Klimapaket: Erhöhung der Kfz-Steuer ADAC fordert Kfz-Steuerreform

von Alexander Koch 10.01.2020

Im Zuge des Klimapakets soll die Kfz-Steuer erhöht werden. Wie genau die geplante Erhöhung ausfallen soll, ist aber noch unklar. Außerdem: Der ADAC fordert eine Kfz-Steuerreform, die sich ausschließlicih am CO2-Ausstoß bemisst.

Erfuhr die Kfz-Steuer mit der Umstellung des Verbrauch-Testverfahrens von NEFZ auf WLTP bereits im September 2018 eine Erhöhung, soll sie sich mit dem Klimapaket der Bundesregierung erneut verteuern. Das Klimaschutzprogramm, das die Bundesregierung im Oktober 2019 verabschiedet hat, beinhaltet konkrete Vorhaben, mit denen Deutschland seine Klimaziele für das Jahr 2030 einhalten will – dazu gehören Punkte wie die Erhöhung der Luftverkehrssteuer, die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets und eben die Erhöhung der Kfz-Steuer. Mit letzterer möchte sich das Kabinett zu einem späteren, noch nicht definierten Zeitpunkt befassen. Trotzdem ist schon jetzt bekannt, dass die Kfz-Steuer ab 2021 für Neuwagen mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von mehr als 95 Gramm je Kilometer teurer werden soll. Der Hintergrund: Ab 2021 gilt mit besagten 95 Gramm je Kilometer ein neuer EU-Grenzwert für den CO2-Ausstoß, der sich in individuellen Soll-Werten für jeden Autohersteller aufsplittet – berechnet unter anderem anhand des durchschnittlichen Gewichts der Fahrzeuge. Mit der im Zuge des Klimapakets angepassten Kfz-Steuer würden folglich Neuwagen, die den EU-Grenzwert überschreiten, finanziell schlechter gestellt. Die Politik erhofft sich damit einen Lenkungseffekt, also dass Verbraucher zu sparsameren Autos greifen. Mehr zum Thema: Strengere EU-Grenzwerte für Neuwagen

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Erhöhung der Kfz-Steuer durch das Klimapaket & ADAC fordert Steuerreform

Der ADAC hat die Bundesregierung zu einer Kfz-Steuerreform aufgefordert. Die Höhe der Steuer für Neuwagen solle sich künftig ausschließlich an den CO2-Emissionen des Fahrzeugs orientieren. Das sei ein Anreiz, beim Autokauf stärker auf den Ausstoß des Treibhausgases zu achten und sparsamere Modelle auszuwählen. "Die Reform der Kfz-Steuer muss aufkommensneutral gestaltet werden. Mobilität muss bezahlbar bleiben. Klimaschutz und Mobilität sind vereinbar", fordert der ADAC- Vizepräsident für Verkehr, Gerhard Hillebrand. Wie die Denkfabrik Agora Energiewende für 2019 festgestellt hat, sind die Emissionen in der Stromerzeugung gesunken, im Verkehr aber gestiegen.

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