DTM lässt grüßen: Giulia QV als Alfa Romeo 155 Retromod
Auch der unvergessene DTM-Titel des Alfa Romeo 155 ist schon mehr als 30 Jahre her. Für SGT Automobili Grund genug, die Legende von 1993 auf Basis der Giulia QV zurück aus dem Jenseits zu holen. Das soll die Retromod-Kleinserie kosten!
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Alfa Romeo Giulia QV zur DTM-Legende 155 geformt
Das flackernde Kerzenlicht spiegelt sich in den LED-Augen der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Verde. Sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Seit nunmehr zehn Jahren trägt sie das Erbe der italienischen Sportlimousinen ganz allein auf ihrer Schulterlinie. Ihr Licht verblasst. Ein kühler Wind bläst durch die alte lombardische Villa, dann beginnt die Séance.
An den Wänden formen sich Schatten legendärer Silhouetten. Giulia vernimmt das Röhren einer TI Super, dann das Pfeifen des 75 Turbo Evoluzione. Ein Grollen lässt den Saal erbeben: Auch der 156 GTA hat die Zwischenwelt betreten. „Was verlangt ihr von mir“, will die QV-Limousine wissen, „wie erfülle ich meine Bestimmung?“ Ein kurzer Moment der Stille, dann ertönt ein Hochdrehzahl-Kreischen, gefolgt von tosendem Applaus. Aus den Gemäuern flüstern Stimmen: „Folge dem Klang des Triumphes. Das ist dein Erbe!“
Die Pilgerreise führt Giulia zum Norisring, zur Nürburgring-Nordschleife und nach Hockenheim – heilige Stätten, auf denen der Alfa Romeo 155 V6 TI bei der DTM 1993 seine Reifenspuren mit Doppelsiegen hinterließ. Mit der geweihten Luft im Kühler, Gummi-Abrieb in den Radhäusern und Erfahrungen im Gepäckraum tritt sie den Heimweg über die Alpen an und lässt sich vom Schicksal in die Hallen von SGT Automobili leiten.
Dort beginnt die Metamorphose. Im Dunste von heiß laufenden Schweißgeräten legt Giulia ihr schönes Serienkleid ab und eine kohlefaserne Rüstung im Stile des 155er-Tourenwagens an. Ihre Radhaus-Muskeln schwellen an und beherbergen nun OZ-gefelgte Fäuste. Die kantig auslaufende Front formt sich zu einer Art Treppe, die geradewegs zum sakralen Scudetto führt.
Der Alfa Romeo Junior (2024) im Fahrbericht (Video)

Selbst der Allradantrieb zitiert den Renner von 1993
Jeder Hammerschlag, der durch die Alfisti-Schmiede hallt, bringt Giulia näher zu ihren Ahnen. Furchen bilden sich auf der Motorhaube, die Limousine legt die Außenspiegel an. Als sie ihre hinteren Türgriffe in der C-Säule versteckt, hört sie in ihrem Kopf das zufriedene Knistern des 156. Ein ehrfürchtiges Raunen geht durch das gesamte Gebäude, als der doppelte Heckflügel auf dem Kofferraumdeckel steht. Gefolgt von gespenstischer Stille – Giulia blinzelt zum allerersten Mal durch ihre neuen LED-Lichter.
Dann beginnt auch ihr V6-Herz zu schlagen. Es scheint der Takt des bis zu 540 PS (397 kW) mächtigen 690T zu sein. Ihr Spoilerschwert schneidet durch die flimmernde Luft, als die Italienerin zum Sprung aus ihrer Höhle ansetzt. Bis zur Straße reicht es aber nicht, sie stolpert über ihren neuen Allradantrieb. In die Fußstapfen des ebenfalls vierradgetriebenen Alfa Romeo 155 V6 TI tritt man nun mal nicht einfach über Nacht.
Ein bisschen erstarken muss sie noch im Schatten der DTM-Ikone, bis sie unter den neuen Alias SGT Automobili 5S-SGT neue Liebhabende finden darf. Und ihre Geschichte soll sich wiederholen: Bis zu 65 Exemplare des Retromods will die Teufelsküche anmischen, davon zehn als „Opening Edition“. Wer die ganze Ahnendramatik samt DTM-Zeitreise überspringen will, soll bald rund eine halbe Million Euro an SGT Automobili überweisen können.
















