Ateca/X1/Tiguan/Karoq/Q3: Vergleichstest So schlägt sich der neue X1 im Test

von Martin Urbanke 22.04.2020
Inhalt
  1. Audi Q3, Seat Ateca, Skoda Karoq, VW Tiguan und BMW X1 im Vergleichstest
  2. Karosserie: BMW X1 mit knappem Platzangebot
  3. Fahrkomfort: VW Tiguan mit Langstreckenkomfort
  4. Motor/Getriebe: BMW X1 setzt als einziger auf Biturboaufladung
  5. Fahrdynamik: Seat Ateca mit besten Fahrleistungen
  6. Umwelt/Kosten: Skoda Koaroq gewinnt Kosten-Kapitel
  7. Messwerte & technische Daten Audi Q3, BMW X1, Seat Ateca, Skoda Karoq & VW Tiguan

In diesem Vergleichtest tritt der überarbeitete BMW X1 gegen den Audi Q3, den Seat Ateca, den Skoda Karoq und den VW Tiguan an. Wie wird sich der BMW gegen die Konkurrenzmodelle aus dem VW-Konzern schlagen?

Gesamtbewertung (max. Punkte)Audi Q3BMW X1Seat AtecaSkoda KaroqVW Tiguan
Karosserie (1000)644634614652687
Fahrkomfort (1000)719736710726742
Motor/Getriebe (1000)601621587589592
Fahrdynamik (1000)649686709658658
Eigenschaftswertung (4000)26132677262026252679
Kosten/Umwelt (1000)330330358366383
Gesamtwertung (5000)29433007297829913017
Platzierung52431
 

Audi Q3, Seat Ateca, Skoda Karoq, VW Tiguan und BMW X1 im Vergleichstest

"Ändere nie ein funktionierendes System.", so könnte der Grundsatz in diesem Vergleichstest zwischen dem Audi Q3, dem Seat Ateca, dem Skoda Karoq, dem VW Tiguan und dem BMW X1 lauten. Diesem aus dem Sport und der IT-Welt bekannten Motto scheinen die Verantwortlichen in München auch bei der jüngsten Überarbeitung des BMW X1 gefolgt zu sein. Immerhin war der kompakte Bayer 2018 das weltweit meistverkaufte SUV-Modell der Marke. Die aktuellen Modi­fikationen beschränkten sich daher vor allem auf eine Auffrischung der Front und Heckpartie und eine Aufwertung der Ausstattung. Reicht das, um sich gegen die vielfältig aufgestellte Konkurrenz im Segment der Kompakt-SUV weiter gut zu behaupten? Zur ersten Bestandsaufnahme lassen wir in diesem Vergleichstest den BMW X1 xDrive18d mit 150 PS starkem Dieselmotor, Allradantrieb und optionaler Achtstufen-Automatik gegen vier sehr eigenständige Charaktere aus dem Volkswagen-Konzern antreten. Dabei handelt es sich um den Audi Q3 35 TDI quattro, den es nur mit manuellem Sechsgang-Getriebe gibt, sowie den Seat Ateca 2.0 TDI 4Drive, den Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 und den VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion, alle drei serienmäßig mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Das BMW X1 Facelift im Video:

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Karosserie: BMW X1 mit knappem Platzangebot

Trotz verschiedener Neuerungen in puncto Materialauswahl und Design-Updates im Interieur hat sich durch das Facelift an den Platzverhältnissen im X1 nichts verändert. Und so bescheinigen nicht nur die reinen Messwerte dem BMW ein vergleichsweise beengtes Raumangebot. Der weit in den Innenraum ragende Instrumententräger schränkt das subjektive Platzemp­finden zusätzlich ein. Alle vier seiner Konkurrenten präsentieren sich in der ersten Sitzreihe spürbar luftiger, wobei der VW Tiguan ein geradezu fürstliches Raumangebot bietet. Auch im Fond des Wolfsburgers genießen die Passagiere die mit Abstand größte Bewegungsfreiheit. Hier liegen BMW X1, Seat Ateca und Skoda Karoq auf einem Niveau. Im coupéhaft geformten Audi Q3 schränkt vor allem die nach hinten abfallende Dachlinie die Kopffreiheit empfindlich ein. Den Vorteil seiner insgesamt ausladendsten Karosserie münzt der mit 1,67 Meter am höchsten bauende Tiguan auch in das größte Kofferraumvolumen (615 bis 1655 Liter) um. Einzig der Karoq bietet bei umgeklappter Rückbank ebenfalls mehr als 1,6 Kubikmeter Stauraum, während auf der Gegenseite der Seat Ateca beim Standardvolumen mit 485 Litern als Einziger unter der 500-Liter-Marke bleibt. Weniger zuladen als der Seat (504 kg) darf mit 500 Kilogramm nur der BMW, der sich dafür dank serienmäßig dreigeteilter und längs verschiebbarer Rückbank und dem optional klappbaren Beifahrersitz (200 Euro) äußerst variabel zeigt. Die Klappfunktion für den rechten Vordersitz kostet beim Skoda Karoq 80 Euro. Der Tscheche bietet zudem mit den drei verschieb- und mit wenigen Handgriffen komplett ausbaubaren Einzelsitzen im Fond (Sitzsystem Varioflex: 570 Euro) ein Alleinstellungsmerkmal. Während der BMW neben der Zuladung auch bei der Anhängelast mit 1800 Kilogramm das Schlusslicht bildet, darf der Tiguan mit 2200 Kilogramm die schwerste Ladung an den Haken nehmen. Im Fall der Offroad-Ausführung (3260 Euro) unseres Testwagens erhöht sich dieser Wert gar auf 2500 Kilogramm. In puncto Fahrerassistenzsysteme hat der BMW X1 durch das Facelift nicht hinzugewonnen. Als Einziger in diesem Vergleichstest muss der Münchner somit beispielsweis ohne Spurwechselwarner und Querverkehrswarner auskommen. Bei ihm und dem Skoda müssen Kunden zudem auf den Komfort einer 360-Grad-Ansicht beim Rangieren verzichten. Während der Seat Ateca in diesem Bereich unter anderem Punkte verliert, weil es den bei den anderen serienmäßigen Licht- und Regensensor nur gegen Aufpreis gibt, präsentiert sich der VW Tiguan in dieser Hinsicht geradezu als Musterknabe. Neben seiner umfangreichen Serienausstattung – unter anderem mit proaktivem Insassenschutz (auch beim Audi Q3 Serie) und Fernlichtassistenten – lässt sich beispielsweise nur er optional mit einem Head-up-Display (565 Euro) ausrüsten. Bei Optionen wie dem teilautonomen Fahren (Fahrerassistenz-Paket: 1525 Euro) oder Trailer Assist (310 Euro) müssen seine Kontrahenten ebenfalls passen. Den wertigsten Eindruck hinterlässt der BMW, der mit einer lupenreinen Verarbeitung glänzt. Der Audi, der übrigens als Einziger serienmäßig Voll-LED-Scheinwerfer und die insgesamt edelsten Materialien im Interieur aufweist, nervt im Fall des Testwagens mit anhaltenden Knarzgeräuschen in der Fahrertür und in der Lenksäule. Auch der Seat untermalt das Überfahren von Unebenheit mit Geknister im Armaturenträger.

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Fahrkomfort: VW Tiguan mit Langstreckenkomfort

Alle fünf Testkandidaten treten mit adaptiver Dämpferregelung an, die mit Preisen zwischen 500 (BMW) und 1180 Euro (Audi) zu Buche schlägt. Die am wenigsten überzeugende Vorstellung im Federungskomfort in diesem Vergleichstest zeigt dabei der Skoda – zumindest unbeladen. Mit seiner straffen Grundabstimmung hinterlässt er auf welligem Geläuf zwar einen sehr souveränen Eindruck, stößt bei einzelnen Anregungen beispielsweise durch Kanten oder Schlaglöcher aber recht schnell an seine Grenzen. Mit zunehmender Beladung kompensiert sein Fahrwerk derartige Impulse aber immer besser. Ein ähnliches Verhalten legt der auf 20-Zöllern rollende Audi Q3 an den Tag, dessen Sportfahrwerk (220 Euro) im unbeladenen Zustand Stöße recht ungeniert in die Karosserie weitergibt. Ähnlich steifbeinig präsentiert sich der Seat auf Schlechtwegestrecken. Der Aufbau des BMW X1 zeigt sich deutlich besser entkoppelt. So überzeugend wie der Bayer Fahrbahnunebenheiten vor den Insassen zu kaschieren versteht, kann es auch der insgesamt geringfügig unter dämpft wirkende VW Tiguan nicht. Dafür entschädigt der Wolfsburger mit dem besten Sitzkomfort. Seine bequem gepolsterten und groß dimensionierten Komfortsitze vorn und die verschieb- und in der Lehnenneigung einstellbare Rücksitzbank (alles serienmäßig) bieten trotz nicht allzu ausgeprägter Kontur viel Halt und Unterstützung. Von den optionalen Sportsitzen der Konkurrenz können vor allem die des Q3 und des BMW X1 überzeugen – wobei die Lehnen im BMW für Erwachsene mit etwas stabilerem Körperbau eventuell etwas zu eng geschnitten sein mögen. Den gut konturierten und großen Vordersitzen des Seat würden eine Einstellmöglichkeit für die Beinauflage, vor allem aber deutlich mehr Unterstützung im Schulterbereich gut zu Gesicht stehen. Die ebenfalls nicht in der Sitztiefe einstellbaren Skoda-Sportsitze mit integrierten Kopfstützen kommen in ihrer Güte fast an die Sitzgelegenheiten von Audi und BMW heran. Die Fondpassagiere sitzen dafür im Skoda Karoq deutlich kommoder als in den beiden Deutschen – nicht zuletzt weil dank der breiten Bank auch drei Erwachsene so bequem reisen können wie in keinem der Mitstreiter. Den höchsten Geräuschkomfort in diesem Vergleichstest bietet der BMW. Dank gelungener Akustikdämmung halten sich Motor-, Wind- und Abrollgeräusche noch etwas dezenter im Hintergrund als im Skoda Karoq und auch im VW Tiguan. Ganz anders Audi Q3 und Seat Ateca, deren Motoren ihrer Arbeit gut vernehmbar nachgehen. So zeigt nur bei diesem Duo die Schalldruckmessung bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h einen Wert von 70 dB(A) (Seat) beziehungsweise 71 dB(A) (Audi) an. Der Spanier macht dafür Punkte gut, weil nur bei ihm eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik zum serienmäßigen Lieferumfang zählt. Auf der Gegenseite muss er dafür allerdings auf eine für die anderen optional verfügbare Lenkradheizung verzichten. Eine individuelle Regelung der Temperatur im Fond ermöglichen auf Wunsch nur der Audi und der VW. Der Wolfsburger als Komfortkapitel-Sieger und der Skoda sind darüber hinaus die einzigen beiden Kandidaten, die eine Sitzheizung für die Rücksitze offerieren – wenn auch gegen Aufpreis.

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Motor/Getriebe: BMW X1 setzt als einziger auf Biturboaufladung

Beim Antrieb setzen die Kontrahenten dieses Vergleichstests einheitlich auf Vierzylinder-Turbodiesel mit 150 PS. Die vier Marken aus dem Volkswagen-Konzern greifen sämtlich auf den 2.0 TDI zurück, der mit Hilfe eines VTG-Laders (variable Geometrie) 340 Newtonmeter maximales Drehmoment bereitstellt. Ein beachtlicher Wert, zumal die volle Kraft bereits ab 1750 Touren abrufbar ist und bis 3000 Umdrehungen konstant bleibt. Dennoch differieren die Fahrleistungen der vier Konzern-Derivate recht deutlich: Während der nur 1616 Kilogramm schwere Seat in 8,6 Sekunden von null auf 100 km/h sprintet, lässt sich der VW (1796 kg) für diese Übung 9,5 Sekunden Zeit. Bis auf Tempo 150 wächst der Vorsprung des Seat Ateca sogar auf 2,6 Sekunden an. Auch beim Zusammenspiel des TDI mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gibt es Unterschiede: Während der VW Tiguan zumeist sanft schaltet und häu­fig segelt (Rollen im Leerlauf), wechselt der Skoda mitunter recht rustikal von Gang zu Gang. Wie der Seat segelt er zudem nur im Eco-Modus. Gut gefällt die Abstimmung des manuellen Sechsgang- Getriebes im Audi Q3 – ein automatisches Getriebe gibt's jedoch derzeit nicht mal gegen Aufpreis. Bei BMW hat der Kunde hingegen die Wahl. Unser Testwagen hat die Achtstufen-Sportautomatik an Bord, die größtenteils sanft agiert und durch eine clevere Schaltlogik ihren Teil zum geringen Testverbrauch des BMW X1 beiträgt. Mit nur 6,4 Litern auf 100 Kilometern ist der 18d der sparsamste Antrieb im Feld. Außerdem verhilft ihm die Konstruktion mit zwei Turbos (davon ein VTG-Lader) zu einem noch etwas höheren Drehmoment (350 Newtonmeter) sowie einer gleichförmigeren und bulligeren Charakteristik. Allerdings nervt der Dieselmotor des BMW auf Dauer mit feinen Vibrationen, die sich bis ins Lenkrad übertragen. Seine vier TDI-Rivalen in diesem Vergleich tönen zwar eine Spur raubeiniger, sind schwingungstechnisch aber besser entkoppelt.

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Fahrdynamik: Seat Ateca mit besten Fahrleistungen

Zu den traditionellen Tugenden eines BMW zählt bekanntlich die Freude am Fahren – da bildet auch der aktualisierte BMW X1 keine Ausnahme: Mit stabilen Fahreigenschaften selbst nahe der Haftgrenze und sehr guten Verzögerungswerten gewinnt man als Fahrer rasch das nötige Vertrauen, um den gebotenen Fahrspaß zu genießen. Doch dynamische Talente sind längst keine Ausnahme mehr im SUV-Segment. Der Seat Ateca etwa trumpft in dieser Wertung regelrecht auf: Nicht nur dass er, auch wegen der besseren Fahrleistungen, etwas flotter um den Kurs jagt als der BMW X1 und der Audi Q3 – im Slalomtest deklassiert er die gesammelte Konkurrenz. Selbst im Grenzbereich bleibt der Seat Ateca frei von jeglicher Tücke und setzt die Befehle des Fahrers bestmöglich um. Und zu guter Letzt realisiert er die kürzesten Bremswege mit warmen Stoppern: 34,3 Meter aus 100 km/h sind absolute Spitze – nicht nur in diesem Vergleich. Die längsten Bremswege im Test verbucht indes der Skoda, der auf der anderen Seite mit einem willigen Einlenken und unerschütterlicher Traktion punktet. Zudem begeistert er mit einer neutralen Auslegung und dreht bei provozierten Lastwechseln sanft ein. Klasse, wie viel Fahrspaß und Sicherheits-Reserven ein modernes Kompakt-SUV auch ohne betont sportive Ausrichtung bieten kann. Noch leichtfüßiger als der Skoda Karoq eilt der Audi durch den Handling-Parcours. Allerdings offenbart er in diesem Vergleichstest bei plötzlichen Lastwechseln ein ausgeprägtes Übersteuern, was rigorose und nachhaltige Korrekturen durch das ESC (ESP) nach sich zieht. Im Slalom lässt das System nur wenig Dynamik aufkeimen, und bei "eckiger" Fahrweise tritt die Regelung ebenfalls früh und lange auf die Not-Bremse. Da zeigen sich die Wettbewerber souveräner und toleranter gegenüber hektischen Lenkmanövern. Der VW Tiguan zum Beispiel lässt sich jederzeit problemlos über den Kurs manövrieren und baut überschüssige Energie im Kurvenverlauf mit stoischer Gelassenheit ab. Er wirkt zwar nicht so handlich wie der Seat und der Skoda, zeigt aber auch weniger Seitenneigung als der BMW und bleibt bei Vollverzögerungen stabiler in der Spur als der Audi. Der VW Tiguan verlangt nach größeren Lenkwinkeln, was zusammen mit dem flacher stehenden Lenkrad weniger Agilität vermittelt. Auf der Autobahn hingegen zieht der VW seine Bahnen ähnlich gelassen wie der Audi, während BMW, Seat und Skoda immer wieder sanfte Kurskorrekturen verlangen.

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Apropos Kurse: Den höchsten Grundpreis verlangt Volkswagen für den VW Tiguan. Das günstigste Auto laut Liste ist der Seat Ateca. Preisvorteil: 5600 Euro. Damit nicht genug, gewähren die Seat-Händler die höchsten Rabatte, während im VW-Autohaus die geringsten Nachlässe eingeräumt werden. Im Fall unserer Testwagen in diesem Vergleichstest addieren sich jedoch noch die Aufpreise für relevante Optionen hinzu, wodurch Audi Q3 und BMW am VW Tiguan vorbeiziehen. Im Fall des BMW X1 werden allein für die Automatik 2350 (inklusive eines obligatorischen Sport-Lederlenkrades) fällig. Unterm Strich ist es am Ende mal wieder der Skoda Karoq, der sich als das günstigste Angebot erweist. Beim Preis mit der testrelevanten Ausstattung unterbietet er sogar den ebenfalls preiswerten Seat Ateca und verfügt dennoch über die umfangreichste Multimedia-Ausstattung. Die laufenden Kosten der Kontrahenten liegen insgesamt nah bei einander, wobei der BMW mit den niedrigsten Kraftstoff-Kosten die ungünstigen Versicherungstarife und seine kürzeren Garantie-Laufzeiten zumindest teilweise wieder wettmachen kann.

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Messwerte & technische Daten Audi Q3, BMW X1, Seat Ateca, Skoda Karoq & VW Tiguan

AUTO ZEITUNG 26/2019Audi Q3 35 TDI quattroBMW X1 xDrive 18d
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4; Turbodiesel4/4; Biturbodiesel
Hubraum1968 cm³1998 cm³
Leistung110 kW/150 PS110 kW/150 PS
Max. Gesamtdrehmoment340 Nm350 Nm
Getriebe/Antrieb6-Gang, manuell; Allrad8-Stufen-Automatik; Allrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1625/1706 kg1605/1690 Kg
Beschleunigung (Test)  
0 - 100 km/h9,3 s9,0 s
0 - 150 km/h23,3 s22,0 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)207 km/h204 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
36,8/36,4 m35,8/34,9 m
Verbrauch (Test/WLTP)7,2/6,6 l D/100 km6,4/5,3 l D/100 km
CO2-Ausstoß (Test/WLTP)191/149 g/km170/138 g/km
Preise
Grundpreis38.600 Euro37.150 Euro
Testwagenpreis43.680 Euro42.760 Euro
AUTO ZEITUNG 26/2019Seat Ateca
2.0 TDI 4Drive
Skoda Karoq
2.0 TDI SCR DSG 4x4
VW Tiguan
2.0 TDI SCR 4Motion
Technik
Zylinder/Ventile pro Zylin.4/4; Turbodiesel4/4; Turbodiesel4/4 Turbodiesel
Hubraum1968 cm³1968 cm³1968 cm³
Leistung110 kW/150 PS110 kW/150 PS110kW/150 PS
Max. Gesamtdrehmoment340 Nm340 Nm240 Nm
Getriebe/Antrieb7-Gang, Doppelkupplung; Allrad7-Gang, Doppelkupplung; Allrad7-Gang, Doppelkupplung; Allrad
Messwerte
Leergewicht (Werk/Test)1503/1616 kg1516/1649 kg1650/1796 kg
Beschleunigung (Test)   
0 - 100 km/h8,6 s9,0 s9,5 s
0 - 150 km/h21,7 s23,7 s24,3 s
Höchstgeschwindigkeit (Werk)196 km/h193 km/h200 km/h
Bremsweg aus 100 km/h
kalt/warm (Test)
36,4/34,3 m36,7/36,6 m36,6/35,1 m
Verbrauch (Test/WLTP)7,6/6,4 l D/100 km7,2/6,5 l D/100 km7,5/6,3 l D/100 km
CO2-Ausstoß (Test/WLTP)202/169 g/km191/169 g/km199/166 g/km
Preise
Grundpreis33.725 Euro34.550 Euro39.325 Euro
Testwagenpreis37.930 Euro37.030 Euro41.140 Euro

von Martin Urbanke von Martin Urbanke
Unser Fazit

Optisch renoviert und in Details modernisiert, tritt der aktuelle BMW X1 xDrive 18d in diesem Vergleichstest gegen die versammelte Konkurrenz aus dem VW-Konzern an und kann sich in der Eigenschaftswertung beinahe bis an die Spitze vorarbeiten – Platz zwei. Den Gesamtsieg holt sich indes der geräumige VW Tiguan 2.0 TDI SCR 4Motion, der seinen hauchdünnen Vorsprung auf den BMW in der Kostenbilanz weiter ausbaut und so am Ende verdient gewinnt. Das preiswerteste Fahrzeug im Test heißt jedoch Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4. Mit pfiffigen Details wie den demontierbaren Sitzen und seinem ausgewogenen Fahrverhalten landet er noch vor dem Seat Ateca 2.0 TDI 4Drive auf dem Treppchen – obwohl der Spanier mit den besten Fahrleistungen, kurzen Bremswegen und einer tadellosen Performance im Handling glänzt. Der Audi Q3 35 TDI quattro muss sich in dieser Konstellation klar geschlagen geben. Gründe? Fahrwerk und Regelelektronik fehlt es an Feinschliff , die Karosserie des Testwagens wirkte überraschend zittrig. Der 150-PS-Diesel mit Allrad ist zudem nur mit Schaltgetriebe verfügbar – und teuer.

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