Ionity: Ladestationen-Netz für E-Autos (Kosten) Ionity erhöht die Ladekosten

von Alexander Koch 21.02.2020

Unter dem Label "Ionity", einem Gemeinschaftsunternehmen von Audi, BMW, Daimler, Ford, Hyundai, Porsche und VW, startete 2017 der Ausbau eines Ladestationen-Netzes für Elektroautos. Das sind die Kosten!

Ionity – die 2017 gegründete Kooperation von Daimler, BMW, Audi, Porsche und Ford zum Ausbau des Ladestationen-Netzes – wird seit September 2019 durch Hyundai ergänzt. Das Ziel des gemeinsamen Unternehmens ist, bis 2020 an Autobahnen und anderen Hauptverkehrsachsen in Deutschland, Norwegen und Österreich eine Ladeinfrastruktur von über 400 Schnellladestationen aufzubauen. Die Ladestationen an Autobahnen und hoch frequentierten Durchgangsstraßen sollen dabei öffentlich zugänglich sein und somit das elektrische Fahren über längere Strecken ermöglichen. Dabei verfügt jede Station über mehrere Ladesäulen und soll nicht weiter als 120 Kilometer von der nächsten Station entfernt liegen. Außerdem soll die geplante Infrastruktur eine Ladeleistung von bis zu 350 kW unterstützen und somit ein wesentlich schnelleres Laden als gegenwärtige Ladestationen-Netze ermöglichen. Zuletzt schloss sich der Mineralölkonzern Shell der Ionity-Gruppe an.  Mehr zum Thema: Elektroauto kaufen

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Ladestationen-Netz von Ionity: Das sind die Kosten

Kostete ein Ladevorgang an einer Ionity-Ladestation unabhängig von Länge und Kapazität bislang acht Euro, verschärft das Gemeinschaftsunternehmen nun die Preise und stellt auf eine verbrauchsbasierte Abrechnung um. Bedeutet: Ab dem 31. Januar 2020 kostet eine Kilowattstunde an der CSS-Schnellladesäule 79 Cent – unabhängig vom Zeitaufwand des Ladevorgangs. Mit dem bisherigen Einheitspreis lässt sich somit nur noch die Batterie eines handelsüblichen Plug-in-Hybriden aufladen. Für Fahrer von Elektroautos wie dem Audi e-tron, der einen 95 kWh großen Akku hat, bedeutet die neue Preispolitik eine auf 75,05 Euro verteuerte Akkuladung. Mit dem kWh-Preis liegt Ionity über dem Marktdurchschnitt von rund 59 Cent je Kilowattstunde. Dafür aber bietet das Unternehmen Ladestationen mit bis zu 350 kW Ladeleistung, während Konkurrenten oft nur über 50- oder 150-kW-Schnellladesäulen mit langsamerem AC-Laden mit bis zu 22 kW Ladeleistung verfügen.

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