Vorstellung

VW 1600 TL Widebody: Brasilien-Typ-3 als Breitbau-Rendering

Auch in Brasilien war der „Typ 3“ eher ein Verkaufsflop als ein Topseller. Dennoch ist insbesondere die Fließheckvariante VW 1600 TL ikonisch genug, um zum ultrabreiten Widebody getunt zu werden – wenn auch nur im Rendering.

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Das VW 1600 TL Widebody Rendering in der Frontansicht.
Dicke Wangen am zierlichen Typ 3: Rob3rt Design verbreitert digital den als Käfer-Nachfolger gehandelten Heckmotor-VW. Foto: YouTube/Rob3rt Design
Das VW TL 1600 Widebody Rendering statisch von schräg vorne rechts.
Original brasileiro: Der 1600 TL heißt zwar wie sein deutsches Typ-3-Pendant, unterscheidet sich aber technisch. Er führt mit einem Facelift 1971 das ikonische Vieraugen-Gesicht ein, das auch VW Brasília und SP-2 zieren soll. Foto: YouTube/Rob3rt Design
Das VW 1600 TL Widebody Rendering statisch von schräg hinten rechts.
Auf einen Entenbürzel verzichtet der brasilianische Digital-Designer bewusst – so bleibt die elegant abfallende Dachlinie erhalten. Foto: YouTube/Rob3rt Design
Das Vorderrad rechts samt Radlauf des VW 1600 TL Widebody Rendering im Detail.
Der Chromzierrat bleibt erhalten. Das war Rob3rt Design wichtig, um den Charakter des Oldtimers zu wahren. Foto: YouTube/Rob3rt Design
Das VW 1600 TL Widebody Rendering statisch von schräg vorne links in Hellblau.
Das Rendering gibts auch in zeitgenössischem Pastellblau. Foto: YouTube/Rob3rt Design

VW 1600 TL Widebody: Ein brasilianischer Traum aus Photoshop & Blender

Der alte VW Fuscão wurde bis in die 1970er Jahre schon mehrfach zu Grabe getragen – zumindest, wenn es nach dem Willen von VW-Funktionär:innen dies- und jenseits des Atlantiks gehen sollte. In Deutschland sollte der EA 97 als Käfer-basierte Limousine den alternden Volkswagen mit erprobter Technik unter der Haube ersetzen, gleichzeitig erweckten sie in Wolfsburg den etwas größeren Typ 3 zum Leben. Der EA 97 wurde also fallen gelassen – oder nicht? Schließlich wartete man auch in São Bernardo do Campo bei Volkswagen do Brasil auf einen Erben für den unverwüstlichen Käfer. Warum also nicht all die Mühen, die in den EA 97 geflossen sind, einfach ummünzen und auf den südamerikanischen Markt zuschneiden?

Geklappt hats am Ende nicht, auch in Brasilien überlebte der Fuscão seinen gedanklichen Nachfolger, der mangels Nachfrage ein jähes Ende fand. Im brasilianischen Gedächtnis ist der EA 97 – im Verkauf einfach 1600 genannt – aber dennoch fest verankert. Als einfaches Taxi schlug sich die Limousine wacker, der VW 1600 TL ist dagegen der Schönling der Baureihe.

Und wie schön der 1600 TL sein kann, zeigt Rob3rt Design auf seinem YouTube-Kanal. Der brasilianische Digital-Virtuose verpasst dem TL mit Photoshop und Blender ein Breitbau-Bodykit. Doch anstatt bloß Carbon an die Radläufe zu pappen, hat Rob3rt in der Software das Blech neu geformt. Die Kotflügel stehen weit raus, die Spur des Karmann Ghia-Fahrwerks ist um mehrere Zentimeter verbreitert und selbst einen kleinen Frontspoiler bekommt der 1600 TL.

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Charakter bewahren – auch als digitales Widebody-Tuning

Damit aber der Charakter des Fließhecks nicht flöten geht, wandert der Chromzierrat mit. Die filigrane Leiste um das Radhaus darf so auch die ausgestellten Kotflügel des digitalen Heckmotor-Wagens verschönern. Und auch am Heck bleibt es klassisch: Um die Heckklappe clean zu halten, verzichtet Rob3rt Design auf jegliche Form von Heckflügel oder Entenbürzel. Schließlich hat das brasilianische Typ-3-Pendant bereits ab Werk eine so elegante Heckpartie, dass digitales Nachbessern nicht nötig ist.

Und weil wir es hier schließlich mit einem Rendering zu tun haben, kann der Digital-Tuner die Farben seines Projekts nach Herzenslust anpassen. Wie wäre es anstelle der Kombi Schwarz mit orangen Blinkerleuchten in zeitgenössischem Pastellblau mit weißen Blinkern? So einfach das Tuning mit Bildbearbeitungs- und 3D-Rendering-Programmen auch ist, den 1,6-l-Boxer erweckt es nicht zum Leben. Aber wer weiß, eventuell findet sich ein findiger Mecânico, der zufällig einen 1600 TL zum Widebody-Monstro umgestalten möchte. Inspiration ist nun auf jeden Fall da.