Chinas Größenwahn trifft Audi Q5: Das ist der größte Audi der Welt
Ist es eine Parodie auf die ins Absurde wachsenden Serienmodelle? Oder gar auf die chinesische Audi-Submarke AUDI? Nein, die Wahrheit ist viel profaner, wenn auch nur bedingt einleuchtend. Was es für den größten Audi der Welt brauchte? Einen Schwerlaststapler, 50.000 Euro, drei Jahre und eine gehörige Portion Größenwahn.
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Supersize-Audi Q5: Der Audi Q500 ist stolze zehn Meter lang
Die Kennzeichen-Attrappe verrät es bereits: Der Audi Q500 – so sein offizieller Name – entstand in China, genauer gesagt in der Provinz Hebei. Sein Erbauer heißt Wang Quanzhong, der in seiner Heimatstadt bereits einen gewissen Ruf genießt, weil er ein Lasten-Dreirad im Lkw-Format auf die Räder gestellt hat. Das Erlebnis auf den beweglichen XXL-Pedalen lässt sich am besten als eine Mischung aus Riesenrad und Skilift bezeichnen.
Lange musste der 44-jährige Mechaniker nicht nach dem nächsten Projekt suchen: Als Vorlage für das künftige Supersize-Mobil hielt sein Audi Q5 her. Herr Wang schnappte sich also einen Schwerlaststapler und verkleidete diesen aufwendig mit in Handarbeit geformten Blechen.
Bei Fahrzeugdimensionen von zehn Metern in der Länge sowie rund vier Metern in der Breite und Höhe nicht gerade ein Wochenend-Job. Zumal der Chinese natürlich möglichst nah an die Proportionen und die Details seines Q5 herankommen wollte. Ob ihm das gelungen ist, liegt natürlich im Auge des oder der Betrachtenden.
Aber ein Hingucker ist das weiße Ungetüm in jedem Fall: Neben dem Q500 sieht der Audi Q5 aus wie ein Spielzeugauto und dank der grobstolligen Offroad-Reifen legt das Einzelstück dort so richtig los, wo für das Mittelklasse-SUV der Weg normalerweise endet. Denn der XXL-Audi kann dank eines nicht näher beschriebenen Sechszylinders samt Schaltgetriebe tatsächlich fahren.
Der Audi Q6 Sportback e-tron im Fahrbericht (Video)

"Durchschnittliches Auto einer Mutter mit Einzelkind"
Auf Social Media hagelt es belustigte Kommentare wie: „Durchschnittliches Auto einer Mutter mit Einzelkind“, oder „AUDI vs Audi“ mit Hinblick auf den extremen Größenunterschied zum Q5. Tatsächlich hat der Mechaniker auf seine Weise ein Stück weit die neue chinesische Audi-Submarke AUDI antizipiert, die 2026 ebenfalls ein XXL-SUV an den Start bringt – gleichwohl der sogenannte E7X mit gut fünf Metern Länge trotzdem nur eine halbe Portion im Vergleich zum Q500 ist.
Zwar hat der Q500 keine funktionierenden Seitentüren, dafür aber eine elektrische Heckklappe. Über eine ausfahrbare Leiter gelangt man in den riesigen und ziemlich unfertig wirkenden Innenraum, in dem Erwachsene ohne Probleme stehen können. Ein weiteres Easteregg, welches er dem Q5 voraus hat: Die Türgriffe und Außenspiegel eignen sich vortrefflich für ein paar Klimmzüge zwischendurch.
Rund drei Jahre hat Wang Quanzhong seit dem Start 2022 in sein Projekt investiert. Ganz abgesehen natürlich von den 400.000 Yuan, die es ihn im Laufe der Zeit gekostet hat. Das entspricht übrigens etwa 50.000 Euro, beziehungsweise dem Preis eines gut ausgestatteten Q5-Neuwagens in China.
Und warum nochmal das Ganze? In einem Interview erklärt Herr Wang, dass er sich damit den 30 Jahre lang gehegten Traum vom selbstgebauten Auto erfüllen wollte. Hätte man sich das Ganze leichter machen können mit einem Fahrzeug in Normalgröße? Ja. Aber in China will man eben hoch hinaus, und das oft gerne wortwörtlich. Nicht umsonst entwickelt Audi zurzeit auch das Luxus-SUV Q9.
















