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128ti/Focus ST/i30 N/Golf GTI: Vergleichstest Kompaktraketen von BMW, Ford, Hyundai und VW im Vierkampf

Marcel Kühler 22.11.2021
Inhalt
  1. BMW 128ti, Ford Focus ST, VW Golf GTI Clubsport 45 und Hyundai i30 N Performance im Vergleichstest
  2. Fahrkomfort: VW Golf GTI Clubsport 45 glänzt durch adaptive Dämpfer beim Komfort
  3. Motor/Getriebe: Laufkultur und Verbrauch sprechen für den BMW 128ti
  4. Fahrdynamik: Harte Abstimmung im Hyundai i30 N Performance
  5. Umwelt/Kosten: Ford Focus ST verursacht die höchsten Kraftstoffkosten
  6. Messwerte & technische Daten BMW 128ti, Ford Focus ST, Hyundai i30 N Perfomance und VW Golf GTI Clubsport 45

Die Kompaktsportler Ford Focus ST, VW Golf GTI Clubsport 45 und BMW 128ti treffen im Vergleichstest auf den frisch gelifteten Hyundai i30 N Performance. Wer macht das Rennen?

Gesamtbewertung (max. Punkte)BMW
128ti
Ford
Focus
ST
Hyundai
i30 N
Performance
VW
Golf GTI
Clubsport
45
Karosserie (1000)575595566592
Fahrkomfort (1000)634654654682
Motor/Getriebe (1000)692655655694
Fahrdynamik (1000)685725712738
Eigenschaftswertung (4000)2586262925872706
Kosten/Umwelt (1000)340362370325
Gesamtwertung (5000)2926299129573031
Platzierung4231

Der 265 PS starke BMW 128ti, der 280 PS kräftige Ford Focus ST und der VW Golf GTI Clubsport 45 mit satten 300 PS buhlen im Vergleichstest um dieselbe fahrdynamisch ambitionierte Zielgruppe wie das Facelift des 280 PS starken Hyundai i30 N Performance. Der extrascharfe Kompaktkracher aus Südkorea, der auch hierzulande bereits viele Fans gefunden hat, kommt nun mit etwas Verzögerung ebenfalls in den Genuss der umfassenden Modellpflegemaßnahmen, die vor einiger Zeit bereits die zahmeren Varianten der erfolgreichen Kompaktfamilie ereilt hat. Neben ein paar optischen Retuschen, etwa Scheinwerfern mit prägnanterer Lichtsignatur oder bearbeiten Stoßfängern, haben die Koreaner:innen aber auch noch auf technischen Feinschliff Wert gelegt, was beispielsweise anhand einer erweiterten Auswahl an Assistenzsystemen offensichtlich wird. Gleichwohl liegt der Fokus beim i30 N gerade in der 280 PS starken Performance-Variante auch weiterhin auf ungefiltertem, authentischem und äußerst dynamischem Fahrspaß. Doch damit ist der Asiate nicht allein. Welcher Kompaktsportler Herz und Hirn gleichermaßen am meisten für sich gewinnen kann, klärt der Vergleichstest. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

Der Hyundai i30 N Fastback (2018) im Video:

 
 

BMW 128ti, Ford Focus ST, VW Golf GTI Clubsport 45 und Hyundai i30 N Performance im Vergleichstest

Der wesentliche Vorteil von Kompaktsportlern gegenüber reinrassigen Sportwagen liegt in ihrer weitgehend uneingeschränkten Alltagstauglichkeit begründet. Das jedenfalls stellen die vier im Vergleichstest versammelten Prachtexemplare dieser Zunft unmissverständlich klar. Basierend auf herkömmlichen fünftürigen Hatchback-Limousinen, hält jeder Testkandidat genügend Raum zur freien Entfaltung von zumindest vier Erwachsenen bereit. Dennoch gibt es Unterschiede. Vorn punktet der VW Golf GTI Clubsport 45 mit reichlich Kopf- und Ellenbogenfreiheit, während sich langbeinige Menschen im Ford Focus ST wegen der üppigsten Kniefreiheit am wohlsten fühlen. Der BMW 128ti und auch der Hyundai i30 N Performance wirken im Fond dagegen merklich kleiner. Ausgedehnte Shopping-Touren oder auch einen längeren Urlaub zu zweit ermöglichen indes die zur Verfügung stehenden Laderäume des Quartetts, deren Kapazitäten von 375 Litern (Ford) bis 395 Litern (Hyundai) reichen. Der BMW 1er und der VW Golf GTI Clubsport 45 liegen mit 380 Litern zwischen den beiden. Für die nötige Sicherheit an Bord sorgt bei den vier kompakten Sportlern eine Heerschar an Assistenzsystemen, die vor noch gar nicht allzu langer Zeit allenfalls gestandenen Oberklasse-Modellen vorbehalten blieben. So gehören neben strahlend hellen LED-Scheinwerfern auch automatische Notbremsassistenten, die auch Fußgänger:innen erkennen, bei allen Testkandidaten zum Serienumfang. Obwohl der Hyundai i30 N Performance im Zuge der Modellpflege einige Funktionen, etwa einen optionalen Querverkehrwarner fürs Heck, dazubekommen hat, holt er für seine Sicherheitsausstattung im direkten Vergleich aber die wenigsten Zähler. Der Grund: Nach wie vor gibt es für ihn, anders als für die Wettbewerber, keine automatisierten Fahrfunktionen. Einen Stauassistenten beispielsweise sucht der Kaufinteressent in der Preisliste des Südkoreaners vergebens. Dafür stimmt die Bedienbarkeit. Auch mit dem neuen Multimedia-Modul, das allerdings auf einen praktischen Regler zum Scrollen verzichtet, findet sich umgehend jeder Neuling im Hyundai auf Anhieb zurecht, ohne lange die Betriebsanleitung studieren zu müssen. Dass dieser Umstand durchaus erwähnenswert ist, zeigt das Negativbeispiel in diesem Vergleichstest: der Golf. Sämtliche Funktionen sind verschachtelt im teils wenig berührungsempfindlichen Touchscreen untergebracht. Und auch die davorliegenden sogenannten Slider für Lautstärke sowie Temperaturregelung, die zu allem Überfluss noch nicht einmal hinterleuchtet sind, führen ein gewisses Eigenleben und verrichten ihren Dienst nur, wenn sie Lust dazu haben - das könnte man aufgrund der wenig zuverlässigen Funktionsweise jedenfalls meinen. Doch so einfach dagegen der Ford Focus ST und der Hyundai i30 N Performance zu bedienen sind: Primus bleibt auch in der Kompaktklasse klar der BMW 128ti. Der perfekt zur Hand liegende iDrive-Controller erleichtert gerade während der Fahrt die Bedienung maßgeblich. Ergänzend dazu stehen dem:der Fahrer:in noch ein zuverlässig reagierender Touchscreen und eine äußerst treffsichere Sprachbedienung zur Verfügung – besser geht es nicht!

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Fahrkomfort: VW Golf GTI Clubsport 45 glänzt durch adaptive Dämpfer beim Komfort

Zu der eingangs erwähnten Alltagstauglichkeit, die unsere vier kompakten Sportskanonen mitbringen, zählen neben den praktischen Karosserien auch durchaus angenehme Langstreckeneigenschaften. Als klarer Sieger in diesem Kapitel des Vergleichstests geht ausgerechnet der extrascharfe VW Golf GTI Clubsport 45 hervor. Das liegt zunächst einmal an seinen bequemen Sportsitzen. Sie bringen reichlich Seitenhalt und eine hervorragende Polsterung mit, sodass man ihnen sogar die fehlende Einstellmöglichkeit für die Kopfstütze nachsieht. Allenfalls die Recaro-Sitze des Ford Focus ST sind auf langer Strecke ähnlich gemütlich. Bei den Schalensitzen des Hyundai i30 N Performance beklagen sich stressgeplagte Rücken über eine fehlende Lordosenstütze, während die Sportsitze des BMW 128ti breite Staturen doch etwas einengen können. Dass der VW Golf GTI Clubsport 45 seine Kontrahenten im Komfort abhängt, hat aber noch einen weiteren gewichtigen Grund, nämlich die vielseitige Einstellbarkeit seines Fahrwerks. Die optionalen adaptiven Dämpfer bieten eine enorm weite Spreizung – von knüppelhart bis angenehm schluckfreudig. Am anderen Ende der Fahnenstange rangiert der BMW 128ti. Der Münchner ist lediglich mit einem konventionellen M Sportfahrwerk ohne adaptive Dämpfer zu haben. Damit hoppelt der Fünftürer selbst auf vermeintlich ebenen Untergründen häufig unruhig herum und gleicht auch tiefere Unebenheiten weniger gekonnt aus als die Rivalen. Anders ausgedrückt: Das Fahrwerk des 128ti ist doch arg kompromisslos auf Dynamik getrimmt. Da hilft es nur wenig, dass der BMW markentypisch sehr sensibel anfedert.

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Motor/Getriebe: Laufkultur und Verbrauch sprechen für den BMW 128ti

Vierzylinder-Turbomotoren mit 2,0 Liter Hubraum sind in diesem Segment die erste Wahl. Einzig Ford schert aus und spendiert dem Ford Focus ST-Aggregat 2,3 Liter, was ihm jedoch keinen Leistungsvorteil verschafft: Zwischen ihm und dem facegelifteten Hyundai i30 N Performance herrscht Gleichstand: Beide bringen es auf 280 PS. Der VW Golf GTI Clubsport 45 schießt mit 300 PS den Vogel ab, während der BMW 128ti mit 265 Pferden das Schlusslicht bildet. Das gilt wider Erwarten aber nicht für die Fahrleistungen: Der Standardsprint von null auf Tempo 100 ist beim BMW 1er wie auch beim Hyundai i30 N Performance nach 5,9 Sekunden erledigt. Beide sind damit nur einen Hauch langsamer als Ford Focus ST und VW Golf GTI Clubsport mit jeweils 5,8 Sekunden. Größer ist die Spreizung bis zur 200 km/h-Marke, was erlebt, wer auf der freien Autobahn einmal richtig "durchlädt". Hier deklassiert der VW Golf GTI Clubsport die Konkurrenten und nimmt ihnen wie im Fall des Ford fast drei Sekunden ab. Da hilft dem Kölner auch das höchste Drehmoment des Testfelds (420 Nm) nichts. Gemeinsam mit dem Hyundai hält sich der Wolfsburger beim Tritt aufs Gas nicht lange mit dem Ladedruckaufbau auf, sondern steht nur einen Lidschlag später mit der Zugkraft Gewehr bei Fuß. Beide gehen geradezu bissig zu Werke – der BMW 128ti und der Ford Focus ST wirken hier gefühlt einen Tick weniger spontan. Im Gegenzug punktet speziell der BMW 128ti mit der höchsten Laufkultur im Vergleichstest. Während bei der Konkurrenz die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h abgeregelt ist, läuft der VW Golf als "Clubsport 45" 267 km/h. Dafür berechnet VW für diesen aber auch 5525 Euro mehr als für die "normale" Clubsport-Ausgabe des Wolfsburger Millionsellers. In Sachen Kraftübertragung setzt BMW auf eine serienmäßige Achtstufen-Automatik von Aisin, das Doppelkupplungsgetriebe im VW Golf GTI Clubsport 45 muss sich dagegen mit einer Fahrstufe weniger begnügen. Ford und Hyundai wiederum sind als klassische Handschalter unterwegs, wobei das Sechsgang-Getriebe des Hyundai i30 N Performance die kürzeren Schaltwege aufweist, durch die eher kurze Übersetzung aber ein höheres Drehzahlniveau bewirkt. So dreht der Koreaner bei Autobahn-Richtgeschwindigkeit 130 km/h rund 700 Touren mehr als der VW Golf, was nicht ohne Auswirkungen auf den Kraftstoffkonsum bleibt: Zusammen mit dem Ford Focus verursacht der Hyundai i30 N den höchsten Verbrauch im Vergleichstest von jeweils 9,5 Liter Super auf 100 Kilometern. Der VW Golf GTI Clubsport begnügt sich mit 8,3 Litern, verlangt aber nach teurem Super Plus. Sparmeister ist der 128ti mit lediglich 8,1 Litern. Beim Thema Kraftstoffökonomie macht den Münchner:innen schon seit jeher niemand etwas vor.

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Fahrdynamik: Harte Abstimmung im Hyundai i30 N Performance

Neben der Längsdynamik entpuppt sich das Quartett auch in Sachen Querdynamik höchst unterhaltsam. Die Mischung aus Antrieb und Fahrwerk sorgt dafür, dass das Quartett bei beherztem Einsatz so manch teurerem Sportwagen fest im Rückspiegel klebt – oder gar an ihm vorbeizieht. Hier heißt das Motto ganz klar: Kurven- statt Kaffeefahrt. Dabei wird deutlich, dass die Lenkung im Ford Focus ST im Rennstrecken-Modus Lenkbefehlen sehr direkt folgt und recht rückmeldefreudig reagiert. Ganz anders der BMW 128ti: Zwar lässt sich der Bayer ebenso präzise zirkeln, vermittelt dem:der Pilot:in allerdings ein etwas synthetisches Lenkgefühl. Der Hyundai i30 N Performance hinterlässt hier, obwohl ähnlich direkt, über alle Lenkwinkel hinweg einen harmonischeren Eindruck. An dieser guten Performance dürften auch die neuen 19-Zoll-Schmiederäder ihren Anteil haben, die pro Stück 3,6 Kilogramm weniger wiegen als die Räder des Vor-Facelift-Modells. Der Eindruck wird von der im VW Golf GTI Clubsport 45 installierten serienmäßigen Progressiv- Lenkung allerdings noch getoppt, weil sie die Antriebseinflüsse besser kaschiert als die Pendants der Rivalen. Alle vier Kompaktsportler sind mit Sperrdifferenzialen an der Vorderachse bestückt. Im Fall des BMW 1er macht sich je nach Kurvenradius an der Haftgrenze dennoch eine Untersteuertendenz bemerkbar. Die Mitstreiter dagegen ziehen sich unter Last deutlich stärker in die Asphaltbiegung hinein, was darauf hindeutet, dass ihre Sperrdifferenziale effektiver arbeiten und ihnen ein weitgehend neutrales Eigenlenkverhalten bescheren – inklusive höherer Kurventempi. Die straffen Fahrwerksabstimmungen des Quartetts unterdrücken ungebührliche Karosserie-Bewegungen wirkungsvoll und unterstützen die hohe Fahrpräzision auf der Handlingstrecke. Entsprechend hoch ist das Geschwindigkeitsniveau, wie sich an den Rundenzeiten klar ablesen lässt: Wider Erwarten markiert hier der BMW mit 1:49,5 Minuten das Schlusslicht, während der VW Golf GTI Clubsport 45 mit beachtlichen 1:45,2 Minuten der Konkurrenz seine LED-Rückleuchten zeigt. Dabei profitiert er von seinem Fahrmodus "Special", der auf die Topografie der Nürburgring-Nordschleife abgestimmt ist – dank ihm kann er Bodenwellen besser verarbeiten als im Race- oder gar im Sport-Modus, der den schnellsten GTI bereits bei leicht unebener Fahrbahn zum "Stempeln" anregt. Über ein solches Fahrprofil verfügen auch der Ford Focus ST und der Hyundai i30 N Performance, die mit 1: 46er-Zeiten im Vergleichstest hinter dem Golf landen. Speziell im Hyundai i30 N fällt diese Abstimmung aber etwas zu hart aus, weswegen er sich auf dem Rundkurs hoppeliger zeigt als der Wolfsburger Konkurrent. Abseits ihrer sportlichen Talente muss natürlich die Frage nach der Fahrsicherheit gestellt werden. Dennoch entpuppt sich der Aufenthalt im Grenzbereich in keinem der vier als Ritt auf der Rasierklinge. Alle legen eine beachtliche Fahrstabilität an den Tag – und mit Ausnahme des BMW 128ti sind mehr (Ford) oder weniger (Hyundai) ausgeprägte Lastwechselreaktionen feststellbar, die aber insgesamt verhalten ausfallen und deshalb stets gut kontrollierbar blieben. Kurzum: Hier bleibt alles im grünen Bereich. Beim Bremsen zeigen die kompakten Wettstreiter ebenfalls gute Leistungen, allen voran abermals der Wolfsburger. Trotzdem: Die physikalischen Grenzen können auch die guten Bremsanlagen und die top abgestimmten Fahrwerke nicht aufheben.

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Umwelt/Kosten: Ford Focus ST verursacht die höchsten Kraftstoffkosten

Zweifelsohne fällt für Fahrzeuge wie diese in Anschaffung und Unterhalt ein Vergnügungssteuer-Zuschlag an. So kostet der Hyundai i30 N Performance mit testrelevanter Ausstattung 37.330 Euro, womit er zwar kein Sonderangebot darstellt, mit Blick auf die Konkurrenz jedoch geradezu als Schnäppchen durchgeht. Am Mittellandkanal scheint man frei von jeglicher Bescheidenheit und verlangt für den VW Golf GTI Clubsport 45 mit den testrelevanten adaptiven Dämpfern heftige 48.835 Euro. Da dürften so einige Kaufinteressent:innen die weiße Fahne schwenken. Bei den laufenden Kosten schlagen bei BMW 128ti und Hyundai i30 N Performance die höchsten Versicherungsprämien im Vergleichstest zu Buche. Zusammen mit dem Ford Focus ST verursacht der Koreaner auch die höchsten Aufwendungen für Kraftstoff. Dies gilt gleichsam für die Werkstattkosten, die laut ADAC-Schätzung 710 Euro pro Jahr betragen. Posten wie diese relativieren sich jedoch mit Blick auf die Wertminderung schnell. Hyundai-Besitzer:innen verlieren nämlich bei vierjähriger Haltedauer und 80.000 Kilometern laut Deutscher Automobil-Treuhand (DAT) deutlich weniger Geld als die Eigner der Testkonkurrenten, konkret 20.556 Euro. Bezieht man dann noch das üppigste Garantiepaket, das mit einer fünfjährigen Garantie aufwartet, mit ein, führt aus Kostensicht also kein Weg am Hyundai i30 N Performance vorbei.

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Messwerte & technische Daten BMW 128ti, Ford Focus ST, Hyundai i30 N Perfomance und VW Golf GTI Clubsport 45

AUTO ZEITUNG 22/2021BMW
128ti
Ford
Focus
ST
Hyundai
i30 N
Performance
VW
Golf GTI
Clubsport
45
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4,
Turbo
4/4;
Turbo
4/4;
Turbo
4/4;
Turbo
Hubraum1998 cm³2261 cm³1998 cm³1984 cm³
Leistung195 kW/
265 PS
4750 -
6500 /min
206 kW/
280 PS
5500 /min
206 kW/
280 PS
5500 -
6000 /min
221 kW/
300 PS
5450 -
6500 /min
Max. Drehmoment400 Nm,
1750 -
4500 /min
420 Nm,
3000 -
4000 /min
392 Nm,
2100 -
4700 /min
400 Nm,
2000 -
5200 /min
Getriebe/Antrieb8-Stufen-
Automatik/
Vorderrad
6-Gang,
manuell/
Vorderrad
6-Gang,
manuell/
Vorderrad
7-Gang,
Doppelkupp./
Vorderrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1445/
1484 kg
1433/
1432 kg
1434/
1461 kg
1386/
1430 kg
Beschleunigung 0-100 km/h (Test)5,9 s5,8 s5,9 s5,8 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)250 km/h250 km/h250 km/h267 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
35,6/
34,7 m
35,3/
33,8 m
35,4/
35,1 m
34,2/
33,7 m
Verbrauch auf 100 km (Test/WLTP)8,1/6,9 l S9,5/8,1 l S9,5/8,0 l S8,3/7,4 l SP
CO2-Ausstoß (Test/WLTP)192/
169 g/km
225/
183 g/km
225/
182 g/km
197/
171 g/km
Preise
Grundpreis44.600 €37.400 €35.750 €47.790 €
Testwagenpreis44.600 €38.600 €37.330 €48.835 €

Marcel Kühler Marcel Kühler
Unser Fazit

Mit dem Facelift haben die Koreaner:innen die Talente des Hyundai i30 N Performance weiter geschärft: Mit exzellenter Fahrdynamik, hohem Spaßpotenzial und einer angesichts der gebotenen noch volkstümlichen Preispolitik verkörpert er die GTI-Urtugenden. Doch landet er nur auf dem dritten Platz. Davor schiebt sich der Ford Focus ST, vom Charakter her ähnlich, aber mit größeren alltagsrelevanten Stärken wie mehr Platz im Fond, höherer Zuladekapazität sowie kürzeren Bremswegen. Zwar dürfte der Blick aufs Preisschild des Golf GTI Clubsport 45 mancherorts Schwindel auslösen, seine fahrdynamische Vorstellung tut dies aber auch – im positiven Sinn. Er ist das Multitalent und der Sieger im Vergleichstest. Mit ihm lässt sich, salopp formuliert, nicht nur bestens Rasen, sondern auch sehr gut Reisen. Kostenseitig hat er sich aber von der ursprünglichen GTI-Idee weit entfernt. Der BMW 128 ti fällt – verglichen mit der Konkurrenz – fahrdynamisch und im Komfort deutlich zurück. Er kann zwar mit dem kultiviertesten Antrieb und dem niedrigsten Verbrauch punkten, doch am Ende reicht es nur für den vierten Platz.

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