Elektroauto Batterie: Lebensdauer/Entsorgung Recycling von E-Auto-Akkus

von Christina Finke 01.02.2021
Inhalt
  1. Elektroauto: Lebensdauer der Batterien
  2. Recycling & Entsorgung von Elektroauto-Batterien 
  3. VW-Pilotanlage für Recycling von E-Auto-Batterien in Betrieb

Die Lebensdauer von Batterien für Elektroautos ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Und wie steht es um die Entsorgung der Akkus, wenn sie im Fahrzeug nicht mehr genutzt werden können? Wir haben die Antworten.

Die Zahl der Elektroautos auf den Straßen wird deutlich steigen. Aber was passiert eigentlich mit den Batterien, wenn sie irgendwann defekt oder zu schwach sind? Die AUTO ZEITUNG erklärt, wie die Entsorgung der Akkus funktioniert und welche Möglichkeiten zum Recycling es bereits gibt. Mehr zum Thema: So das Elektroauto laden

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Elektroauto: Lebensdauer der Batterien

Die Lebensdauer von Batterien für Elektroautos ist abhängig von vielen Faktoren. Die Anzahl der Ladezyklen, die Art der Aufladung (Schnell- oder Schnarchladung), selbst Fahrweise und äußere Faktoren beeinflussen seine Alterung. In der Regel hält eine E-Auto-Batterie aber um die acht bis zehn Jahre. Selbst dann ist der Akku nicht plötzlich kaputt, es bedeutet nur, dass sich die Ladekapazität deutlich verringert. Dabei reduziert sich die Reichweite meist um etwa ein Drittel. Je älter die Elektroauto-Akkus werden, desto stärker verändert sich das Material durch die ständigen Auf- und Entladeprozesse. Mit der Zeit verliert die Batterie immer mehr an Kapazität, wodurch die Reichweite sinkt. Durch die richtige Pflege lässt sich die Lebensdauer ausdehnen, die Alterung jedoch nicht aufhalten. Das Gleiche gilt für die Reichweite. Auch sehr niedrige Temperaturen beeinflussen die Kapazität des Energiespeichers negativ. Wer eine bestimmte Reichweite benötigt, sollte den Kapazitätsverlust also schon beim Kauf des Elektroautos einberechnen und gegebenenfalls ein Auto mit größerem Akku in Erwägung ziehen.

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Recycling & Entsorgung von Elektroauto-Batterien 

Batterien, die nicht mehr im Elektroauto genutzt werden, müssen nicht zwingend entsorgt werden. Wenn sie noch einen Energiegehalt von 70 bis 80 Prozent haben, können sie in ein zweites Leben, das sogenannte "Second Life" im stationären Betrieb überführt werden, informiert der ADAC. Dieses kann nochmals zehn bis zwölf Jahre dauern. Demnach können sie etwa in Großspeichern genutzt werden, aber auch der Einsatz als Stromspeicher für den privaten Haushalt ist prinzipiell möglich. Um die Entsorgung von Elektroauto-Batterien zu verhindern und stattdessen die Weiterverwendung außerhalb des Fahrzeugs zu ermöglichen, müssen jedoch noch geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden. Geht es an die Entsorgung, steht Effizienz im Vordergrund. Denn: Die im Akku enthaltenen Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt sind zu wertvoll, um sie ungenutzt zu lassen. Entsprechende, zum Recycling von Elektroauto-Batterien geeignete Anlagen existieren bereits. Nach geltender Rechtslage (Batteriegesetz von 2006) müssen mindestens 50 Prozent des Materials einer Elektroauto-Batterie recycelt werden. Dieser Wert wird häufig bereits durch das Entfernen von Gehäuse und Komponenten aus Aluminium, Stahl oder Kunststoff erreicht, erklärt der Automobilclub. Das Ziel, auch die kritischen Rohstoffe der Batterie wiederzugewinnen, wird damit jedoch verfehlt. Daher fordert der ADAC, die Gesetzeslage den technischen Möglichkeiten anzupassen und die sogenannte "Recyclingeffizienz" gemäß dem technisch realisierbaren Stand auf über 90 Prozent anzuheben.

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VW-Pilotanlage für Recycling von E-Auto-Batterien in Betrieb

Der VW-Konzern hat Ende Januar 2021 in Salzgitter eine Pilotanlage zum Recycling von Batterien aus Elektroautos in Betrieb genommen. Die Verfahren wurden seit längerem erprobt, nun startet die Wiederaufbereitung von Hochvolt-Batterien. In einem ersten Schritt sollen jährlich bis zu 1500 Tonnen recycelt werden. "Später kann das System bei weiter optimierten Verfahren auf größere Mengen skaliert werden", hieß es. Es geht beim Recycling vor allem um Elemente wie Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan und Aluminium, aber auch um Kunststoffe. Langfristig peilt VW eine Recycling-Quote von über 90 Prozent an. Nebenbei soll so CO2 aus sonst anfallenden Herstellungs- und Transportprozessen für neu beschaffte Rohstoffe gespart werden. VW prüft zunächst, ob alte Batteriematerialien noch für andere Energiespeicher etwa in Schnellladesäulen weiterverwendet werden können ("second life"). Ist dies nicht der Fall, geht es in den eigentlichen, mehrstufigen Recycling-Prozess. Derzeit kommen die recycelten Stoffe vor allem aus Batterien von VW-Testautos. Ob später auch Material anderer Hersteller angenommen wird, hängt laut VW von der Marktentwicklung ab. Etwa 30 Tonnen wiedergewonnenen Materials zur Fertigung neuer Batterie-Elektroden seien bereits verkauft worden, teilte Frank Blome, Geschäftsfeldleiter für Batteriezellen und -systeme mit. In Salzgitter baut der Wolfsburger Hersteller auf dem Areal des bestehenden Motorenwerks zudem eine eigene Zellfertigung mit dem schwedischen Partner Northvolt auf. 
mit dpa

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