Wohnmobil-Vorstellung

Knaus Boxtime: Neue Baureihe jetzt auch mit Aufstelldach

Neues aus Jandelsbrunn: Mit dem Knaus Boxtime hat der Campingfahrzeug-Riese zum Modelljahr 2026 eine neue Campervan-Baureihe ins Rennen geschickt. Sein Highlight sind insbesondere die Leichtbaumöbel und die moderne Ausstattung. Zur CMT 2026 folgte noch ein Aufstelldach. Hier alle Details.

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Der Knaus Boxtime statisch von schräg vorne rechts auf einer Wiese vor einem Bergsee stehend..
Mit dem Boxtime führt Knaus eine neue Campervan-Baureihe ein. Die Basis bildet abermals der Fiat Ducato. Foto: Knaus
Der Knaus Boxtime statisch von schräg hinten links vor weißem Hintergrund.
In vier Grundrissen auf drei Längen (540, 600 und 640 cm) wird der neue Campervan angeboten – das Bild zeigt den 600 MQ. Foto: Knaus
Die Sitzgruppe des Knaus Boxtime mit Ansicht aus dem Cockpit.
Klare Linien und dunkle Farben dominieren den Wohnraum. Letzteres hat einen triftigen Grund: „Light Weight Technology“ zieht in den Campervan ein. Foto: Knaus
Die Seitenkästen im Dachbereich über dem Fahrerhaus des Knaus Boxtime im Detail. Der Fokus liegt auf dem Material, das Knaus Light Weight Technology nennt.
Diese „Light Weight Technology“ – geschäumter Kunststoff (EPP) – ersetzt an vielen Stellen im Wohnraum den üblichen Materialmix. Das macht den Campervan laut Knaus leichter, leiser und besser gegen Schall, Hitze und Kälte isoliert. Foto: Knaus
Der Wohnraum des Knaus Boxtime mit Ansicht in Richtung Cockpit.
Viel Licht bringt dagegen die serienmäßige Panoramahaube in den Bug. Die schlankeren Möbel sorgen dafür für etwas mehr Bewegungsfreiheit. Foto: Knaus
Die Küchenzeile des Knaus Boxtime mit ausgefahrener Arbeitsflächenerweiterung.
Geht doch: Die recht großzügige Campervan-Küche ist trotz stirnseitig eingebautem Kompressor-Kühlschrank mit einer Arbeitsflächenerweiterung versehen. Foto: Knaus
Die Collage zeigt das Badezimmer mit Schwenkwand des Knaus Boxtime. Auf der linken Seite ist das Bad im Umbau als WC zu sehen, rechts der Umbau zur Duschkabine.
Knaus setzt in allen Boxtime-Grundrissen auf ein Schwenkbad. Links das Bad mit Waschbecken, WC und Ablagen, rechts die Duschkabine ganz ohne lästigen Duschvorhang. Foto: Knaus
Das Heckbett des Knaus Boxtime.
Im Heck bleibt man bei 540 und 600 dem Doppelbett treu, die 630er bekommen Einzelbetten. Aber: Auf Wunsch sind alle Grundrisse mit einem elektrischen Heckhubbett zu haben, der 630 MX setzt sogar serienmäßig auf die höhenverstellbare Schlaflösung. Foto: Knaus

Preis: Knaus Boxtime ab 66.990 Euro

Zum Caravan Salon Düsseldorf 2025 reiste der leicht krisengeschüttelte Marktriese Knaus nicht nur mit neuen Grundrissen und Sondermodellen an, sondern hat auch eine Neuheit im Messe-Gepäck: die neue Campervan-Baureihe Knaus Boxtime. Dieser ging zum Modelljahr 2026 in den vier Grundrissen 540 MQ, 600 MQ, 630 ME und 630 MX an den Start. Zur CMT 2026 folgte der nächste Schritt: Dank neuem Aufstelldach nimmt der Boxtime bis zu fünf Personen auf.

Wie Fachkundige an den Grundriss-Kürzeln bereits erkannt haben dürften, handelt es sich beim Basisfahrzeug um den bewährten Fiat Ducato in den drei Radständen mit knapp 5,40, 6,00 und 6,40 m Außenlänge. Diese bietet zwar auch der Knaus Boxlife, der parallel im Sortiment bestehen bleibt und zum Modelljahr 2026 nochmals grundlegend modernisiert wird, bleibt aber im Vergleich zum brandneuen Boxtime die „konservativere“ Campervan-Wahl im Sortiment, wenn es um das Thema Ausstattung geht. Die gängigen Wohnmobil-Bauarten erklären wir hier im Detail.

Preislich liegt der Boxtime daher auch leicht über dem Boxlife. Los geht es beim 600 MQ mit 66.990 Euro, sein kleiner Bruder 540 MQ kostet mindestens 67.330 Euro, die beiden 630 ME und MX kosten 72.630 beziehungsweise 74.630 Euro (Alle Preise: Stand Januar 2026).

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Innenraum: Weniger Holz, mehr Zuladung

Wer den neuen Kastenwagen betritt, wird schnell feststellen: Es ist ungewohnt dunkel im Boxtime. Knaus setzt beim neuen Campervan nämlich konsequent auf Leichtbau. Hinter der sogenannten „Light Weight Technology“ steckt ein neu entwickelter, geschäumter Kunststoff (EPP) für den Möbelbau, der das charakteristische Dunkelgrau verleiht.

Der Hersteller verspricht sich davon die Beseitigung gleich mehrerer Baustellen im typischen Campervan. Zum einen sind die Möbel durch das neue Material deutlich schlanker, bei den Oberschränken lassen sich so etwa 70 mm Raum gewinnen, die der Bewegungsfreiheit an Bord zugutekommen. Zum anderen soll der Boxtime 600 MQ so im Vergleich zum üblichen Sechs-Meter-Campervan 60 kg leichter sein. Davon profitieren Zuladung sowie Fahrgefühl, verspricht der Hersteller. Darüber hinaus soll die Schallisolierung besser sein – genauer sollen Außengeräusche um bis zu drei Dezibel gedämpft werden – sowie die Dämmung gegen Hitze und Kälte. Nicht zuletzt: Da die neuen Kunststoffe auch Vibrationen und Stöße besser abfangen können, sollen die neuen Möbel auch widerstandsfähiger und langlebiger sein. Drüber hinaus ist das neue Material zu 100 Prozent recycelbar.

Die Sitzgruppe des Knaus Boxtime mit Ansicht aus dem Cockpit.
Foto: Knaus

Sitzgruppe

Ganz ohne Holz(-optik) geht es dann beim neuen Knaus Boxtime aber doch nicht. Der gewohnte Eiche-Look bleibt etwa beim „schwebenden“ Tisch mit Dreherweiterung der klassischen Halbdinette im Bug erhalten. Die übrige Sitzgruppe füllt eine Komfort-Doppelsitzbank inklusive einem Isofix-Platz sowie den drehbaren Einzelsitzen im Fahrerhaus recht vorhersehbar aus.

Küche

Die Seitenküche fällt, insbesondere im 600 MQ, den wir hier abbilden, für die Sechs-Meter-Klasse aus sehr großzügig. Dank des stirnseitig eingelassenen Kompressor-Kühlschranks bleibt auch eine offene Blickachse von Bug bis Heck bestehen. Über dem 84-l-Kühlschrank bekommt Knaus tatsächlich eine Arbeitsflächen-Erweiterung in die Campervan-Küche integriert. Als kleine Schublade fährt sie bei Nichtgebrauch sogar bündig und ganz ohne Klappmechanismus ein. Die Koch-Spül-Kombi mit zweiflammigem Gasherd und geteilter Glasabdeckung ist wiederum Standard in der Campervan-Klasse, selbst im mittleren Preissegment.

Bad

Ein weiteres Highlight verbirgt sich direkt gegenüber der Seitenküche hinter einer Türe: Alle vier Grundrisse des neuen Knaus Boxtime kommen serienmäßig mit einem Schwenkbad an Bord – und verzichten so auf den stets am Körper klebenden Duschvorhang des klassischen Kompaktbads.

Schlafplätze

Im Heck bleibt es dagegen bei den klassischen Betttypen für einen Campervan: Doppelbetten im Quereinbau in 540 MQ (193 x 139/120 cm) und 600 MQ (193 x 160/140 cm) sowie Längs-Einzelbetten in 630 ME und 630 MX (je 199/195 x 193 cm). Letzterer kommt serienmäßig mit einem elektrischen Hubbett im Heck, 540 und 600 lassen sich optional damit aufrüsten. Die gängigen Bett-Bauarten in Wohnmobilen erklären wir hier im Detail.

Zur CMT 2026 erweitert ein optionales Schlafdach die Ausstattungsliste des Boxtime um zwei weitere Schlafplätze. Das Aufstelldach ist für alle vier Grundrisse erhältlich und hat eine Liegefläche von 135 x 200 cm. Weiterhin gibt es auch ein Notbett (180 x 70 cm) im Sitzgruppenumbau, und damit maximal bis zu fünf Schlafplätze.

Bordtechnik und Stauraum

Stauraum ist insbesondere das Metier des Heckhubbett-Grundrisses 630 MX: Hier gibt es dank elektrisch höhenverstellbarem Heckbett und dessen Längsausrichtung viel Raum zum Durchladen von sperrigerem Gepäck wie etwa Fahrrädern. Praktisch: Optional lässt sich der Boden der Boxtime-Heckgarage mit Riffelblech auslegen.

Dem Stauraum kommt auch der kleinere Gaskasten zugute. Da an Bord lediglich der Kocher mit Gas betrieben wird, genügt eine anstatt der sonst üblichen zwei 11-kg-Gasflaschen. Geheizt wird dagegen serienmäßig mit Diesel, ab Werk wird eine Truma Combi 4 D genutzt, optional ist auch die leistungsstärkere 6 D lieferbar.

Die Besonderheiten auf einen Blick

  • „Light Weight Technology“ anstatt herkömmlichen Wohnraum-Materialien spart Gewicht

  • Auch mit Heckhubbett bestellbar

  • Dieselheizung serienmäßig

Technische Daten des Knaus Boxtime 600 MQ

  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato

  • Motorisierung: 2,2-l-Turbodiesel mit 120 PS (88 kW); opt. 140 oder 180 PS (103 oder 132 kW)

  • Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe; opt. Achtstufen-Automatikgetriebe

  • Zulässige Gesamtmasse: 3500 – 4000 kg

  • Maße (L/B/H): 5,99 m/2,05 m/2,58 m

  • Stehhöhe: 1,90 m

  • Gurt-/Schlafplätze: 4/2 – 5