Kühlerfrostschutz: So mischen & darauf achten!
Darauf kommt es beim Frostschutz an
Damit das Auto auch im Winter problemlos läuft, sollten Autobesitzende den Frostschutz des Motorkühlmittels kontrollieren. Wie man das macht und das Mittel für den Kühlerfrostschutz richtig mischt, erklären wir hier.
Bevor die Temperaturen unter null Grad Celsius fallen, sollten Autobesitzer:innen den Kühlerfrostschutz in ihrem Wagen auf Wintertauglichkeit überprüfen. Frostschutzmittel (meist ein Äthylenglykol-Mix) verhindert das Gefrieren von Flüssigkeiten bei niedrigen Temperaturen und schützt so das Kühlsystem sowie den Motor vor Schäden. Daher sollte sich im Kühlsystem des Motors immer und gerade in der kalten Jahreszeit Frostschutzmittel befinden. Zwar enthalten alle gängigen Konzentrate für das Kühlwasser auch Frostschutzmittel, doch durch ein falsches Mischungsverhältnis oder altes Kühlmittel kann der Wert schwanken. Das richtige Mischungsverhältnis von Frostschutzmittel und Wasser ist wichtig, um optimalen Schutz zu gewährleisten. Die AUTO ZEITUNG erklärt, worauf es beim Kühlerfrostschutz ankommt, wie Autofahrende die richtige Mischung hinbekommen und was beim Nachfüllen besonders zu beachten ist. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon
Sicheres Autofahren im Winter (Video):
Kühlerfrostschutz vor dem Winter überprüfen
Den Kühlerfrostschutz können Autofahrer:innen vor Wintereinbruch in einer Werkstatt checken lassen oder aber selbst kontrollieren, bis zu welcher Temperatur das System geschützt ist. Der Füllstand des Kühlwassers lässt sich am Ausgleichsbehälter im Motorraum ablesen. Wichtig: Der Flüssigkeitsstand sollte sich immer zwischen den Markierungen "Minimum" und "Maximum" befinden. Beim Frostschutz gilt: Reicht er von -25 Grad bis -40 Grad minus, ist das für mitteleuropäische Verhältnisse in der Regel vollkommen ausreichend. Spezielle Messgeräte, die den Frostschutzgrad im System prüfen, sind bereits für wenig Geld (zehn bis 40 Euro) erhältlich. Aber Vorsicht: Das Kühlsystem steht unter Druck! Der Deckel des Vorratsbehälters darf nur bei kaltem Motor geöffnet werden, da sonst Verbrennungsgefahr durch das Herausspritzen der heißen Flüssigkeit besteht. Beträgt der gemessene Frostschutzwert weniger als -20 Grad Celsius, dann muss gehandelt werden. Das richtige Mischungsverhältnis ergibt sich aus der Umrechnungstabelle auf dem Behälter des Frostschutzmittels. Einfaches Nachfüllen funktioniert natürlich nur, wenn der Füllstand zu niedrig ist.
Die richtige Mischung: Kühlerfrostschutz nachfüllen
In jedem Fall sollten die Hinweise des Herstellers berücksichtigt werden. Also: Vor Service-Arbeiten unbedingt einen Blick in die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs werfen. Auch wichtig: Die Frostschutzmittel für den Kühlerfrostschutz enthalten unterschiedliche Inhaltsstoffe, die auf bestimmte Kühlsysteme abgestimmt sind. Daher ist der Blick auf die Farbe des im Kühler vorhandenen Mittels besonders wichtig. Verbreitet sind hier die Farben Blau, Grün und Rot, die nach Angaben des KÜS nicht gemischt werden sollten. Aufgrund unterschiedlicher Additive bestehe sonst die Gefahr, dass es zu unvorhersehbaren chemischen Reaktionen kommt. In der Regel beträgt das Mischungsverhältnis Wasser zu Kühlmittel beziehungsweise Frostschutz etwa 50:50 bis 60:40. Bei zu wenig Wasser kann das Frostschutzmittel frühzeitig gefrieren. Zudem leitet zu wenig verdünnter Kühlerfrostschutz die Wärme des Motors bei Temperaturen über null Grad Celsius nicht richtig ab und der Motor überhitzt, erklären die Expert:innen des Automobilzulieferers Hella.
Dann die Kühlflüssigkeit tauschen
Einheitliche Angaben dazu, wie oft das Mittel für den Kühlerfrostschutz getauscht werden sollten, gibt es nicht. Häufig empfehlen Hersteller einen Wechsel nach rund 50.000 Kilometern, manchmal sind es aber auch 100.000 Kilometer oder noch mehr. Bei modernen Autos kommen sogenannte Long-Life-Kühlmittel zum Einsatz, die gar keinen Wechsel mehr erforderlich machen sollen oder aber erst nach 15 Jahren oder 250.000 Kilometern. Alle konkreten Informationen, also empfohlene Frostschutzmittel und Wechselintervalle, finden Autofahrer:innen in der Bedienungsanleitung des Autos. Bei einem Tausch der Kühlflüssigkeit muss man darauf achten, dass sie nicht in die Umwelt gelang. Kühlwasser muss man also als Sondermüll bei einem Schadstoffmobil, Wertstoffhof, bei Tankstellen oder Werkstätten abgeben.
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