Muscle Car aus München: BMW M3 (E36) mit 600-PS-Camaro-V8

In den USA ist selbst ein BMW M3 (E36) nicht sicher vor dem berühmt-berüchtigten "LS-Swap". Ein findiger Bastler hat dem Bajuwaren den mächtigen Camaro-V8 unter die Haube gezwungen. Das Ergebnis: doppelter Hubraum, doppelte Leistung!

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Der BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 statisch von schräg vorne fotografiert.
BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 Foto: Bring-a-Trailer

Ein findiger Tuner hat einem BMW M3 (E36) einen Camaro-V8 unter die Haube gepresst und ihn zum etwa 600 PS (441 kW) starken Muscle Car geformt.

Der BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 statisch von schräg hinten fotografiert.
BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 Foto: Bring-a-Trailer

Im Falle des hier gezeigten M3 war es nicht irgendein Achtzylinder, sondern der in Fankreisen hochgejubelte LS1-Motor aus Chevrolet Corvette und Camaro.

Der Motorraum des BMW M3 (E36) mit Camaro-V8.
BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 Foto: Bring-a-Trailer

Der Besitzer integrierte unter anderem verstärkte Kolben, geschmiedete Pleuelstangen, eine Sport-Nockenwelle und eine modifizierte Einspritzanlage.

Der BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 statisch von vorne fotografiert.
BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 Foto: Bring-a-Trailer

Die etwa 600 PS (441 kW) lässt ein ebenfalls nachträglich montiertes Sechsgang-Getriebe auf die 245er-Hinterräder los.

Der BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 statisch von schräg hinten fotografiert.
BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 Foto: Bring-a-Trailer

Zum Vergleich: Der serienmäßige Reihensechser erreicht frühestens bei 7000 Kurbelwellenumdrehungen in der Minute seine Höchstleistung von 286 bis 321 PS (210 bis 236 kW).

Der BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 statisch von hinten fotografiert.
BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 Foto: Bring-a-Trailer

Zu den charmantesten Charakterzügen des BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 gehört sicherlich das unscheinbare Äußere.

Der Innenraum des BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 und der Blick auf die Vordersitze.
BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 Foto: Bring-a-Trailer

Der Innenraum präsentiert sich weitesgehend serienmäßig. Trotz des neuen Getriebes ist noch der alte M3-Schaltknauf mit Fünfgang-Schaltmuster montiert.

In seinem Heimatland gehört der BMW M3 (E36) – seit 2022 sogar mit ersten H-Kennzeichen – zu den großen Klassikern der 90er. Sein hochgezüchteter Reihensechser dreht bis der Arzt kommt und erreicht frühestens bei 7000 Kurbelwellenumdrehungen in der Minute seine Höchstleistung von 286 bis 321 PS (210 bis 236 kW).

In den USA wiederum sagt man älteren BMW dagegen eine hohe Unzuverlässigkeit nach. Der Tenor: Mit zwei obenliegenden Nockenwellen inklusive variabler Nockenwellensteuerung, Vierventiltechnik sowie Einzeldrosselklappen-Einspritzung bewegen sich da viel zu viele Teile im Motorraum, die alle kaputtgehen können. Also raus mit dem Hightech-Krimskrams, rein mit dem "good old V8". Im Falle des hier gezeigten M3 war es nicht irgendein Achtzylinder, sondern der in Fankreisen hochgejubelte LS1-Motor aus Chevrolet Corvette und Camaro.

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In dem 2002er Camaro SS, in dem sich das Triebwerk zu Beginn seiner Karriere befand, holte es aus 5,7 l Hubraum nur geringfügig mehr Power (329 PS/242 kW) als der M3-Motor. Deshalb versenkte der Besitzer bei seinem Umbau zwischen 2014 und 2015 unter anderem noch einen Lüfter aus dem M3 (E46), verstärkte Kolben, geschmiedete Pleuelstangen, eine Sport-Nockenwelle und eine modifizierte Einspritzanlage.

Genaue Leistungsangaben gibt es zwar nicht, doch der Besitzer spricht von einer beinahe doppelten Leistung im Vergleich zum BMW-Aggregat. Die etwa 600 PS (441 kW) lässt ein ebenfalls nachträglich montiertes Sechsgang-Getriebe auf die 245er-Hinterräder los. Ob die Limousine derart übermotorisiert länger hält als mit einem M3-Motor, sei mal dahingestellt.
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Der BMW M2 CS im Fahrbericht (Video):

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Video: AUTO ZEITUNG

BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 zum Muscle Car getunt

Ein weiterer Vorteil des BMW M3 (E36) mit Camaro-V8: Der Motor sitzt weiter hinten und bringt weniger auf die Waage als der Sechszylinder, was den Fahrzeugschwerpunkt optimiert. Handling-Benefits garantieren auch H&R-Federn, härtere Fahrwerksbuchsen und Stahlflex-Bremsleitungen. Für schnellere Schaltvorgänge der Sechsgang-Box wurde ein Shortshifter installiert. Kurios: Der serienmäßige M-Schaltknauf zeigt nur fünf Gänge an. Die Klimaanlage flog raus, dafür sitzt direkt über dem Lenkrad eine Öldruckanzeige. Der Kilometerstand beträgt laut Tacho 67.000 mi, was knapp 108.000 km Laufleistung entspricht.

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Zu den charmantesten Charakterzügen des BMW M3 (E36) mit Camaro-V8 gehört sicherlich das unscheinbare Äußere. Zwar hört man das bärige V8-Gegrummel noch hinter dem nächsten Canyon, doch mit der Arktis-silbernen Limousine würde man die Geräuschkulisse wohl kaum verbinden. Nur die getönten Scheiben und die schwarze Doppelniere verraten von außen, dass der Bimmer nicht mehr ganz von der Stange ist.