Vorstellung

Volles Rohr: Polen verwandeln Audi A6 in rasendes Baugerüst

An diesem Audi A6 Quattro Buggy wurden fast mehr Rohre verlegt als an der Ingolstädter Kanalisation. Der überrollgebügelte Nulltürer mit junger A4-Front und 2,8-l-V6 entstand als Bastelprojekt in Polen.

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Der Audi A6 Quattro Buggy statisch von schräg vorne fotografiert.
Kein Rallye-Prototyp, kein Mad Max-Filmauto: Dieser Audi A6 Quattro Buggy ist das Werk eines polnischen Tuners. Foto: Facebook/Karol Staniszewski
Der Audi A6 Quattro Buggy statisch von schräg hinten fotografiert.
Die Basis bildet ein entkleideter A6 von 1995, der mittels Rohrrahmen und A4-Verkleidung zusammengehalten wird. Foto: Facebook/Karol Staniszewski
Der Audi A6 Quattro Buggy statisch von vorne fotografiert.
Die Front der aktuellen Mittelklasse passt überraschend gut an den aufgebockten A6. Foto: Facebook/Karol Staniszewski
Das Cockpit des Audi A6 Quattro Buggy von schräg oben fotografiert, der Überrollkäfig ist ebenfalls zu sehen.
Unzählige Rohre und Versteifungen ersetzen Dach, Türen und Kotflügel. Foto: Facebook/Karol Staniszewski
Das Cockpit des Audi A6 quattro Buggy.
Abgesehen vom erhöhten Frischluftgenuss und den Hosenträgergurten präsentiert sich der Innenraum noch fast wie 1995. Foto: Facebook/Karol Staniszewski

Wenn es um getunte Audi A6 geht, lesen Sie an dieser Stelle in der Regel über Premium-Veredelungen von Abt, Breitbau-Backen von Prior oder Turbo-Monster von HGP. Der Audi A6 Quattro Buggy passt nicht annähernd in eine der genannten Kategorien, das verrät schon der erste Blick auf dieses schwarze Ungetüm, das auf einem ausgetrockneten Feld in Polen auf den nächsten wilden Ritt wartet.

Eher schon könnte man über einen geheimen Rallye-Prototyp mutmaßen, oder eben ein "Mad Max" Spin-off unterstützt von Produktplatzierung. Zwischen den Karosserieteilen von einem Audi A4 (B9) und dem eigens angefertigten Rohrrahmen verschwimmen die Welten. Zumal der wie aus der Zeit gefallene Innenraum die Ursprünge des Buggys nicht verhehlen kann.

1995 rollte dieses Exemplar nämlich als äußerst konformer A6 2.8 Quattro (C4) bei Audi vom Band. Die 193 PS (142 kW) markierten den stärksten erhältlichen Sechszylinder, der im Serienzustand aufgrund der günstigen Aerodynamik flotte 229 km/h erreicht und mit einem Sprintwert von gut acht Sekunden alles andere als lahm beschleunigt.

Wenn dann sämtliche Karosserieteile entfernt und nur vorne und hinten durch die Kunststoff-Verkleidungen eines 25 Jahre jüngeren A4 ersetzt werden, dürften die Fahrleistungen ähnlich wild aussehen wie der gesamte Quattro Buggy.

Der Audi Q6 Sportback e-tron im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Wilder Buggy-Umbau auf Basis des 1995er Audi A6 2.8 quattro

Zwischen Armaturenbrett und dem ehemaligen Kofferraum spannen sich nun unzählige Rohre wie ein Spinnennetz und verhelfen dem Tuning-Projekt zu einer wohl beinahe schon unbarmherzigen Steifigkeit. Nicht minder relevant für den Steppenritt im Audi A6 Quattro Buggy ist die saftige Höherlegung in Verbindung mit Radhäusern, die mit den Saturnringen konkurrieren könnten.

Ob der effektheischende Stock-Car-Spoiler eine aerodynamische Rolle spielt, sei dahingestellt. Die Abgasanlage bläst die akustische Gewalt des sonst eher bassig-dezenten V6 jedenfalls deutlich ungenierter in die Wildnis. Auch aus der nur spärlich erhaltenen Motorhaube ertönen allerlei mechanische Klänge, die sonst im Verborgenen bleiben würden.

Umso überraschender, dass sich abgesehen von den Hosenträgergurten an den speckigen Ledersitzen und dem gut gefüllten Armaturenbrett überhaupt nichts geändert hat. Hier genießt man immer noch den Oberklasse-Flair der 90er, nur eben Open-Air.

Beim Audi A6 Quattro Buggy handelt es sich zwar ein Einzelstück, dafür aber um ein erreichbares: Der Offroader stand 2023 auf dem Facebook Marketplace zum Verkauf – für 19.900 Złoty. Das entspricht lediglich 4460 Euro. Da kann kein Abt, kein Prior und auch kein HGP mithalten.