Google-Auto: Waymo Roboterwagen (9000 km autonom) Google-Autos schneiden am besten ab

von AUTO ZEITUNG 02.02.2018
Inhalt
  1. Waymo Chrysler Pacifica: 9000 km autonom
  2. Google-Auto: Waymo testet mit Chrysler-Technik
  3. Entwicklung von eigenem Google-Auto eingestellt

Ähnlich wie das Google-Auto alias Waymo Chrysler Pacifica konkurrieren inzwischen mehr als 40 Entwickler von Roboterwagen auf kalifornischen Straßen. Bei den Testfahrten im Jahr 2017 kam heraus, dass das Google-Auto dabei die meisten Kilometer ohne manuelles Eingreifen fuhr. 

Der Waymo Chrysler Pacifica, das so genannte Google-Auto, fährt inzwischen seit über einem Jahr auf Teststrecken in Kalifornien, um Erkenntnisse hinsichtlich Optimierungen zu erlangen, die für ein Serienfahrzeug in der Zukunft erforderlich sind. Mehr als 40 verschiedene Entwickler haben mittlerweile die Lizenz, ihren Roboterwagen auf kalifornischen Straßen zu testen. Dabei hat sich ergeben, dass das Google-Auto der Schwesterfirma Waymo am besten abschneidet. Neuester kalifornischer Statistik zufolge fährt der Waymo Chrysler Pacifica 9000 Kilometer eigenständig über die installierte Software, ohne dass ein Mensch korrigierend eingreifen muss. In den zwölf Testmonaten bis Ende November 2017 mussten die Fahrer nur in 63 Fällen aus Sicherheitsgründen die Kontrolle übernehmen. Im Vergleich dazu schneiden andere große Hersteller deutlich schlechter ab. Die GM-Tochter Cruise, die nur rund ein Drittel der Strecke wie Google gefahren ist, schafft nur 2000 Kilometer, ohne dass ein Sicherheitsfahrer übernehmen muss. Trotzdem möchte Cruise 2019 einen Robotertaxi-Service starten. Der Autobauer Nissan kommt auf 24 Notabschaltungen und fuhr 8000 Kilometer, bei Mercedes musste alle paar Kilometer ein Mensch die Steuerung übernehmen. Und das chinesische Internet-Unternehmen Baidu musste 48 Mal eingreifen bei einer Strecke von 3200 Kilometern. Damit bleibt das Google-Auto Waymo Chrysler Pacifica die Nummer Eins unter den selbstfahrenden Roboterwagen.

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Waymo Chrysler Pacifica: 9000 km autonom

Das "Google-Auto" wird zum Waymo Chrysler Pacifica. Auf Basis des Chrysler Pacifica wird Waymo schon bald einen Van auf die Straße bringen, der zahlreiche Daten für das autonome Fahren der Zukunft sammeln soll. Einhundert mit zahlreichen Sensoren und extrem leistungsfähiger Rechentechnik aufgerüstete Pacifica werden Anfang 2017 von Fiat-Chrysler an Waymo übergeben und sollen gemeinsam hunderttausende Test-Kilometer absolvieren. Die komplett autonom fahrenden Autos wurden in den vergangenen sechs Monaten exakt nach den Wünschen der Google-Tochter Waymo aufgebaut, wofür beide Unternehmen eng zusammenarbeiten mussten. Gemeinsam wurden Strategien entwickelt, die eine möglichst zügige und reibungslose Entwicklung ermöglichen sollten – offenbar mit großem Erfolg. Google und Waymo wollen mit ihren selbstfahrenden Autos dazu beitragen, in den nächsten Jahren einen Großteil der Verkehrstoten zu vermeiden: 94 Prozent aller Unfälle entstehen durch menschliche Fehler, genau diese sollen von autonom fahrenden Autos vermieden werden. Zwar dürften auch selbstfahrende Autos nicht frei von Fehlern sein, die Anzahl soll aber deutlich niedriger als bei den immer öfter von Smartphone & Co. abgelenkten Menschen am Steuer sein.

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Google-Auto: Waymo testet mit Chrysler-Technik

Der Google-Mutterkonzern Alphabet arbeitet seit 2009 an selbstfahrenden Autos und treibt das Projekt nun unter dem Dach der Tochterfirma Waymo voran. Das ultimative Ziel ist es, Menschen in wenigen Jahren mit Waymo-Autos sicher von A nach B zu bringen. Auf ein Lenkrad oder Pedale im Fußraum können diese Autos komplett verzichten, schließlich wird die Steuerung vollständig vom Computer übernommen. In den nächsten Jahren soll die Waymo-Testflotte jeweils mehr als eine Milliarde simulierte Kilometer absolvieren, um Erfahrungen in Alltagssituationen zu sammeln und die unvermeidlichen Kinderkrankheiten der Technik rechtzeitig vor dem Marktstart aus dem Weg zu räumen. In der Realität haben Waymo-Autos bereits mehr als zwei Millionen Kilometer auf öffentlichen Straßen in vier amerikanischen Städten zurückgelegt. Genau dieser Wert soll in den nächsten Monaten deutlich größer werden, wenn die Testflotte von 100 Chrysler Pacifica Hybrid in den regulären Straßenverkehr geschickt wird. Mehr zum Thema: Hersteller planen Ladestationen

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Entwicklung von eigenem Google-Auto eingestellt

Einige Zeit zuvor hatte der Silicon Valley Branchendienst "The Information", der als erstes Medium über das Google-Auto berichtete, berichtet, dass der Google-Mutterkonzern Alphabet die eigene Entwicklung des 2014 angefangenen Projekts nicht mehr vorantreiben will. Die grundsätzliche Idee eines selbstfahrenden Autos soll zwar nicht auf Eis gelegt werden und noch als Tochterfirma unter der Dachmarke weiterexistieren. Der Alternativplan strebt eine Zusammenarbeit mit Fiat Chrysler an. Entwicklungschef für das "Google Self Driving Car" war zwei Jahre lang Chris Urmson. Seine Vision: ein Zweisitzer, der seine Insassen ausschließlich computergesteuert chauffieren sollte. Testfahrten liefen bereits in Austin/Texas und in der Google-Heimatstadt Mountain- View – aufgrund der aktuellen amerikanischen Straßenverkehrsordnung aber bisher mit Lenkrad und Pedale. Im vergangenen Sommer verließ Urmson Google, um an seinen eigenen Autos der Zukunft weiterzutüfteln. Derzeit baut er seine Start-up-Firma auf, wie das Branchenportal "Recode" aus Insider-Quellen erfahren haben will. Mehr zum Thema: E-Auto Kaufprämie beantragen

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