90 Quattro GTO-Hommage: Audi RS2 Avant als Ringtool-Rakete

Was wäre, wenn die IMSA-GTO-Rennserie und Audi das Engagement bis in die Mitte der 90er fortgeführt hätten? Die Antwort darauf gibt der Audi RS2 Super Tourer, den Digitalkünstler "The Kyza" erschaffen hat.

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Der Audi RS2 Super Tourer stehend von schräg vorne.
Audi RS2 Super Tourer Foto: The Kyza

Ein Ring-Tool der besonderen Art: Digitalkünstler "The Kyza" hat den Audi RS2 Avant in eine Hommage an den 90 Quattro IMSA GTO von 1989 verwandelt.

Der Audi RS2 Super Tourer stehend von schräg hinten.
Audi RS2 Super Tourer Foto: The Kyza

Die Lackierung in Schwarz, Silber und Gold könnte samt der riesigen vier Ringe durchaus aus der damaligen Zeit stammen, wenn auch Audi meist der klassischen weiß-rot-schwarzen Farbgebung treu blieb.

Der Audi RS2 Super Tourer stehend von vorne.
Audi RS2 Super Tourer Foto: The Kyza

Der Schneepflug-artige Frontspoiler erinnert eher an den Rallye-Quattro als an den IMSA-Boliden.

Der Audi RS2 Super Tourer stehend seitlich.
Audi RS2 Super Tourer Foto: The Kyza

Die BBS E55er-Felgen intensiviren den Retro-Racing-Charme.

Wer erinnert sich noch an den Volvo 850 Kombi, den die Schwedenmarke in der britischen Tourenwagen-Serie BTCC an den Start brachte? Anno 1994 war der rasende Kasten eine Sensation, auch wenn er sportlich keine großen Erfolge vorweisen konnte. Im selben Jahr debütierte auch bei Audi ein Avant, der sich gewaschen hatte: Der mit tatkräftiger Porsche-Unterstützung entwickelte RS2 stellte die Sportwagenwelt mit seinem 315 PS (232 kW) starken Fünfzylinder-Turbo samt Allradantrieb (Die Funktionsweise des Allradantriebs erklärt) auf den Kopf. Trotz seiner Potenz durfte sich der knapp 3000 Mal gebaute Power-Kombi nie im Motorsport beweisen.

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Schade eigentlich, wenn man sich den Audi RS2 Super Tourer so ansieht, den Designer "The Kyza" aufs digitale Zeichenbrett gezimmert hat. Der Kombi in Schwarz-silber-Gold wirkt mit seiner Rennlackierung und mehr noch mit den üppigen Anbauten rundum, als könnte er, ohne mit dem Blinker zu zucken, eine neue Bestzeit in das Kurvengeschlängel von Laguna Seca brennen. Obwohl sich der Künstler laut eigener Aussage vom Audi 90 Quattro IMSA GTO inspirieren ließ, der 1989 mit Strietzel Stuck und Walter Röhrl mit sensationell brüllendem Fünfzylinder (Darum ist der Fünfzylinder vom Aussterben bedroht) in den Legendenstatus raste, erinnert gerade die Schneepflug-artige Front eher an den Audi Sport Quattro S1.
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Der Audi A6 Avant (2025) im Video:

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Video: AUTO ZEITUNG

IMSA GTO mit modernem Twist: Mächtig Kult und Power im Audi RS2 Super Tourer

Statt einer durchgehenden Flanken-Beplankung zeichnet "The Kyza" dem Audi RS2 Super Tourer brutale Radhäuser, die von nicht weniger monströsen Schwellern verbunden werden. Von den ehemals durchgängigen Hecklichtern bleibt nur noch ein pixeliger Streifen, während der untere Bereich des Kombi-Hecks von einem nicht gerade klassischen Diffusor-Anbau (So funktioniert ein Heckdiffusor) beherrscht wird. Interessant: Wie auch Volvo bei der BTCC verzichtet auch der Renn-RS2 auf einen Heckspoiler (Diese Spoiler-Typen gibt es). Umso effektheischender geben sich die goldenen BBS E55er-Felgen.

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Bilder zum Innenraum liefert der Digitalkünstler zwar nicht, dafür lassen die ungetönten Scheiben umso tiefer blicken. Schalensitze mit Hosenträgergurten gehören ebenso zum guten Ton wie ein Rennkäfig, der die Rückbank und den Kofferraum in eine undurchdringliche Area 51 verwandelt.

Und was könnte unter der behutzten Haube stecken? Klar, der aufgeladene Fünfender ist Pflicht, am liebsten in der IMSA GTO-Ausbaustufe mit 720 PS (530 kW) und 720 Nm Drehmoment (Unterschied zwischen Leistung und Drehmoment erklärt). Das historische Vorbild schnellte dank Allradantrieb und lediglich gut 1,2 t Gewicht in 3,1 s auf 100 km/h und knackte 310 km/h Spitze. Wäre der Audi RS2 Super Tourer also der Endgegner für den Volvo 850 geworden? Aber sowas von. Der alte Schwede hatte zwar einen minimal größeren Fünfzylinder unter der Haube, der sich mangels Aufladung (So funktioniert ein Turbolader) aber mit 290 PS (213 kW) begnügen musste.