BMW-Rückruf (Juli 2021): BMW iX3 BMW-Rückruf wegen Software-Fehler

von AUTO ZEITUNG 21.07.2021
Inhalt
  1. BMW-Rückrufe 2021: Mängel bei iX3 & 3er-Reihe
  2. BMW-Rückrufe 2020: Diesel-Autos & Plug-in-Hybride betroffen
  3. BMW-Rückrufe 2019: Viele Baureihen betroffen

Ein BMW-Rückruf im Juli 2021 betrifft den BMW iX3. Grund ist ein sporadisch auftretender Software-Fehler. Im Februar wurden 430.000 Fahrzeuge der 3er-Reihe in die Werkstatt gerufen. Das müssen BMW-Fahrer:innen zu diesen und weiteren Rückrufen wissen!

 

BMW-Rückrufe 2021: Mängel bei iX3 & 3er-Reihe

  • Ein BMW-Rückruf im Juli 2021 (KBA-Referenznummer: 010825, BMW-Aktionscode: 0061030600) betrifft in Deutschland 2040 BMW iX3 aus dem Produktionszeitraum Juli 2019 bis Mai 2021, von denen sich bereits 520 in Kundenhand befinden sollen. Weltweit sind rund 5400 Fahrzeuge des in China produzierten E-SUV von dem Rückruf betroffen. Konkret geht es um einen sporadisch auftretenden Software-Fehler, der im Falle eines schweren Unfalls zu einer Überspannung und so zu Beschädigungen von Steuergeräten und Bauteilen des 12V-Bordnetzes führen kann. Sicherheitsrelevante Funktionen wie Warnblinker, Beleuchtung und der automatische Notruf könnten im schlimmsten Falle ausfallen. Noch nicht ausgelieferte Fahrzeuge werden noch vor der Auslieferung optimiert, bereits ausgelieferte Fahrzeuge bekommen in der Werkstatt das Steuergerät neu programmiert, was rund 40 Minuten dauern soll.

  • Wie Mitte Februar 2021 zuerst der Focus berichtete, ist die BMW 3er-Reihe (E90/E91/E92/E93) von einem Rückruf wegen Brandgefahr betroffen (Aktionscodes: 0061830500, 0061660400 und 0061830400). Zwischen Juli 2004 und Juni 2012 produzierte Fahrzeuge könnten wegen einer fehlerhaften Steckverbindung in Brand geraten. In Deutschland sind 430.000, weltweit weitere 115.000 Fahrzeuge betroffen. Konkret geht es um die Verbindung zwischen Kabelbaum und Gebläseregler der Heizungs- und Klimaanlage. Hier kann es aufgrund von Reibkorrosion zu einer Überhitzung oder gar zur Schmelze des Kontakts kommen. Für den Werkstattaufenthalt veranschlagt BMW rund eine Stunde. Die Steckverbindung wird geprüft und im Notfall ausgetauscht. Sollte der Gebläseregler bereits beschädigt sein, wird auch dieser im Zuge des Rückrufs ausgetauscht. Mehr zum Thema: Wechsel im BMW-Vorstand 

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BMW-Rückrufe 2020: Diesel-Autos & Plug-in-Hybride betroffen

  • Ein BMW-Rückruf im Dezember 2020 betrifft 145.000 Diesel-Autos der Marken BMW und Mini. Die betroffenen Fahrzeuge müssen in die Werkstatt, wo die in den Jahren 2016 oder 2017 produzierten Kühler der Abgasrückführung (AGR) auf Lecks geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Wegen dieses Problems soll es schon zuvor Rückrufe gegeben haben, mittlerweile weist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Summe der betroffenen Fahrzeuge mit knapp über 500.000 BMW fast aller Baureihen aus. Die Mini-Modelle sind jedoch zum ersten Mal betroffen. Eine behördliche Überwachung des BMW-Rückrufs erfolgt hierzulande nach wie vor nicht.

  • August 2020: Ein BMW-Rückruf betrifft im August 2020 Plug-in-Hybride verschiedener Baureihen. Außerdem wurde ein Auslieferungsstopp verhängt. Der Grund: Bei internen Qualitätskontrollen sei festgestellt worden, dass ein Fremdkörper in Form einer Schweißperle am Hochvoltspeicher aus dem Bauteilzeitraum 13. März 2020 bis 6. August 2020 möglicherweise nicht immer nicht vollständig bei der Produktion entfernt wurde. In seltenen Fällen – abhängig von Form, Größe und Lage der Schweißperle – könnte diese Verunreinigung beim Erstladevorgang eine Funktionsstörung wie zum Beispiel einen Kurzschluss im Hochvoltspeicher hervorrufen, wie eine BMW-Sprecherin der AUTO ZEITUNG mitteilte. Unfälle oder Verletzte seien in diesem Zusammenhang nicht bekannt. Von dem Rückruf ist dem Autobauer zufolge ein kleiner, begrenzter Anteil der PHEV-Modelle der Baureihen 3er, 3er Touring, X1, X2, X3, X5, 2er Active Tourer, 7er, 5er, 5er Touring sowie Mini Countryman betroffen. Weltweit sollen rund 4500 Fahrzeuge betroffen sein, davon etwa 500 bereits in Kundenhand. In Deutschland sind rund 900 Fahrzeuge von der Ausliefersperre betroffen, etwa 100 weitere sind bereits in Kundenhand. Betroffene Kund:innen sollen nun zeitnah über den Rückruf informiert werden und erhalten individuell weitere Handlungsanweisungen. Auch das Kraftfahrt-Bundesamt wurde bereits vorab informiert. Der Rückruf werde in Kürze gestartet und beinhalte für bereits bei Kund:innen stehende Fahrzeuge zunächst die Prüfung des Hochvoltspeichers hinsichtlich der Ladehistorie, was rund 30 Minuten in Anspruch nehmen soll. Weitere Maßnahmen können gegebenenfalls folgen. Die Kosten trägt BMW.

  • August 2020: Wegen fehlerhaft gefertigter Spurstangen muss BMW weltweit knapp 21.000 Fahrzeuge verschiedener Baureihen zurückrufen. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) kann es aufgrund fehlerhafter Auslegung bei hohen Belastungen zu einem Dauerschwingbruch in der Knicknut der Spurstange kommen, wodurch die Radführung nicht mehr gewährleistet ist. In der Folge besteht eine erhöhte Unfallgefahr. Es soll in diesem Zusammenhang bereits zu sechs Pannenfällen gekommen sein, glücklicherweise ohne Personenschaden. Konkret von dem Rückruf betroffen sind Autos der Modellreihen 3er, Z4, X3 und X4, die zwischen September 2018 und August 2019 gebaut wurden. In Deutschland betrifft der BMW-Rückruf den KBA-Daten zufolge rund 1300 Fahrzeuge. Die betroffenen Halter:innen werden angeschrieben und in die Werkstatt gebeten. Hier sollen dann während eines rund dreistündigen Aufenthalts beide Spurstangen geprüft und gegebenenfalls getauscht werden.

  • Mai 2020: Wegen einer fehlerhaft montierten Sensorik innerhalb des Gurtschlosses ruft BMW weltweit 10.373 Autos zurück. Hierzulande sind 736 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen. Betroffen sind zwischen 2019 und 2020 gebaute Modelle der Baureihen 3er (G20, G21), X3 und X4 (inklusive X3 M und X4 M) sowie 8er Coupé, Cabrio und Gran Coupé inklusive ihrer M-Versionen. Der Fehler könnte dazu führen, dass Airbags und Gurtstraffer unnötig auslösen, Vorfälle mit Personen oder Sachschaden sind bislang jedoch nicht bekannt. Die Gurtschlösser werden im Zuge des Rückrufs überprüft und bei Bedarf ausgetauscht.

  • März 2020: BMW ruft 86.500 in Deutschland zugelassene Autos wegen fehlerhafter Airbags des japanischen Herstellers Takata in die Werkstätten. Wie eine Sprecherin des Münchner Autobauers mitteilte, handelt es sich dabei um eine Erweiterung eines Anfang 2016 gestarteten Rückrufs. Konkret gehe es um 78.800 5er BMW (Baujahr 2002 bis 2004, Modell E39) und 7800 3er BMW (Baujahr 2002 bis 2006, Modell E46). Die Besitzer:innen seien bei bisherigen Rückruf-Aktionen in Zusammenhang mit Takata-Airbags noch nicht angeschrieben worden. Defekte Airbags des japanischen Herstellers bereiten Autobauern seit Jahren Probleme. Zu stark auslösende Luftkissen, die Teile der Metallverkleidung durch das Fahrzeug schleudern, werden mit zahlreichen Verletzungen und Dutzenden Todesfällen in Verbindung gebracht. In den USA hat Takata ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und eine Milliardenstrafe akzeptiert. 2017 trieb das Airbag-Debakel das Unternehmen in die Insolvenz. 

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BMW-Rückrufe 2019: Viele Baureihen betroffen

  • November 2019: BMW weitet einen bereits in 2018 begonnenen Rückruf wegen Brandgefahr aus. Zusätzliche 232.000 Fahrzeuge müssen wegen eines Problems im Abgasrückführsystem in die Werkstätten, 113.000 davon in Deutschland. In Einzelfällen könne Glykol aus dem Kühler der Abgasrückführung austreten und sich in den heißen Abgasen zusammen mit Ölrückständen entzünden. Die Brandgefahr sei jedoch "sehr gering", wie ein Sprecher des Autobauers sagte. Betroffen sind Autos mit Vierzylinder-Dieselmotoren aus den Baureihen 1er bis 7er sowie die SUV-Modelle X1, X3, X4, X5 und X6. Die Halter:innen betroffener Fahrzeuge werden laut BMW angeschrieben. Nachdem schon im August 2018 fast eine halbe Million Fahrzeuge aus demselben Grund in die Werkstatt gerufen wurden, weitete BMW den Rückruf im Oktober 2018 auf mehr als eine Million zusätzliche Autos weltweit aus. Insgesamt sind somit nun rund 1,8 Millionen Fahrzeuge von dem BMW-Rückruf betroffen.

  • Juni 2019: Weltweit 560.000 Fahrzeuge der 5er und 6er Baureihe müssen im Zuge eines BMW-Rückrufs in die Werkstätten. Betroffen sind die Baureihen E60, E61, E63 und E64, die zwischen Februar 2002 und Juli 2010 produziert wurden. In Deutschland sind von dem Rückruf 274.000 Fahrzeuge betroffen. Grund für den Rückruf ist eine mögliche Korrosion an einer Verschraubung an einer Elektroleitung, durch die es zu Störungen im Bordnetz und im schlimmsten Fall zu Schmorschäden kommen kann. BMW betont, dass es sich bei dem Rückruf um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelt. Bei 60 Prozent der betroffenen 5er und 6er Modelle soll eine Überprüfung der betroffenen Stellen ausreichen. Bereits 2012 hat BMW einen Rückruf wegen möglicher Problem in der Batterie-Leitung in die Werkstätten gestartet.

  • Mai 2019: BMW-Rückruf für 148.000 Diesel-Fahrzeuge. Betroffen sind BMW 1er, 3er und X1, die zwischen Dezember 2009 und Oktober 2011 vom Band liefen. Das bestätigte ein BMW-Sprecher am Freitag, 10. Mai 2019. Bei den betroffenen Autos werde eine Steckverbindung am Stromverteiler geprüft beziehungsweise ausgetauscht. Diese könne unter ungünstigen Bedingungen die Stromversorgung beeinträchtigen. Es könne vorkommen, dass der Fahrzeugzugang nicht mehr funktioniere oder sich das Fahrzeug nicht mehr starten lasse. Vereinzelt seien Motoraussetzer oder ein Totalausfall während der Fahrt möglich. Es werde erwartet, dass 0,1 Prozent der Modelle dieses BMW-Rückrufs im Mai 2019 diesen Fehler aufweisen.

  • Februar 2019: Weltweit sind 480.000 Fahrzeuge von einem BMW-Rückruf wegen möglicherweise gefährlicher Airbags betroffen – rund 95.000 davon in Deutschland. Betroffen sind BMW 5er und X5 der Baujahre 2000 bis 2004 mit nicht serienmäßigen Lenkrädern, so ein Konzernsprecher. Die darin verbauten Airbags des mittlerweile insolventen japanischen Zulieferes Takata könnten bei der Auslösung Fahrzeuginsassen durch Metallteile schwer verletzen. Die Lenkräder müssten daher überprüft werden, in den meisten Fällen genüge aber eine kurze Kontrolle. Bei den übrigen Fahrzeugen sei ein maximal einstündiger Werkstattaufenthalt notwendig. Seit Jahren machen die zu kräftig auslösenden Takata-Airbags, die Teile der Metallverkleidung sprengen und durch den Fahrzeuginnenraum schleudern können, der Autoindustrie zu schaffen. Mehr als 42 Millionen Fahrzeuge musste die Branche bereits allein in den USA zurückrufen.

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