört ein Smart Fortwo zu den besten Möglichkeiten, flott und zum fairen Preis durch die Stadt zu düsen. Dieser Mansory macht damit Schluss. Foto: Royalcars.fr
Der Mansory Smart Fortwo stehend von schräg hinten
Das Widebody-Cabrio bietet derzeit ein französischer Händler für satte 69.900 Euro an. Foto: Royalcars.fr
Der Mansory Smart Fortwo stehend seitlich
Und dabei handelt es sich nicht einmal um einen Neuwagen: Der olivgrüne Giftzwerg hat schon neun Jahre und gut 22.000 km auf dem Buckel. Foto: Royalcars.fr
Der Mansory Smart Fortwo stehend von hinten
Gebrauchte Mansory-Modelle von Bentley, Porsche und Co. gibt es teilweise deutlich günstiger. Foto: Royalcars.fr

2017er Mansory Smart Fortwo soll 70.000 Euro kosten

Natürlich kann man einen Mansory Smart Fortwo nicht mit einem Audi RS 3 vergleichen. So kann man am Audi das Dach nur mit einer Flex wegklappen und Exklusiv-Bezüge aus exotischen Tierhäuten sucht man im RS 3 auch vergebens. So würde zumindest wohl Autohändler Royalcars argumentieren, der Importeur von Mansory-Modellen für Frankreich und Monaco sowie Anbieter des hier gezeigten Smarts in mattem Olivgrün.

Wir wiederum würden noch einwerfen, dass die beiden Fahrzeuge auch 1,6 l Hubraum, zwei Zylinder sowie 275 PS (202 kW) trennen. Ganz abgesehen von der haushoch überlegenen Fahrdynamik und Praktikabilität des RS 3. Nur quer parken am Casino de Monte Carlo, das kann der Audi nicht.

Der Smart #5 Brabus (2025) im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Smart sein oder Smart haben, das ist hier die Frage

Das mit der Parkplatzsuche ist für den Smart Fortwo mit dem Widebody-Kit von Mansory kaum schwerer geworden. Den aggressiveren Look schärfen zudem ein Kohlefaser-Splitter an der Front, eine an der Tür verlaufende Zierleiste, die den vorderen Kotflügeln entspringt, schwarze Felgen, ein Dachkantenspoiler sowie die vierflutige Abgasanlage. Den in cremefarbenem Leder ausstaffierten Innenraum zeigen die Bilder hingegen nur leidlich.

Im Vergleich zu den neuesten Kreationen aus dem bayrischen Brand mit ihren farbexplosiven Materialmischungen braucht man am hier gezeigten Fortwo auch keine großen Überraschungen erwarten. Im Baujahr 2017 war schillernd-bunt bei der High Society noch nicht so angesagt.

Richtig gelesen: Das zum Verkauf stehende Cabrio ist längst kein Neuwagen mehr und hat auch schon 22.600 Metropolenkilometer abgespult. Mit offenem Dach sowie dem auf 125 PS (92 kW) und 200 Nm geboosteten 0,9-l-Dreizylinder kann man dem Eintonner das spaßige Fahrgefühl sicher nicht absprechen, aber ist er deswegen gleich 69.900 Euro wert?

Das Argument, dass es sich um den günstigsten Mansory weit und breit handelt, zieht hier nicht: Zum Einen besitzt Royalcars auch noch einen geschlossenen Mansory Fortwo für 67.900 Euro im Fundus und zum Anderen listet der Gebrauchtwagenmarkt reichlich veredelte Bentley, Mercedes und Porsche aus den vergangenen 20 Jahren, die auch schon für gut die Hälfte des Geldes angeboten werden.