BMW-Rückruf (Juni 2018): Abschalteinrichtung KBA-Rückruf für BMW-Diesel

von Andreas Rogotzki 22.06.2018

Das Kraftfahrbundesamt (KBA) hat den Rückruf von 11.700 Modelle der Typen BMW 750d und BMW M550d angeordnet. BMW ruft die Autos im Juni 2018 in die Werkstatt, das KBA hat entsprechende Software-Updates genehmigt. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ordnet den BMW-Rückruf von 11.000 Fahrzeuge der Baureihen 5er und 7er an. Ein entsprechendes Software-Update hat das KBA im Juni 2018 genehmigt. Die Autofahrer seien bereits angeschrieben worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag, 22. Juni 2018, in München. Die betroffenen BMW 5er und 7er stoßen sowohl auf der Straße wie auch auf dem Prüfstand zu viel Stickoxid aus, weil ihre Motoren mit einer Software für SUV-Modelle gesteuert werden. BMW-Chef Harald Krüger hatte auf der Hauptversammlung von einer handwerklichen Panne gesprochen. Der Konzern legt wert auf die Aussage, dass es sich um einen Irrtum handelt und von einem "Defeat Device" nicht die Rede sein kann. Das Kraftfahrtbundesamt hat den Rückruf der Autos aber wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung angeordnet, die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt.

Folgende Modelle sind mit Abschalteinrichtungen aufgefallen:

BMW M550d xDrive Limousine (Produktion 03/2012-10/2016)
BMW M550d xDrive Touring (Produktion 03/2012-02/2017)
BMW 750d xDrive (Produktion 07/2012-06/2015)
BMW 750Ld xDrive (Produktion 07/2012-06/2015)

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Juni 2018: KBA- Rückruf  für BMW 5er und 7er an

Nachdem die Konkurrenz aus dem Schwabenland mit einem freiwilligen Rückruf aller Euro 5- und Euro-6-Diesel in Vorlage gegangen ist, plant BMW Medienberichten zufolge ebenfalls einen groß angelegten Diesel-Rückruf. Im Rahmen der Diskussion über Diesel-Fahrverbote sollen die Münchener zugesagt haben die Hälfte ihrer Euro-5-Diesel in Deutschland nachzurüsten. Angaben von BMW zufolge sind deutschlandweit rund 700.000 Diesel-Pkw zugelassen, die der Euro-5-Abgasnorm entsprechen. Nach aktuellen Stand müssten dann 350.000 BMW in die Werkstatt. Der erhöhte Schadstoffausstoß würde mit einem Software-Update behoben, das vermutlich nicht viel Zeit in Anspruch nähme. Bisher hat sich BMW jedoch noch nicht zu Details des Rückrufes geäußert. Laut Medienberichten wollen die Bayern die Entscheidung bis zum Diesel-Gipfel am  2. August 2017 hinauszögern. Auch Audi kündigte an möglicherweise Euro 5-Diesel freiwillig zurückzurufen, ließ aber noch keine konkreten Zahlen verlautbaren.

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2016: Rückruf 5er GT, 7er & Rolls-Royce Ghost

Zuletzt gab es bei BMW einen Rückruf wegen defekter Airbags, der bis März 2017 andauerte. Dieses Mal traf es BMW und Rolls-Royce. Die Airbags der Modelle BMW 5er GT, 7er und Rolls-Royce Ghost sollen aufgrund eines Programmierfehlers bei einem Zusammenstoß oder Auffahrunfall falsche Daten übermittelt bekommen und nicht auslösen. In China sei laut BMW dadurch ein Fahrer ums Leben gekommen. Insgesamt rufen BMW und Rolls-Royce 33.600 Autos zurück in die Werkstätten. Der Großteil des Rückrufes entfällt auf China. In Deutschland müssen sich etwa 2300 Fahrzeughalter eines BMW 5er GT, 7er oder Rolls-Royce Ghost auf den Werkstattbesuch zum Austausch des defekten Airbag-Sensors einstellen. Die Reparatur nimmt laut BMW etwa drei Stunden in Anspruch. Dabei sind ausschließlich Modelle betroffen, die im Zeitraum zwischen Dezember 2011 und Juni 2012 gebaut wurden.

Informationen, ob ein Wagen vom Airbag-Rückruf bei BMW und Rolls-Royce betroffen ist, können in jeder BMW-Werkstatt eingeholt werden oder über die Fahrgestellnummer im Internet. Der aktuelle Airbag-Rückruf steht nicht in Zusammenhang mit der Takata-Thematik Anfang des Jahres. Hier mussten mehrere Autohersteller Hunderttausende Modelle vorsorglich wegen möglicher Gefahren bei Takata-Teilen zurückrufen.

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