Ionity: Ladestationen-Netz für E-Autos (Update!) Netzwerk für Ladestationen heißt Ionity

von Julian Islinger 27.11.2017

BMW, Daimler, Ford und der Volkswagen-Konzern mit Audi und Porsche bauen unter dem Label "Ionity" die Ladeinfrastruktur für Elektroautos aus. Mit der Gründung Ionitys wollen sie bis 2020 ein Netzwerk aus 400 Ladestationen installieren. Auch Shell kooperiert mit den Herstellern.

Das Gemeinschaftsprojekt Ionity steht! Zuletzt schloss sich der Mineralölkonzern Shell der Gruppe an, der bereits die deutschen Autohersteller BMW, Daimler und VW angehören. Bis 2019 will der Tankstellenbetreiber seinen Beitrag zu dem Vorhaben beitragen, europaweit Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge aufstellen. Denn die wichtigste Voraussetzung für die Zukunft der Elektromobilität ist nach wie vor eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur. Deshalb will Ionity noch vor Ende des Jahres die ersten 20 Stationen installieren. Sie werden künftig gemeinsam mit Shell, dem Raststättenbetreiber Tank & Rast, der österreichischen Mineralölgesellschaft OMV und der Handelskette Circle K betrieben. Insgesamt wollen die Konzerne 400 Schnellladestationen an Autobahnen und anderen Hauptverkehrsachsen in Deutschland, Norwegen und Österreich aufbauen. Im kommenden Jahr soll die Zahl auf über 100 steigen, bis 2020 sollen dann alle 400 Ionity-Ladestationen stehen. Jede Station wird über mehrere Ladesäulen verfügen, wober die Stationen sollen jeweils nicht weiter als 120 Kilometer voneinander entfernt liegen sollen. Mit seiner Beteiligung an Ionity setzt Shell die Konkurrenz im Tankstellengeschäft unter Zugzwang, die Branche wertet die Kooperation als "Gamechanger", als Symbol einer Wechselstimmung. Bereits vor einger Zeit hatte der Shell-CEO Ben van Beurden öffentlich verkündet, dass sein nächstes Auto keinen Verbrennungsmotor haben würde. Mehr zum Thema: Elektroauto kaufen

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Ionity: Hersteller bauen Ladestationen für E-Autos auf

Um die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aufzubauen, haben die Autobauer das Unternehmen Ionity mit Sitz in München gegründet, an dem die BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen-Konzern mit Audi und Porsche zu je einem Viertel beteiligt sind. Das Unternehmen beschäftigt zunächst 50 Mitarbeiter. Zur Höhe der Investitionen wollen die Hersteller keine Angaben machen. Die Ladestationen an Autobahnen und hoch frequentierten Durchgangsstraßen sollen dabei öffentlich zugänglich sein und damit das elektrische Fahren über längere Strecken ermöglichen. Das Laden soll so weiterentwickelt werden, dass es in Zukunft ähnlich bequem funktioniert wie herkömmliches Tanken. Schon Ende 2016 wurden die Pläne zur Zusammenarbeit der Hersteller konkret und die Partner unterzeichneten ein sogeanntes "Memorandum of Understanding". Die geplante Infrastruktur soll demnach eine Ladeleistung von bis zu 350 kW unterstützen und somit ein wesentlich schnelleres Laden als gegenwärtige Schnellladenetze ermöglichen.

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