Vorstellung

Karl Lagerfeld: Die ultraluxuriösen BMW 7er des Modezaren

Nach dem Tod von Karl Lagerfeld erinnern die in den 90ern entstandenen 7er BMW an die Zusammenarbeit mit dem Modezaren. Die Umsetzung der ungewöhnlichen Ideen war eine Herausforderung für die M-GmbH.

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Der BMW 750iL (E38) mit Karl Lagerfeld im Vordergrund statisch von schräg vorne fotografiert.
Karl und sein Großer: In den 90er-Jahren ließ der Modezar aus Hamburg diverse 7er BMW mit V12 nach seinen Wünschen individualisieren. Foto: BMW
Der BMW 750iL (E38) statisch von schräg hinten fotografiert.
Der Shuttle-BMW 750 iL des Berliner Schlosshotels war ein in Handarbeit aufgebautes Zeugnis dessen, was an Elektronik in einem Auto im Jahr 1996 machbar war. Foto: BMW
Das Cockpit des BMW 750iL (E38).
Während die Person am Steuer mit den Vorzügen des Zwölfzylinders vorlieb nehmen durfte, ... Foto: BMW
Der Fond des BMW 750iL (E38).
... warteten im Fond elektrisch verstellbare Einzelsitze, die mit klassischer Steppung für Komfort sorgten. Foto: BMW
Die Mittelkonsole hinten des BMW 750iL (E38).
Ein Fernseher mit VHS-Rekorder durfte an Bord natürlich nicht fehlen, dazu kamen drei Telefone, ein Faxgerät sowie ein Kühlschrank. Foto: BMW
Eine Holztafel mit Karl Lagerfeld-Schriftzug im BMW 750iL (E38).
Lagerfeld ließ auf der Holzdekorleiste stets seinen berühmten "KL"-Schriftzug anbringen. Foto: BMW
Der BMW 750iL (E32) statisch von schräg vorne fotografiert.
Bereits 1992 entwickelte Lagerfeld gemeinsam mit BMW auf Basis des E32 einen persönlichen Luxusgleiter. Angelehnt an das Design von Rolls-Royce ließ Lagerfeld den ersten 750iL in Schwarz-Silber lackieren. Foto: BMW
Das Cockpit des BMW 750iL (E32).
Im Innenraum gabs Leder, wohin man sah. So waren Hutablage und Armaturenbrett auch damit bezogen. Foto: BMW
Das Faxgerät im Handschuhfach des BMW 750iL (E32).
Zudem mochte KL feine Muster im Cockpit und ein Faxgerät im Handschuhfach. Foto: BMW
Der BMW L7 (E38) statisch von schräg vorne fotografiert.
Der vom Werk in der Langversion L7 gebaute 750iL war der letzte BMW, der mit Lagerfelds Hilfe im Jahr 2000 veredelt wurde. Foto: BMW
Die vorderen Sitze des BMW L7 (E38).
Braunes Leder mit spezieller Steppung im Stile englischer Clubmöbel kontrastierte die extravagante Lackierung.  Foto: BMW
Der Fond des BMW L7 (E38).
Der noch einmal um 25 cm verlängerte 750iL (L7) bot reichlich Platz im Fond. Foto: BMW
Der Innenraum des BMW L7 (E38).
Obligatorisch war eine Kleenex-Box. Sie befand sich in der linken hinteren Türverkleidung. Die Vorhänge ließen sich elektrisch bedienen. Foto: BMW
Das Typenschild des BMW L7 (E38) von Karl Lagerfeld.
Insgesamt entstanden lediglich 899 BMW L7, doch kein zweiter, der von Karl Lagerfeld höchstpersönlich personalisiert wurde. Foto: BMW

Karl und die Großen: Die individualisierten BMW 7er Lagerfelds

Die Beziehung des im Februar 2019 verstorbenen Modezaren Karl Lagerfeld zu BMW war nicht immer einfach. Sein Dienstwagen BMW 745i der Baureihe E23 sorgte in den 80er-Jahren mit Pannen für mehr Ärger als für Freude am Fahren. Doch 1992 war der Zorn darüber vergessen. Lagerfeld und BMW entwickelten gemeinsam das Projekt eines sehr persönlichen BMW 7er.

Das Ergebnis war ein 750iL Typ E32 in Zweiton-Lackierung und mit zahlreichen Änderungen im Interieur. "Custom made für KL" bedeutete dabei eine spezielle Steppung des Leders im Stile englischer Clubmöbel, ein Faxgerät im Handschuhfach und ein Mobiltelefon.

1994, zur Wiedereröffnung des Berliner Schlosshotels, folgte der zweite von Karl Lagerfeld individualisierte 7er BMW. Basis des als Hotel-Shuttle eingesetzten Autos war diesmal ein BMW 750iL der Baureihe E38. Lackiert war er in einer ineinander laufenden Zweiton-Farbgebung (Canyonrot und Nepalsilber), die mit einem hellen Interieur kontrastierte.

Drei Telefone, ein Faxgerät sowie ein Fernseher mit VHS-Videorekorder im Fond vervollständigten die Ausstattung. Besonders exklusiv waren aber der Kühlschrank mit hölzernem Beistelltisch-Ensemble sowie spezielle Holzleisten mit Intarsien.

Der BMW 7er (2026) im Video

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Video: AUTO ZEITUNG

Karl Lagerfelds BMW 750iL der Baureihe E38 mit Zweiton-Farbgebung

Karl Lagerfeld selbst hatte einen schlichteren Geschmack und bestellte seinen eigenen privaten BMW 7er in Dunkelgrün (Geneva Green Pearl) außen und innen (Mexiko Grün). Dieses Auto nutze der Designer auch selber bei seinen Aufenthalten in Frankreich.

Der beeindruckendste "KL BMW" war die Langversion L7 auf Basis des 750iL Typ E38 mit 5,4 l großem, 326 PS (240 kW) und 490 Nm starkem Zwölfzylinder in V-Bauweise. Erneut in einer Zweiton-Lackierung – Goldorange und Kastanienbraun Metallic – gehalten und mit einem Interieur in gedeckterem Dunkelbraun, blieb KL bei ihm seinem Stil als Modezar treu.

Ein besonderes Detail in dem vollständig ausgestatteten Fond waren die elektrisch zu bedienenden Gardinen, welche die Abgrenzung per Trennwand zwischen Passagier- und Fahrerkabine perfektionierten. Obligatorisch war eine Kleenex-Box. Sie befand sich in der linken hinteren Türverkleidung. Geadelt wurde der Umbau ganz unbescheiden durch den Schriftzug seines Designers: Karl Lagerfeld ließ stets auf der Holzdekorleiste seinen berühmten "KL"-Schriftzug anbringen.