VW Lupo Bimotor: Power-Ping-Pong mit zwei VR6, Nitro & 500 PS
Zwei Motoren in einem Auto? An sich nichts Neues. Doch je kleiner die Karre, desto aufwendiger der Umbau. Petar Biocic trieb es auf die Spitze. Zwei VR6-Motoren spielen mit einem VW Lupo Ping-Pong. Dank Lachgas gehts bis auf 500 PS!
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Zwei VR6-Motoren spielen im VW Lupo Bimotor Ping-Pong
Was machen, wenn die Karre mehr Power haben soll, aber V8 & Co. nicht hineinpassen? Lösung: zwei Motoren einbauen! Diese Form von Tuning hat bereits Tradition: Schon Ende der 1950er-Jahre fuhr die Ente von Citroën mit zwei Motoren vor, je einer pro Achse. Doch Petar Biocic aus Kroatien schoss mit Kanonen auf Spatzen, in diesem Falle mit zwei V6-Motoren auf den kleinen VW Lupo. Vorne wie hinten nehmen je ein 2,8-l-V6 aus dem VW Golf 4 Platz. Ein modifiziertes Sechsganggetriebe, ebenfalls aus einem Golf 4 V6, ermöglicht, bei beiden Motoren parallel jeweils den gleichen Gang einzulegen.
Wie eng die Geschichte tatsächlich ist, veranschaulichen die Bilder sehr gut. Vorne kommt der Sechszylinder nur mit einer GfK-Ausbuchtung unter der Motorhaube unter. Auch die beiden Wasserkühler für beiden VR6-Triebwerke finden nur mit Mühe in der Frontstoßstange Platz. Und hinten ließ Biocic die Bodengruppe einfach komplett weg. Zusätzlich machen Innenkotflügel vom Rallye-Golf Platz für das Kraftpaket im Kofferraum. Damit die weiche Lupo-Karosse nicht schon beim ersten Gaslupfer in sich zusammenfällt, schweißte Biocic einen Überrollkäfig und zahlreiche Verstärkungen ein.
Der VW T-Roc im Fahrbericht (Video)

Wenn das Lachgas mit 500 PS kickt, lacht auf dem Dragstrip keiner mehr über den Lupo
Auch das Serienfahrwerk des VW Lupo bedurfte einer dringenden Überholung. Hier holte sich Biocic die Unterstützung von Fahrwerkspezialisten KW: Vorne bügeln Federbeine des KW Gewindefahrwerks der Variante 3 die Kurvenkräfte aus, hinten kommt ein Eigenbau zum Zuge. Das ist der Neukonstruktion der Hinterachse aus Golf-3- und Golf-2-Komponenten geschuldet. Kraftübertragung und zugleich Lebensversicherung sind mächtige, 18 Zoll (!) große OZ-Superleggera-Felgen mit 215er Pellen.
Hinter den Felgen krallen sich vorne Bremssättel vom Porsche Cayenne und hinten vom Audi RS2 in die Scheiben vom VW Golf 4 R32 und vom Audi RS4. Angesichts der drei Lachgasflaschen über dem Heckmotor dürfte die Bremsanlage auch genug zu tun kriegen. Zeitweise gar über 500 PS (368 kW), leisten die beiden VR6 im jeden Fall brutale 408 PS (300 kW). Und die haben mit dem Fliegengewicht ein extrem leichtes Spiel.




















