Audi-Rückruf (August 2021): Airbags Audi-Rückruf wegen Airbags

von AUTO ZEITUNG 03.11.2021
Inhalt
  1. Audi-Rückruf 2021: Rückruf für A4, A6, A8 und TT wegen Airbag-Alterung
  2. Audi-Rückruf 2020: Rückruf wegen defektem Bremspedal
  3. Audi-Rückrufe 2019: Rückruf für A4 und A6 & Audi e-tron
  4. Audi-Rückrufe 2018: A6, A7, A8, Q5, SQ5 sowie Hybrid- & E-Autos betroffen

Ein Audi-Rückruf im August 2021 betrifft die Modelle Audi A4, A6, A8 und TT der Baujahre 2000 und 2001: Feuchtigkeit kann das Treibmittel des Airbags in der Funktion einschränken. Diese und weitere Rückrufe fassen wir hier zusammen. Dieser Artikel wurde am 10.08.2021 aktualisiert.

 

Audi-Rückruf 2021: Rückruf für A4, A6, A8 und TT wegen Airbag-Alterung

  • Weil das Treibmittel im Gasgenerator des Airbags durch Feuchtigkeitseintritt altern kann, sind 20 Jahre alte Modelle von einem Audi-Rückruf im August 2021 betroffen. Konkret geht es um A4, A6, A8 und TT aus den Baujahren 2000 und 2001, die nun für einen Austausch des Gasgenerators in die Werkstatt müssen. Risiken für Fahrer:innen bestehen laut Audi bis zur Reparatur nicht, zumal bislang noch kein Fall einer Airbag-Fehlfunktion bekannt ist. Allerdings könnte es theoretisch zu einer verringerten Schutzwirkung beim Aufgehen des Airbags kommen, wenn das Treibmittel weiter altert. Weltweit sind 205.486 Modelle vom Audi-Rückruf betroffen, davon alleine 58.743 Autos in Deutschland. Der interne Rückruf-Code lautet 69CJ, die KBA-Referenznummer 010949. Mehr zum Thema: Das ist das Audi A8 Facelift

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Audi-Rückruf 2020: Rückruf wegen defektem Bremspedal

  • Ein Audi-Rückruf im Dezember 2020 betrifft weltweit 7389 Fahrzeuge der Baureihen Audi Q2 und Audi Q3 – in Deutschland sind 874 Fahrzeuge betroffen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) berichtet, kann sich die Platte des Bremspedals verformen oder lösen. Grund dafür sind fehlerhafte Schweißverbindungen. Beim Rückruf prüft Audi das Bremspedal und tauscht es nötigenfalls aus. Der interne Rückruf-Code lautet 46I7, die KBA-Referenznummer 010448. Mehr zum Thema: Das Audi Q2 Facelift im Fahrbericht

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Audi-Rückrufe 2019: Rückruf für A4 und A6 & Audi e-tron

  • Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat im November 2019 einen Rückruf für Audi A4 und A6 aus den Jahren 2004 bis 2009, in denen ein 2,7 oder 3,0 Liter großer V6-Dieselmotor mit der Euro-4-Norm verbaut ist, angeordnet. Wie der "Spiegel" erfahren haben will, vermutet das KBA illegale Abschalteinrichtungen in den betroffenen Euro-4-Modellen. Demnach sollen in Europa rund 120.000 Fahrzeuge, in Deutschland rund 40.000 entsprechende Modelle zugelassen sein. Bislang waren ältere Dieselfahrzeuge, die bis 2010 erstmals zugelassen wurden, nicht von Rückrufen wegen manipulierter Abgassysteme betroffen. Nun müssen Ingenieure die Abgasanlagen so umbauen, dass die Manipulationen in der Motorensoftware deaktiviert sind. Wie hoch der Aufwand ist, die vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten, ist unklar. Gelingt es nicht, könnte es sein, dass Audi die Fahrzeuge zum damaligen Neupreis von Kunden zurückkaufen muss.

  • Rückruf für 1644 Audi e-tron in den USA im Juni 2019. Wie die Automobilwoche berichtet, kann es bei den produzierten Fahrzeugen zu Feuchtigkeitsproblemen im Zusammenhang mit dem Akku kommen. Eine fehlerhafte Dichtung soll die Ursache sein. Dringt Feuchtigkeit ein, kann es zum Kurzschluss und in der Folge zu einem "thermischen Ereignis" kommen, was nichts anderes als einen Fahrzeugbrand bedeutet. Bislang sei aber noch kein einziger der 540 an Kund:innen ausgelieferten e-tron in Brand geraten. Es seie ein freiwilliger Rückruf, wie Audi betont. Ein im e-tron verwendeter Feuchtigkeitssensor meldet mittels gelber Warnleuchte, wenn Probleme drohen – was im Falle der ausgelieferten e-tron bereits fünf Mal der Fall gewesen sein soll. Das Fahrzeug müsse dann unverzüglich abgestellt und ausgeschaltet werden. Betroffene Kund:innen in den USA bekommen für die Dauer des Werkstattaufenthalts ein Ersatzfahrzeug mit Verbrennungsmotor und einen Tankgutschein in Höhe von 800 Dollar. Wie ein Audi-Sprecher der Automobilwoche bestätigte, werde auch Deutschland vom Rückruf des Audi e-tron betroffen sein.

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Audi-Rückrufe 2018: A6, A7, A8, Q5, SQ5 sowie Hybrid- & E-Autos betroffen

  • Audi ruft im zweiten Rückruf für manipulierte Dieselfahrzeuge im Dezember 2018 weitere 64.000 Fahrzeuge zurück. Bei den betroffenen Autos mit V6-TDI-Motoren sollen Teile einer Software aus der Motorensteuerung entfernt werden. Das teilte die VW-Tochter im Dezember 2018 mit. Waren im ersten Rückruf aus dem Vormonat 31.200 Modelle des Typs Audi A6 und Audi A7 Sportback aus den Modelljahren 2015 bis 2018 mit dem 3.0 TDI betroffen, gilt der zweite Rückruf dem Audi A8 von 2014 bis 2017, dem Audi Q5 aus dem Zeitraum 2014 und 2017 sowie dem SQ5 (2015-2017) mit 3.0-TDI-V6. Insgesamt sind 151.000 Autos vom Audi-Rückruf betroffen. Der Autobauer kontaktiert die betroffenen Fahrzeughalter mit der Aufforderung, sich mit der Werkstatt in Verbindung zu setzen. Weitere Audi-Rückrufe erfolgen nach der Freigabe durch das KBA.

  • August 2018: Dem Nachrichtenmagazin Spiegel zufolge steht ein weiterer Audi-Rückruf für den Audi A6 mit 3,0-Liter-V6-Diesel an. Der KBA habe diesen bereits angeordnet. Audi wollte sich bislang nicht dazu äußern. Der letzte Rückruf für Dieselmodelle der Marke rührt aus dem Juni 2018, als 33.000 Audi A6 und A7 in Deutschland wegen eines Manipulationsverdachts in die Werkstatt zurückgerufen werden mussten. Konkret geht es um die Manipulation am "AdBlue"-System: Die Einspritzung von Harnstoff (AdBlue) wird gedrosselt, bevor der Tank leer geht. So kann der Fahrer weiter fahren, obwohl der SCR-Katalysator zur Reinigung von Stickoxiden im Abgas nicht oder nur eingeschränkt funktioniert. In der Folge stimmen die Abgaswerte nicht mehr. Audi muss im Zuge des Rückrufs nun die Abschaltvorrichtung in Motor-Software entfernen. Darüber hinaus untersuche das Kraftfahrtbundesamt aber auch das neueste Dieselmodell des Audi A8 auf unzulässige Abschaltvorrichtungen bei der Abgasreinigung, wie die "Bild am Sonntag" berichtet hatte. Im Bundesverkehrsministerium hieß es, das KBA überprüfe fortlaufend Fahrzeuge und deshalb auch den A8. Weiter wollte sich das Ministerium nicht äußern, auch ein Audi-Sprecher enthielt sich eines Kommentars.

  • Juli 2018: Droht Audi ein Rückruf wegen Cadmium-Spuren an einem Bauteil seiner Hybrid- und E-Autos? Problem der Spurenelemente des giftigen Schwermetals am Relais des Ladegeräts ist, dass sie der europäischen Altfahrzeuggesetzgebung widersprechen könnten. Diese regelt nämlich die spätere Entsorgung der Autos. Der Anteil von 0,008 Gramm könnte zu hoch sein. Die Serienfertigung der betroffenen Autos sei bereits gestoppt und das Bauteil durch das eines anderen Zulieferers ersetzt worden. Wie ein Sprecher mitteilt, befinde sich das eingebaute Cadmium aber in einem geschlossenen Gehäuse. VW-Konzern-weit sollen 124.000 Hybrid- und E-Autos betroffen sein.

  • Mai 2018: Der Ingolstädter Autobauer hat die Auslieferung der beiden Baureihen mit dem 271 PS starken TDI gestoppt. Beide Modelle werden gerade von Nachfolgemodellen abgelöst. Ex-Audi-Vorstandschef Rupert Stadler sagte, der jüngste Verdachtsfall sei bei internen Prüfungen entdeckt und dem KBA in Flensburg gemeldet worden. "Das KBA hat eine amtliche Anhörung wegen des Verdachts einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei Audi V6-TDI-Fahrzeugen der Modelle A6/A7 eingeleitet", bestätigte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums dem "Spiegel". Rund 33.000 Modelle des Audi A7 und A6 (C7) mit V6-Diesel sollen in Deutschland betroffen sein, weltweit sind es insgesamt rund 60.000 Dieselfahrzeuge.

  • Januar 2018: Das KBA hat für alle neuen Audi-Modelle mit V6-Dieselmotor einen Zwangs-Rückruf verhängt. Die Behörde habe Informationen zufolge in den Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 mit der Abgasnorm Euro sechs sogenannte unzulässige Abschalteinrichtungen festgestellt, die die tatsächlichen Werte des Schadstoffausstoßes manipulieren. Diese Abschaltvorrichtung sei eine schadstoffreduzierende Motorwärmfunktion, die bei diesen Modellen mit V6-Dieselmotor fast ausschließlich im Prüfzyklus aktiv werde. Im realen Straßenverkehr hingegen bleibe die Schadstoffminderung aus, heißt es weiter. In Deutschland alleine sind davon 77.600 Fahrzeuge betroffen, in ganz Europa sogar 127.000 Autos. Für das Audi-A8-Modell mit TDI-Achtzylindermotor und Euro-6-Plakette, das bis Sommer 2017 produziert wurde, drohte zwischenzeitlich sogar ein Zulassungsverbot.

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