Audi Rückruf (Dezember 2017): Zusatzheizer/Diesel Audi-Rückruf wegen Brandgefahr

von AUTO ZEITUNG 21.12.2017
Inhalt
  1. Dezember 2017: Audi-Rückruf wegen Brandgefahr
  2. November 2017: Audi ruft V6/V8-TDI zurück
  3. Juli 2017: Rückruf wegen defektem ABS
  4. 2014: Airbagfehler bei Audi A4 B8
  5. 2014: Audi-Rückruf wegen Bremsen

330.000 Audi müssen wegen Brandgefahr in die Werkstatt: Der Zusatzheizer kann überhitzen und ein Schmorbrand entstehen. Außerdem: Audi bessert in einem Rückruf europaweit insgesamt 850.000 Diesel-Modelle nach, im November wurden dazu weitere 5000 Autos in die Werkstatt gerufen.

Audi ruft in Deutschland 330.000 Autos wegen Brandgefahr in die Werkstatt. Bei den Modellen A4, A5 und Q5 aus den Jahren 2011 bis 2015 könne der Zusatzheizer überhitzen und ein Schmorbrand entstehen, erklärte ein Audi-Sprecher am Mittwoch, 20. Dezember 2017, in Ingolstadt. Schon im Oktober 2017 hatte Audi in den USA 250.000 Autos mit dem gleichen Problem zurückgerufen. Es gebe bisher zwar nur ein paar Dutzend Zwischenfälle, und niemand sei verletzt worden. Kunden sollten den Zusatzheizer abschalten und das Auto bei Schmorgeruch sofort abstellen, sagte der Audi-Sprecher. Der Zusatzheizer erwärmt das Fahrzeug im Winter schneller, als es die Motorwärme allein könnte. Wie sich jetzt herausstellte, können die Drähte jedoch überhitzen. In der Werkstatt würden die in der Mittelkonsole verbauten Zusatzheizer aller betroffenen Fahrzeuge ausgetauscht und eine bessere Software aufgespielt. Das dauere etliche Stunden. Die Information der betroffenen Kunden sei angelaufen. Zu den Kosten des Rückrufs äußerte sich Audi nicht.

Rückruf für Audi A3/S3 Limousine im Video:

 
 

Dezember 2017: Audi-Rückruf wegen Brandgefahr

Audi ruft weitere 5000 Dieselautos mit unzulässiger Abgas-Abschalteinrichtung zurück. Das Unternehmen habe den Sachverhalt selbst festgestellt und dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet. Das Amt habe daraufhin den Rückruf angeordnet, sagte ein Audi-Sprecher am Donnerstag, 2. November 2017. Betroffen ist das Flaggschiff von Audi, der A8 mit TDI-Achtzylinder-Motor und Euro-6-Zulassung. Die betroffene Baureihe wurde von 2013 bis August 2017 gebaut. Das Software-Update dauere in der Werkstatt eine halbe Stunde und sei für die Kunden kostenlos, sagte der Audi-Sprecher. Mit dem Update soll die Abgasreinigung beim Start des kalten Motors beschleunigt und der Stickoxid-Ausstoß gesenkt werden. Die Software werde nach einer sogenannten Wintererprobung voraussichtlich im ersten Quartal 2018 zur Verfügung stehen und nach Genehmigung durch das KBA zügig aufgespielt. Die Wintererprobung soll sicherstellen, dass Verbrauch und Fahrverhalten nicht schlechter werden. 

 

November 2017: Audi ruft V6/V8-TDI zurück

Audi überprüft seit einem Jahr systematisch alle Motor- und Getriebevarianten auf unzulässige Abschalteinrichtungen und hatte bereits im Juli 2017 die Nachrüstung von 850.000 Autos der Marken Audi, Porsche und Volkswagen mit V6- und V8-TDI-Motoren in Europa angeboten. Hintergrund des Rückrufs ist eine Anfang Juni 2017 vom Ministerium publik gemachte Kombination von Motor und Getriebe. Zwei Modelle können demnach am Lenkwinkel erkennen, dass sie auf einem Prüfstand stehen und die Abgasreinigung dann voll aktivieren - während die Wagen im normalen Straßenbetrieb mehr Schadstoffe ausstoßen. Das KBA stuft dies als unzulässig ein.

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Juli 2017: Rückruf wegen defektem ABS

Wegen Problemen mit dem ABS mussten im Sommer rund 385.000 Autos aus dem Volkswagen-Konzern in die Werkstatt, in der Schweiz waren nochmal gut 22.000 Pkw von dem Rückruf betroffen. Bei Audi wurde der Rückruf mit dem Code "45F2" bereits im Juni 2017 bekannt, hier waren rund 61.000 Audi A3 des Modelljahres 2009 betroffen. In Grenzsituationen wie beim Übersteuern, Untersteuern oder bei Vollbremsungen kann die Stabilisierungsfunktion ausfallen oder nicht mehr richtig funktionieren, da es im Steuergerät zu einer "thermomechanischen Überlastung" kommen kann. Behoben wurde der Fehler mit einem Software-Update für das Steuergerät, das in der Werkstatt rund eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Alle betroffenen Fahrzeughalter wurden per Post angeschrieben und über den Rückruf informiert.

 

2014: Airbagfehler bei Audi A4 B8

Wegen eines möglichen Softwarefehlers an den Airbags ruft Audi allein in Deutschland etwa 150.000 Fahrzeuge in die Werkstatt. Es handelt sich um einen der größten Rückrufe in der Geschichte der VW-Tochter. Wegen eines Softwarefehlers lösen womöglich die Frontairbags der ab Frühjahr 2012 gebauten Facelift-Modelle bei einem Unfall nicht aus. Betroffen seien Autos, die seit der neuen Version des Audi A4 (B8) im Jahr 2012 bis Mitte Oktober 2014 gebaut wurden. Die Probleme seien bei internen Kontrollen aufgefallen, sagte der Audi-Sprecher. Alle Besitzer betroffener Fahrzeuge würden nun über das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeschrieben. "Für den Kunden ist das eine halbe Stunde Aufenthalt in der Werkstatt", sagte der Sprecher.

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2014: Audi-Rückruf wegen Bremsen

Audi ruft weltweit rund 70.000 Autos wegen möglicher Probleme mit der Bremskraftverstärkung in die Werkstätten. Betroffen von der Audi-Rückruf-Aktion sind Modelle der Reihen A4, A5, A6, A7, Q5, Q7, die zwischen März und Dezember 2012 gebaut wurden und mit einem Dreiliter-Dieselmotor ausgestattet sind, wie ein Sprecher der VW-Tochter sagte. Schlimmstenfalls könne wegen des Fehlers ein wenig Öl in den Bremskraftverstärker gelangen. "Die Autos können zwar weiterhin gebremst werden, es ist aber ein deutlich höherer Druck auf das Bremspedal notwendig." Kunden könnten ihre Fahrzeuge jedoch bis zum Austausch des betroffenen Teils weiter fahren, die Aktion dauere etwa eine halbe Stunde und sei kostenlos.

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